Narben im Beruf

  • Aloha :)


    Ich hab in den KiTas immer erzählt, dass die Narben von meiner Katze stammen würden, oder dass ich mal einen schlimmen Unfall hatte. Damit war das Thema meistens auch schon wieder gegessen.

    Den Erzieherinnen gegenüber war ich recht offen und habe auf Nachfragen auch erzählt, woher die Narben stammten. Aber den Kids muss man das ja wirklich nicht unter die Nase reiben 😁


    Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass ich in meinem Studiengang einige Leute mit sehr, sehr, sehr vernarbten Armen kenne und dass die (zumindest unter uns Sozis) keinerlei Probleme haben. :)

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    Don't push the river, it flows by itself.

    Barry Stevens


    Gefunden das Wort, aufgegangen das Herz.

    Friedrich Hölderlin

  • Ich würde an deiner Stelle einfach bei den Erziehern nachfragen, wie du den Kindern gegenüber auf Fragen reagieren sollst. In einigen Betrieben wird man es vermutlich nicht gerne sehen, wenn du ehrlich zu den Kindern bist - in anderen wiederum traut man Kindern die Wahrheit zu.


    Vor einigen Jahren hatte ich auch Mal ein Praktikum in einem Kindergarten und habe dort anfangs nachgefragt, wie ich Kindern meine Piercings erklären soll, weil Erzieher da eben manchmal auch nicht so gut mit können, wenn man Kindern positive Signale zu Körperschmuck setzt, die genau genommen ja auch irgendwie mit Selbstverletzung zu tun haben, aber die Reaktionen waren dann im Endeffekt sehr entspannt und die Kinder haben das auch durchaus verstanden.

    Schwachfug aus meinem Leben:


    Er: weißt du...
    Ich: weiß ich..?
    Er: weiß nich, weißt du?
    Ich: wir sind voll ahnungslos - aber hoffnungslos genial \o.o/

  • Oft ist es besser, ehrlich zu sein, aber in einer altersgerechten Weise. Sie können Ihren Kindern erklären, dass Sie in der Vergangenheit schwierige Zeiten erlebt haben, aber jetzt Hilfe und Unterstützung gefunden haben, um sie zu überwinden. Betonen Sie, wie Sie aus diesen Erfahrungen gelernt haben und wie sie Sie zu der Person gemacht haben, die Sie heute sind. Immerhin arbeiten Sie jetzt für eine große internationale Reederei *Werbung von Admin gelöscht* und das ist sehr lobenswert. Betonen Sie, dass es in Ihrem Leben jetzt positive Veränderungen gibt, z. B. dass Sie eine Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten machen.

  • Oft ist es besser, ehrlich zu sein, aber in einer altersgerechten Weise. Sie können Ihren Kindern erklären, dass Sie in der Vergangenheit schwierige Zeiten erlebt haben, aber jetzt Hilfe und Unterstützung gefunden haben, um sie zu überwinden.

    Würde ich bei Kindern im Kindergarten auf gar keinen Fall so machen. Kinder in dem Alter können zwar teilweise mit so etwas konfrontiert werden, aber wenn überhaupt von einer ausgebildeten Fachkraft und nicht als "schnelle" Antwort auf eine simple Frage.


    Meistens sind Erklärungen wie "Da hab ich mich mal verletzt" oder "Da hat mich meine Katze gekratzt" etc. völlig ausreichend. Dann irgendeine Frage stellen wie "Hast du dich auch schonmal irgendwie verletzt" oder so und dann ist das Thema für das Kind meistens durch.


    Kinder machen keine große Sache daraus, wenn du keine große Sache daraus machst.