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aber es ist ja auch nicht so als wäre regenbogen gleich lgbt.. den gab es schon bevor wir den für uns beansprucht haben
außerdem können supporter sowas genuaso gut tragen und wenn man es trägt um allen zu zeigen wasman ist finde ich es etwas auffdringlich
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Ich sehs irgendwie genau andersrum - also es stimmt schon, dass man ein Symbol nicht einfach beanspruchen sollte, das man grundsätzlich nicht erfunden hat und genauso stimmt es auch, dass z.B. den Regenbogen auch Befürworter tragen können, die selbst nicht direkt zu LGBT+ gehören - da geb ich dir erstmal komplett Recht - aber folgend aus Beidem entsteht meiner Meinung nach Etwas, von dem ich glaube, dass es eher schadet als zu nutzen.
Das mit der Symbolik von Regenbogen und co. ist natürlich keine eingetragene Marke oder Dergleichen, daher kann der Regenbogen ja grundsätzlich für Alles mögliche verwendet werden - was aus meinen Augen aber nicht ok geht, wäre die Verwendung des Regenbogens aus nur genau dem Grund, dass er als LGBT+Symbol steht, um auch den Toleranz-Gedanken mit zu adaptieren. Also wenn sich z.B. eine Anne Wizorek mit Regenbogenflagge zeigen würde (keine Ahnung, ob sie das tut), weil sie pro LGBT+ gesehen werden möchte, in Wahrheit aber ganz andere Themen auf der Agenda hat als reine Toleranz. Natürlich dürfte sie das tun, aber aus meinen Augen wäre das Missbrauch der Symbolik.
Einen sehr Ähnlichen Haken würde ich auch für das Thema Befürworter setzen. Natürlich sind in der LGBT+Community auch immer Befürworter willkommen und es ist ja auch grundsätzlich erstmal ein schönes Zeichen, Anderen durch eine Symbolik zu zeigen, dass man sie toleriert. Was nur auch der Haken daran ist, dass die Symbolik so ja eigentlich keinen echten Sinn macht. Erkennungszeichen funktionieren nur dann, wenn man sofort versteht, was sie meinen, aber ob ich jetzt einen LGBT+Menschen vor mir habe oder einen Befürworter, das kann ich im Grunde nicht erkennen - ich erkenne lediglich, dass die Person wohl Nichts gegen meine Lebensführung hätte. Ein bisschen fühlt es sich eher an, als wäre das Regenbogen-Armband der neue Adidas-Schuh, als danach Zugehörigkeit zu bekennen.
Per se ist beides jetzt nicht unbedingt schlecht - wenn man Masken wie Anne Wizorek gut findet und sich mit ihnen identifizieren will, dann hat man vermutlich auch Nichts dagegen, wenn sie Sympathisierung betreiben und genauso könnte man sagen, dass es etwas Gutes hat, wenn man viele Menschen für Toleranz gewinnen kann, indem es einfach schick geworden ist, zu LGBT+ zu gehören, ohne wirklich dazu zu gehören. Ich glaube nur, dass beides eigentlich so nicht sein sollte, wenn man mit einem Symbol eigentlich nur ausdrücken möchte lesbisch-schwul-bisexuell-trans+ zu sein, denn mehr bedeutet es doch letztendlich nicht - oder hat es zumindest nicht bedeutet, bevor ein latent politischer Beigeschmack dazu kam.
Daher ja, der Regenbogen ist kein Markenpatent und theoretisch trägt jeder die LGBT+Symbolik mit sich rum - aber ich würde daraus nicht schlussfolgern, dass das der LGBT+Community zugute kommt.