weirdo Ja oder vielleicht wollte er einfach Jemanden haben, der Ansprechpartner sein kann. Ich kenne das zum Beispiel auch in einem kleineren Freundeskreis (mit mir etwa 5 Personen), dass einer davon eigentlich immer zu mir kommt, wenn es um Frauen geht, weil er das bei den Anderen nicht thematisieren würde, wo man da ja sein Gesicht verlieren könnte und einer Frau gegenüber nicht, weil das ja irgendwie auch peinlich werden könnte. Viele Männer haben eben doch dieses Gesprächs-Muster, dass mit potenzieller Konkurrenz genauso wenig über Schwächen geredet wird, wie mit einer Person, der man potenziell imponieren will. Als schwuler Mann ist man beides in der Regel nicht für einen heterosexuellen Mann und als lesbische Frau ebenfalls nicht.
Beiträge von JohnDoe
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Außerdem stört mich gerade unter Lesben (keine Ahnung, ob es das auch bei Schwulen gibt, aber da kriege ich es eben nicht mit) die von einigen vertretene Einstellung, die Lesbischsein als eine Art Lifestyle betrachtet, zu dem man sich bewusst aus Ablehnung gegenüber Männern entscheidet und der sich dann durch jeden Bereich des Lebens zieht.
Kenne ich persönlich von anderen schwulen im Allgemeinen nicht, aber andersherum würde ich unterschreiben, dass es oftmals auffällt, wie selbstverständlich Frauen auf die Idee kommen, Schwule hätten so einen Lifestyle und dass der im Grunde impliziert, mit Frauen abzuhängen und 'Weiberkram' zu machen. Ist keine bewusst abwertende Formulierung an der Stelle, sondern einfach Umgangssprache in Ermangelung einer besseren Beschreibung

Erscheint mir also eher so, als würden Männer da in beiden Lifestyle-Varianten den Kürzeren ziehen.
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Die ausführlichere Erläuterung hat tatsächlich deutlich geholfen, dein Thema genauer zu verstehen - vor Allem weil es keine direkte Produktwerbung sondern Markenwerbung betrifft. Natürlich kommt das für einen Betrieb letztendlich in den Zahlen auf das Selbe raus, aber als Konsument macht das schon einen deutlichen Unterschied.
Im Grunde würde ich das Ganze auch gerne mit einem Interview unterstützen, aber leider hatte ich mit Skype immer technische Probleme, weshalb ich stattdessen auf Discord auswich. Ich weiß nicht, in wie weit du da flexibel bist oder ob das ein Mehraufwand ist, der sich nicht lohnt, aber wenn Skype keine zwingende Voraussetzung ist und man auf Discord zurückgreifen könnte, stehe ich gerne zur Verfügung.
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weirdo Tatsache, an solche Werbungen hatte ich nicht gedacht. Was sowas angeht, stimme ich natürlich zu, dass man verschieden Beziehungs- und Familienbilder darstellen sollte, aber da wo eben keine Intension bestünde, überhaupt die Interaktion zwischen einem Paar oder Familie zu zeigen, finde ich eben nicht, dass man es dann nur tun sollte, um LGBT-Versionen zu zeigen.
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TraceLight Ich bin mir gar nicht sicher, ob es hierbei wirklich um Liebe geht. Ganz grundsätzlich wurde ja gefragt, ob Aussehen oder Charakter wichtiger ist - nur wichtiger für was?
Diejenigen, die darauf mit dem Charakter antworten, die meinen wohl potenziell Liebe, aber es gibt ja auch durchaus Menschen, deren Ziel gar nicht ist, sich zu verlieben, sondern z.B. eine rein erotische Beziehung zu führen oder Jemanden einfach nur einmalig abzuschleppen.
Ich habe gerade Mal testweise in eine Discord-Gruppe von Freunden die Frage nach Aussehen oder Charakter gepostet, weil ich eine Vorahnung hatte, dass dort nicht Jeder an Liebe denken wird - und Tatsache, einer schrieb sehr direkt, dass ihn beim Abschleppen interessiert, wie eine Frau aussieht, aber für Freundschaft sei ihm der Charakter wichtiger. Liebe wurde in seiner Antwort nichtmal erwähnt.
Der Vollständigkeit halber war es aber auch auf dem Discord nur die eine Person, die nicht an Liebe und Beziehung dachte - dementsprechend auch der Einzige, der sich nicht für den Charakter entschieden hat.
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Die Antwort von Wolkenstein find ich eigentlich ziemlich zutreffend, außerdem kommt es ja auch drauf an wie schönheit definiert ist, es ist nunmal subjektiv, natürlich kann man dies komplett ignorieren aber keiner geht mit geschlossenen augen durch die Welt wenn wir ehrlich sind.
Stimmt, das Aussehen ist auch eine ziemliche Interpretations-Frage. Gutes Aussehen und Attraktivität sind zum Beispiel nicht unbedingt das selbe, weil man unter gutem Aussehen ja eher fasst, wie Jemand unbewegt auf einem Foto aussehen würde, während bei Attraktivität auch gemeint sein kann, dass Jemand eine tolle Ausstrahlung hat, eine spezielle Art hat, zu sprechen und solche Dinge. Es kann auch sein, dass man Jemanden rein optisch attraktiv findet, ohne dass man Denjenigen gleichzeitig als klassisch schön beschreiben würde.
Was Attraktivität angeht, glaube ich, dass die ziemlich direkt mit dem Charakter der Person zusammenhängt - was das reine Aussehen betrifft, hat das vermutlich nur teilweise Überschneidungen mit dem Charakter. Ob Jemand zum Beispiel gepflegt ist, lässt auf den Charakter schließen, obwohl das reines Aussehen ist und andersrum kommt es auch vor, dass gutes Aussehen zu einem miesen Charakter führen kann, wenn Derjenige sich seinem Bild zu sehr bewusst ist. Oder Jemand hat ein anziehendes Selbstbewusstsein, weil er gut aussieht.
Oftmals ist es nicht so oberflächlich, wenn einem Aussehen nicht völlig egal ist, weil da einfach viel mehr mit dran hängt - aber ich denke, man wäre sehr oberflächlich, wenn man in erster Linie nach fotografischer Schönheit bewertet.
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Nichts gegen das Thema deiner Bachelorarbeit, aber wenn ich Mal auf den Punkt bringe, was ich als Homosexueller von Werbung erwarte und wie ich dort repräsentiert werden will, dann würde ich einfach sagen: Ich will in Werbung nicht als Homosexueller repräsentiert werden.
Wenn ich eine Werbung sehe, dann will ich nicht wissen, welche Orientierung der Mensch hat, der eine Waschmaschine bewirbt. Immerhin sind die Werbungen heute ja auch nicht auf heterosexuelle Menschen ausgelegt, sondern auf Konsumenten ganz generell.
Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass LGBT-Menschen ihre eigenen Werbungen brauchen, dann würde ich die Prognose wagen, dass es um das Toleranz-Verständnis ganz düster bestellt ist.
Wobei es mir nicht nur bei Werbung so geht, sondern in allen Medien. Ich mag auch den obligatorisch schwulen Nebendarsteller in Serien nicht, der meist weder authentisch ist, noch irgendeinen Inhalt abseits seiner Sexualität transportiert, während man von den meisten anderen Nebendarstellern nichtmal erwähnt, welche Orientierung sie überhaupt haben, weil sie einen echten charakterlichen Sinn haben.
Vielleicht stehe ich mit der Meinung aber auch eher alleine da und es gibt viele Andere, die sich in neutraler Werbung nicht angesprochen fühlen, daher spreche ich ausdrücklich nur von mir persönlich.
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Ganz allgemein stört mich an der Szene eigentlich, dass man schnell dazu verpflichtet wird, 'dazu zu gehören' - nicht zu der Szene an sich sondern zu Dingen, die darüber hinaus gehen.
Du bist schwul? Super, ich habe einen schwulen Freund, mit dem du dich bestimmt super verstehen wirst. Du gehörst zu einer Randgruppe im generellen? Super, dann tolerierst du ja mit Sicherheit Alles und Jeden.
Manchmal erscheint es mir einfach so, als wäre die Gemeinsamkeit nicht einfach nur, dass man nicht hetero ist, sondern als würde man so ein Drehbuch für einen Zeichentrick-Film unterschreiben, in dem Alles supi-dupi ist und an das man sich bitte auch anzupassen hat.
Fällt mir vermutlich besonders auf, da ich wohl nicht die Frohnatur schlechthin bin und das Tamtam oftmals anstrengend ist, wenn man eben einfach nicht so tickt.
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Hey auch - dann mach ich Mal direkt weiter mit der fröhlichen Vorstellungsrunde!
Da ich mich bisher komplett um einen Vorstellungs-Thread gedrückt habe, fange ich auch einfach bei mir als Person an. Ich heiße im echten Leben Leif, werde im Laufe diesen Jahres 28 Jahre alt und komme ganz aus der Nähe von Frankfurt am Main. Auf Younggay bin ich 2016 gestoßen, nachdem ich die therapeutische Begleitung zu meiner Transition abgeschlossen hatte und ans Herz gelegt bekam, dass ich mir doch eine Community suchen soll, in der ich meine Erfahrungen weitergeben kann. Zugegebener Maßen bin ich vermutlich ein ziemlicher Hardliner in diesem Thema, aber eventuell konnte ich dem Einen oder Anderen in den letzten Jahren ja trotzdem weiterhelfen und bemühe mich auch weiterhin, das zu tun.
Wenn ich in meiner Freizeit nicht gerade auf Younggay unterwegs bin, dann verbringe ich einige Zeit mit klassischem und digitalen Zeichnen; stolpere mit der Kamera draußen rum oder widme mich dem Gaming. Wenn ich genug Zeit dafür finde, ist auch textbasiertes Rollenspiel eine langjährige Leidenschaft meinerseits und aktuell warte ich auf die nächste Pen&Paper-Runde mit Freunden. Was Piercings und Tattoos angeht, schließe ich mich Juli einfach Mal dreist an und was die Tierliebe betrifft, falle ich im Team auch nicht aus der Reihe. Aktuell Lebe ich mit zwei Katzen unter einem Dach, aber im Grunde komme ich mit so ziemlich jedem Tier gut aus - außer Fische und Insekten, die finde ich wirklich gruselig.
In das Admin-Team kam ich im Grunde geschlittert, indem mich Joe einfach eines Tages anschrieb und fragte, ob ich ihm nicht helfen möchte - und wie man sieht habe ich das auch nicht abgelehnt. Ich bringe einige Kenntnisse in Grafik und Coding mit (auch wenn ich in Beidem sicherlich kein Genie bin) und gebe mir aktuell Mühe, meine ersten Design-Entwürfe mit Joe gemeinsam zu realisieren, damit Younggay bei der Übergabe in neuen Farben daherkommt.
Ansonsten ist mir natürlich bewusst, dass nicht Jeder unbedingt super mit meiner Art als Forenmitglied klarkommt und ich wohl keinen Beliebtheitspreis mehr bekommen werde - aber ich denke, das soll einfach kein Hindernis dabei sein, Younggay weiter am Laufen zu halten. Daher freue ich mich einfach darüber, wenn uns möglichst viele User mit dem Admin-Wechsel und der Datenweitergabe erhalten bleiben und man einigermaßen zufrieden mit uns ist.
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TraceLight Das wäre mir wirklich völlig neu, da man für die Operationen Gutachten braucht, damit die Kasse freiwillig zahlt - und dafür gibt es nunmal Kriterien. Selbes Spiel bei der Personenstandsänderung, für die sich Amtsgerichte ebenfalls Gutachten ausstellen lassen und dazu auch die Medikation einfordern.
Ich weiß nun nicht, woher du deine Beispiele hast, aber ich kann nur wiedergeben, wie ich das Ganze erlebt habe und wie ich es eben bei Anderen mitbekommen habe. Das lief immer sehr gleich ab, was die Anforderungen anging, weil uns allen (über ganz Deutschland verteilt) die selben Antragsverfahren zugeschickt wurden.
Die einzige Möglichkeit, die ich mir vorstellen kann, wäre einmal, das Ganze selbst zu zahlen, damit die Kasse nicht mit drin hängt und die Personenstandsänderung auf einer anderen Begründung als Trans aufzubauen.
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Ob man Hormone nun braucht oder nicht, ist eine ziemliche Frage der Philosophie.
Natürlich muss Niemand Hormone einnehmen, der sich als trans versteht - und es würde auch weniger Probleme mit Detransition geben, wenn Hormone nicht im Spiel wären, aber es gibt einen Punkt, bei dem ich dennoch widersprechen muss: Nein, man fühlt sich ohne Testosteron nicht wie ein Mann. Faktisch nicht und auch nicht dann, wenn man es sich einredet, es wäre doch so.
Natürlich spürt ein Transsexueller, dass er trans ist und spürt auch intuitiv, in welches Geschlecht er gehört, aber ohne Testosteron fühlt man sich nicht so, wie sich ein Mann mit Testo fühlt und man benimmt sich auch nicht so - einfach weil es den Charakter, das Körpergefühl und sämtliche Bedürfnisse völlig verändert. Ich nehme einfach Mal an, dass das mit Östrogen nicht anders ist.
Wenn ein Transsexueller sagt, dass er keine Hormone haben möchte, ist das natürlich dennoch in Ordnung und seine ganz persönliche Entscheidung, aber im Grunde unterscheidet Derjenige sich dann ja nicht wirklich von seinem genetischen Geschlecht - physisch schonmal erstrecht nicht, denn 90% der körperlichen Veränderungen kommen durch die Hormone. Eine Mastek ohne Testosteron macht einen weiblichen Körper ohne Körbchen, aber keinen männlichen Körper und keine männliche Brust.
Zudem gibt es den Punkt von 'Ganz oder gar Nicht' in gewisser Weise schon, nämlich dann, wenn man aus der Theorie raus und rein in die Praxis geht. Eine Mastek aufgrund von Trans bekommt man nur, wenn man laut Personenstand männlich ist - und die Personenstandsänderung bekommt man nur, wenn man Hormone einnimmt (in der Regel mindestens ein Jahr lang). Sofern sich daran in letzter Zeit Nichts geändert hat, bedarf es auch hierbei Aufklärung, denn das mit der Mastek ohne Hormone höre ich seit Jahren dauernd und kenne Niemanden, der das umsetzen konnte, ohne ins Ausland zu gehen.
Um zu Detransition zurück zu kommen - ja, es braucht eine ganze Menge Aufklärung in jeder Hinsicht, denn dieses gefährliche Halbwissen sorgt dafür, dass Trans nicht mehr als das medizinische Konstrukt gesehen wird, das es ist. Und dass der ICD sich dem sogar anpasst, zeigt wie sehr sich das selbstständig macht.
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Andererseits weiß ich, dass gerade Eltern und andere Bedenkenträger gerne Sprüche drauf haben wie "Red dir nix ein!" - "Das ist doch nur eine Phase" und ähnliches und ich stelle mir das katastrophal vor für Menschen, die deutlich spüren, dass sie anders sind, und die von niemandem verstanden und ernst genommen werden. Der Umgang mit Betroffenen ist also immer eine Gratwanderung zwischen "Redest du dir da nicht was ein?" und "Du bist wie du bist, und das ist richtig so!" Ich würde mich da als Außerstehender schnell überfordert fühlen.
Vermutlich wäre das als Außenstehender auch gar nicht dein Job. Ich meine, du bist ja nicht dafür verantwortlich, das Selbstbild einer anderen Person gerade zu rücken - das sind wir Alle nicht. Aber Diejenigen, die den Trend zum Trend machen, sind dafür verantwortlich, dass solche Selbstbilder entstehen - die erkennen ihre Verantwortung nur in der Regel nicht, weil sie ja selbst schon ganz tief drin stecken.
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Grundsätzlich halte ich das für ein wichtiges Thema, eben weil gefühlt Niemand darüber reden (oder auch nur darüber hören) will, aber es nunmal Realität ist - und das nicht nur in geringen Einzelfällen.
Hinzufügen kann ich dir aber im Grunde gar nicht mehr viel, denn worum es geht, hast du ja schon vollständig verfasst und natürlich sehe ich den Sachverhalt kritisch - sowohl für die Betroffenen, die in der ganzen Sache ja den Schaden davon tragen, alsauch für die Trans-Community, deren Ruf durch solche Entwicklungen eher schlechter als besser wird, nachdem wir schon fast an dem Punkt waren, im Mittelfeld der Gesellschaft ernst genommen zu werden.
Ich denke, die meisten vermeintlich transsexuellen Jugendlichen haben in erster Linie keine echte Ahnung, was Hormone alles anstellen und wie nachhaltig man seinen Körper damit 'deformieren' kann - denn im Grunde sind das ja Deformationen, die als Nebenwirkung gelten, die wir damit gezielt hervorrufen. Dazu kommt, dass so gut wie kein Arzt ernsthafte Aufklärung leistet, bevor er Hormone verschreibt. Aus eigener Erfahrung würde ich klar sagen, dass sich im Grunde Jeder die Medikation abholen kann, weil die einzige Hürde im Grunde die Geduld ist und wenn man nicht selbst genauer nachfragt, bekommt man zu dem Medikament nur gesagt, wie man es einnimmt - nicht aber, wie ernst die Lage damit eigentlich aussieht.
Bevor ich dein Thema aber aufgrund meiner Meinung sprenge und es zu Grundsatz-Diskussionen kommt: Das ist kein Vorwurf an Irgendwen; ich feinde damit weder Detransitioners, noch zukünftige Detransitioners an und meine auch Niemanden im besonderen, der sich in irgendeiner Form angesprochen fühlen mag.
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Ich bin übrigens immer da, wenn jemand reden will
(Außer Alleppo, Legar, JohnDoe, TraceLight und DrPummelfee, mit euch Rede ich nicht gerne über so etwas, da ich bei solchen Themen immer sehr viel Vertrauen in das Gespräch lege und ich vertraue keinem von euch), da ich weiß, wie es sich anfühlt, ausgegrenzt zu werden und vor allem als Folge dessen anzufangen, sich selbst auszugrenzen.
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Keine Sorge, wird in meinem Fall nicht passieren

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Das Motiv für Mobbing wird dabei doch sehr schnell ausgeblendet. Wenn man von Anderen mies behandelt wird, dann ist der Grund dafür in der Regel nicht der Knackpunkt, sondern der Komplex, der daraus entsteht.
In deiner Situation fühlt es sich natürlich so an, als wäre das Motiv für Mobbing das schlimmere gewesen, aber im Grunde ist es austauschbar. Es wäre für dich ja die selbe Situation gewesen, wenn man dich wegen etwas Anderem auf genau die selbe Weise schlecht behandelt hätte.
Ist ein bisschen so wie mit einer Ohrfeige - die tut immer gleich weh, egal aus welchem Grund man sie bekommt.
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Vielleicht ist bei Mobbing auch gar nicht so sehr der Knackpunkt, womit man inhaltlich verletzt wird - sondern auf welche Art und Weise.
Oftmals sind die Motive und Aussagen ja eigentlich erstmal gar nicht so schlimm für den Betroffenen bzw. könnten ihm sogar egal sein, wenn die Taktik dabei nicht so mies wäre. Wenn jetzt jeden Tag einfach nur Jemand kommt und sagen würde, dass man blöde Schuhe trägt, dann ist das leicht verkraftbar, aber das Vorgehen ist bei echtem Mobbing ja eher so perfide, dass gar nicht so klar mit dem Opfer interagiert und kommuniziert wird, sondern dass man sich über die Person einfach größtmöglich profiliert, um sie klein zu machen - oder sich eben größer zu machen.
An dem Punkt sind die Gründe dann wirklich egal, sondern es geht darum, dass Derjenige ganz klar spürt, dass das ein bewusster bösartiger Angriff war - diese Erkenntnis und dass man sich nicht entziehen kann ist meistens das Verletzende, nicht der Inhalt, was Irgendwer an einem doof findet. Daher ist Mobbing eigentlich immer gleich mies.
Dass es auch Menschen gibt, die sofort 'Mobbing' schreien, wenn ihnen eine Reaktion nicht passt, ist natürlich klar, das bleibt nicht aus.
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Mich wundert es irgendwie, dass du einerseits schilderst, dass ihr bis über beide Ohren verliebt seid und im Grunde die emotional perfekte Beziehung führt (wenn man den Sex ausblendet), du andererseits aber doch sehr konkret darüber sprichst, dass du nach Köln gehen könntest, um dir eine sexuelle Beziehung zu suchen, aber dass du das mit ihm nicht kannst - und dass dieser Plan intensiver wird, je enger ihr zusammen leben wollt.
Irgendwie klingt das für mich nicht so richtig nach den großen Gefühlen, wenn man beim Zusammenziehen mit dem Partner daran denkt, möglichst weit weg zu wollen, um keinen Klotz am Bein zu haben - ihn sich gleichzeitig aber lieber warm zu halten, falls das große Abenteuer doch Nichts wird. Sorry dass ich es so deutlich ausdrücke.
Definitiv würde ich auch sagen, dass eine im Grunde tolle Beziehung zu der Person, die du liebst, sehr viel wertvoller ist, als x-beliebiger (wenn auch guter) Sex, allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob er wirklich deine große Liebe ist oder du dich verpflichtet fühlst, weil du seine große Liebe bist.
Denk einfach Mal drüber nach, ob dein Herz lieber bei ihm sein oder im Grunde lieber abhaun will, denn beides gleichzeitig funktioniert nicht. Solltest du dich dann für ihn entscheiden, dann gibt es sicher Wege, um das mit dem Sex in Ordnung zu bringen - aber wenn die Entscheidung eigentlich eher für Abenteuer ausfällt, dann solltest du vermutlich mit offenen Karten spielen, denn dann ist es eben nicht die große Liebe deinerseits und das sollte er dann auch durchaus wissen. Ihn irgendwann in dem Glauben Sitzen zu lassen, dass du nur weg bist, weil er es nicht gebracht hat, wäre mies, denn das scheint ja definitiv nicht der Hauptgrund zu sein.
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Ich finde, dass es einen riesigen Unterschied macht, wem man in dieser Sache für was genau einen Vorwurf macht, weil man da sehr arg aufpassen muss, wann man gegen Fremdbestimmung rebelliert und wann man über andere Menschen bestimmen will.
- Wenn sich jetzt ein Mann hinstellt und sagt, dass Frauen an den Herd gehören, dann ist das sexistisch.
- Wenn eine Frau sagt, dass Männer gefälligst arbeiten zu gehen haben, während sie zu Hause bleiben können, dann ist das ebenfalls sexistisch.
- Wenn eine Frau bei absolut gleicher Arbeit und selben Qualifikationen weniger verdient, als der Kollege, dann ist das ebenfalls sexistisch.
- Es ist auch sexistisch, wenn eine Frau nach der Scheidung pauschal das Sorgerecht für die Kinder bekommt, ohne dass es dafür erzieherische Gründe gibt.
- Wenn der Mann aber sagt, er will arbeiten gehen und für ihn ist es in Ordnung, dass seine Frau zu Hause bleiben will, dann ist das nicht sexistisch. (sofern er das selbe nicht von anderen Männern verlangt)
- Wenn die Frau sagt, dass sie am Herd stehen möchte, weil das ihrer Vorstellung entspricht, dann ist das nicht sexistisch. (sofern sie das selbe nicht von anderen Frauen verlangt)
usw. usf.
Emanzipation heißt nicht, dass alle Frauen und alle Männer keine klassischen Rollenvorstellungen mehr haben dürfen, sondern dass man nicht mehr in diese Rollen gezwungen wird.
Ich finde es daher sehr verständlich, dass du es nicht in Ordnung findest, wenn deine Freundin (oder Irgendwer) dir sagt, was du als Frau zu tun oder zu lassen hast - aber es ist auch nicht in Ordnung, wenn du deiner Freundin (oder Irgendwem) vorwirfst, sie würden die Entwicklung der Emanzipation dadurch zurück werfen, dass sie sich für das alte Rollenbild entscheiden. Genau genommen ist es auch Emanzipation, wenn sie selbst entscheidet, am Herd zu stehen, weil sie das so will.
Persönliche Erfahrungen mit Rollenbildern... ich glaube, die meisten Menschen, mit denen ich privat zu tun habe, entsprechen eher nicht den alten Rollenbildern - aber eben auch nicht so radikal, dass es ins Gegenteil umschlägt. Ich würde die meisten meiner Freunde schon als typisch männlich in vielen Dingen beschreiben, aber keiner von ihnen kettet seine Freundin an den Herd und ihre Wäsche waschen sie auch brav selbst. Meine beste Freundin ist dafür sehr weit vom klassischen Rollenbild weg - wollte nie Kinder haben; lebt seit Jahren in einer Beziehung, ohne zusammen zu ziehen oder das auch nur Beziehung zu nennen; hat ihre Arbeit meistens als Top-Thema und hat fast keine typisch weiblichen Interessen. Einzig optisch tendiert sie ins klassisch Weibliche. Aus der ganz altbackenen Fraktion oder dem feministischen Gegen-Extrem würde mir da Niemand einfallen - aber vermutlich wären das auch Kontakte, zu denen ich selbst nicht passe.
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...Wäre aber auch voll cool, wenn jemand mit einem Pulli rumläuft, wo die Hetero-Flagge drauf ist
Aber es stimmt, jeder wie er will^^Ist tatsächlich ein interessanter Gedanke - vor Allem in Hinsicht darauf, wie viele heterosexuelle Menschen es normal finden, Flagge zu LGBT+ zu bekennen. Andersherum kommt es einem fast ein bisschen vor, als würde man das Rad neu erfinden

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weirdo
Achso, an Partnersuche hatte ich dabei jetzt gar nicht direkt gedacht - da bieten sich als Erkennungszeichen tatsächlich eher spezifischere Varianten an.
Ich ging jetzt eher genereller davon aus, dass man sich als LGBT+Community zu erkennen gibt, damit sich Kontakte leichter intern knüpfen lassen. Klar sind Befürworter genauso willkommen, aber wenn ich jetzt z.B. gezielt nach Kontakten suchen würde, dann interessiert mich der Befürworter ja eher weniger.
Um es vllt. mit einem Beispiel zu verdeutlichen - wenn ich Jemanden suche, der in irgendeiner Form als Grafiker arbeitet, weil ich Erfahrungen austauschen will oder selbst ein Problem habe, bei dem ich Hilfe suche oder einfach nur Jemanden suche, mit dem man darüber reden kann und der halt weiß, wovon er redet - dann suche ich nicht nach Jemandem, der erstellte Grafiken gut findet, einen Grafiker kennt oder weiß, was Photoshop ist.
Das Beispiel ist sicherlich ein wenig ungeschickt, weil es bei LGBT+ ja nicht um irgendwelche Kompetenzen geht, aber ich denke, im Kern kommt rüber, was ich meine.