LGBTQ+ Filme/Serien

  • Hallo zusammen,

    das ist mein erstes Thema (dient für mich auch dazu andere Menschen kennenzulernen und gleichzeitig ne Diskussion anzuregen) und ich weiß überhaupt nicht ob des schonmal diskutiert wurde. Ich hab bestimmt auch nen Fehler bei der Kategorisierung gemacht, aber tolerant sind wir ja hier alle :D


    Und zwar: Wie findet ihr die Darstellung von LGBTQ+ Charakteren in Filmen und Serien? Gibt es Bereiche oder Dinge, wo es unbedingt mehr Repräsention geben oder man diese Charaktere anders darstellen sollte?


    Und nennt mir bei Gelegenheit nen paar gute LBGTQ+ Filme wenn möglich (die Klassiker wie Love Simon gelten nicht😂)


    Grüße gehn raus :D

  • Ich finde die Darstellung von Captain Holt in Brooklyn Nine-Nine ziemlich gelungen. Er ist der Leiter eines Polizeireviers und schwul, aber die Tatsache dass er schwul ist spielt in der Serie überhaupt keine große Rolle. Sein Mann kommt ab und zu vor und die beiden werden als ganz "normales", sogar eher leicht spießiges Ehepaar gezeigt - keine Paradiesvögel oder sonstige Klischees die man oft von homosexuellen Charakteren kennt. Ab und zu wird in Rückblenden gezeigt wie schwer er es in seiner Anfangszeit als schwuler (und dazu noch schwarzer) Polizist hatte, aber ansonsten würden die Serie und die Rolle wunderbar genauso gut funktionieren wenn er statt einem Mann eine Frau hätte, ohne dass dadurch irgendetwas anderes anders wäre. Und ich finde genau so sollte es eigentlich sein.

  • ich finde die Darstellung von LGBT Charakter oft sehr überdreht und meistens hat man das Gefühl die Charaktere kommen nur vor, damit die Serie auch Tolerant gegenüber "Randgruppen" ist.
    Dennoch gibt es viele Serien und Filme in denen solche Charaktere gut eingebunden werden.

    Ich mochte besonders gerne die Serie Shadowhunter und die Darstellung der Beziehung von Alec und Magnus und deren Höhen und Tiefen.
    Außerdem mochte ich die Darstellung des Charakters Ian aus Shameless sehr gerne. Diese Art von Serie muss man echt mögen, aber wenn man keine Problem mit dem Grundthema hat, ist Ian (und seine Beziehungen) eine gelungene Darstellung von LGBT Charakteren.


    Generell ist es schön wenn LGBT Charaktere vorkommen, solange sie jedoch auch einen Sinn haben und nicht nur schwul sind, weil man toletant ist.

    memories and relationships are like shackles that ultimately lead to your downfall! - Nezumi

  • Meiner Meinung nach gibt es sehr gute Repräsentation, und eher schlechte bis sehr schlechte. Meist sind es eher Filme und Serien, in denen die Sexualität/ Identität gar nicht so sehr in den Fokus gerückt wird, die es dann doch eher gut darstellen. Beispiele hierzu wären Back Sails oder auch Spartacus. Wenn aber z.B. der wichtigste Aspekt der Figur ist, dass er der schwule beste Freund ist, dann wird das meist sehr überzogen und klischeehaft dargestellt. Sicher gibt es auch im echten Leben solche Menschen, aber es ist halt einfach ein sehr geringer Teil. Heten, die wenig mit Schwulen zu tun haben, wissen das aber halt meist nicht und schlucken dieses Stereotyp.

    Bei Filmen ist es meist so, dass das LGBT-Sein der Hauptgegenstand der Story ist, oder diese zumindest sehr aktiv mitträgt. Dabei kann es entweder sehr gut dargestellt sein, wie z.B. Brokeback Mountain, realistisch, und es zeigt auf, dass die Liebe zwischen Männern eben auch nur das ist: Liebe. Oder eben sehr schlecht, da häufig übertrieben wird, die Schreiber des Films sich nicht gut auskennen (v.a. was trans-Themen angeht, siehe Boys don't cry, oder lieber nicht, denn der Film ist Mist!) oder die Figuren so überzogen dargestellt werden, dass es einfach nur nervt.

    Das, was mich auch noch sehr ank... ist, dass es SO viele Filme gibt, die ein schlechtes Ende haben. Irgendwie scheinen wir es nicht verdient zu haben, auch glücklich zu werden... Zumindest laut vieler Drehbuchautoren..

  • in den letzten jahren bemerkte ich, dass immer mehr charaktere der DCU serien schwul, aber vor allem lesbisch sind. hab den verdacht, dass man damit neue zielgruppen anvisiert. kam mir bisher bei entsprechenden zu bemüht vor.


    nicht ganz lgbt ist der film helicopter mom. trotzdem erwähn ich den, weil es darin ganz offensichtlich mit cliches gespielt wird. Es geht um eine mutter, die ihren endpubertären sohn nicht loslassen will und seine sexuelle verunsicherung damit erklärt, dass er schul ist, was ihr auch ganz gut passt, denn so kann sie ewig mit ihm abhängen. Nur der sohn hat trotz verunsicherung anderes im sinn.

  • Zu dem Thema fällt mir sofort die Serie "Psych" ein. An sich finde ich die Serie super und gucke sie auch gerne, aber der Umgang mit LGBTQ+ lässt wirklich zu wünschen übrig.


    Ich habe die Serie nicht komplett geguckt, habe aber mehr als genug Folgen gesehen, um das beurteilen zu können. Bisher sind mir 3 Folgen aufgefallen, in denen ein abfälliger und erniedrigender Kommentar gegenüber Trans*Frauen gemacht wurde. Meistens kombiniert mit einem angeekelten Gesichtsausdruck. Auch homophobe Züge gibt es hier und da.

    And sich ist LGBTQ+ nicht sehr präsent, aber wenn es aufkommt wird es meist negativ dargestellt. Momentan fällt mir nur eine Szene ein, in der ein schwules Paar mehr oder weniger positiv gezeigt wird.


    Ich will jetzt keinem Schauspieler oder ähnlichem unterstellen, homo- oder transphob zu sein, aber auf einen oder mehrere im Writer Team trifft das anscheinend zu.

    Die Serie hat vor 6 Jahren geendet, also weiß ich nicht, welche Ansichten von diese*r/n Person/en nun vertreten werden, aber was in Psych dargestellt wurde ist klar homo- und transphob.