Beiträge von JohnDoe

    Mich würden da ja Mal die aufgedröselten Zahlen interessieren, um wie viel schwul/lesbisch/bisexuell/trans jeweils einzeln angestiegen sind. Ursachen kann das ziemlich viele haben - theoretisch kann sogar eine Ursache dadurch entstehen, nach welchem System überhaupt befragt wurde, wer befragt wurde und in welchem Kontext.


    Auch stelle ich mir spontan die Frage, welche Auswahlmöglichkeiten man bei diesen Fragen eigentlich hatte - ich meine, wenn ich morgen in einer durchschnittlichen Schulklasse zum Beispiel einen Bogen austeilen würde, in dem man ankreuzen kann, ob man hetero, schwul/lesbisch oder bisexuell ist und ob man transsexuell ist oder nicht, dann bin ich mir sicher, ich würde in jeder Klasse (20-30 Schüler) mindestens einen Treffer (eher mehr) für bisexuell und/oder transsexuell bekommen. Das wären 3-5% aufwärts, ohne schwul/lesbisch überhaupt mitgezählt zu haben. Würde ich stattdessen aber pansexuell und genderfluid auch noch anbieten, dann würden diese beiden Optionen sicher noch höher im Kurs stehen - die Prozente für bisexuell und trans somit wieder sinken. Befrage ich stattdessen Erwachsene, dann sinken diese Angaben generell wieder drastisch.


    In dem Artikel wurde explizit erwähnt, dass es auch einen Unterschied zwischen besser und schlechter verdienenden Befragten gibt - dort mit der Annahme, besser Verdienende würden weniger ehrlich antworten. Das muss nicht der Fall sein, wenn sich beide Gruppen unterschiedlich mit ihrer Sexualität/Identität auseinander setzen, ein unterschiedliches Bildungssystem besuchen und unterschiedlichen sozialen Umfeldern angehören. Im Großen und Ganzen glaube ich nicht, dass Homosexualität und co. mehr oder weniger vorkommt, als es immer der Fall war - es geben bei diesen Befragungen nur offensichtlich mehr der befragten Personen an, in diese Trefferquote zu zählen, als es vorher bei anderen Befragungen mit anderen Befragten der Fall war.

    Als ich meiner Mutter 2015 mit Hilfe von Cocktails von meiner Sexualität erzählte, sagte sie (und das werde ich ihr nie vergessen): "Du weißt, dass dein Vater das nie akzeptiert hätte."

    ...

    Bei meiner Mutter habe ich eindeutig das falsche Timing gehabt.
    Also kleiner Tipp: Achte auf das Timing, das ist wirklich wichtig.

    Ich denke, du solltest absolut nicht glauben, dass du oder dein Timing dafür verantwortlich wart, wie deine Ma reagiert hat. Du warst 15 und sie eine erwachsene Frau, die zu ihrer Tochter wohl so ziemlich das Schlimmste gesagt hat, was sie zu einem Kind, das einen Elternteil verloren hat, hätte sagen können. Man kann nur hoffen, dass sie ein schlechtes Gewissen dafür hat - egal ob dein Dad ihr verhalten akzeptiert hätte. Du bist definitiv nicht Schuld an ihrer emotional sehr grausamen Reaktion von damals.

    Zur 1. Frage - So richtig kenne ich das Gefühl eigentlich nicht, lieber hetero sein zu wollen. Ich meine, irgendwie kann ich mir ja schlecht wünschen, eine Vorliebe zu haben, mit der ich gar Nichts anfangen kann - das ist vielleicht etwas anders, wenn man bisexuell ist und sich eher auf nur eine von beiden Vorlieben beschränken wollen würde. Sicher hatte auch ich schon öfter den Gedanken, dass es sehr viel einfacher sein könnte, wenn ich auf Frauen stünde, aber so lange mir keine begegnet, auf die es zutrifft, ist die einfache Option für mich nicht automatisch gleichzeitig die wünschenswerte Option.


    Zur 2. Frage - In einem insgesamt sehr gläubigen Umfeld bin ich nicht, aber meine Familie würde ich Mal als recht konservativ beschreiben. Der Eine ist sehr viel konservativer, der Andre dafür vielleicht etwas weniger, aber im Großen und Ganzen will ich lieber nicht so genau wissen, ob heimlich für mich gebetet wird ^^' Auf Nachfrage ist es schon so, dass beispielsweise einer meiner Onkel erklärte, mein Lebenskonzept sei von Gott so sicher nicht gewollt, aber das begründet er beispielsweise nicht damit, dass man mich läutern müsse, sondern dass es ok ist, was ich mache - er das nur nicht als richtig ansieht. Ergo - ja, ich bin geoutet, meine Familie kannte meine bisherigen Beziehungen, sie schließen mich deshalb nicht irgendwie aus, aber sie sind altmodisch genug, lieber nicht zu offen darüber sprechen zu wollen. Viel Kontakt habe ich zum Großteil meiner Familie allerdings schon einige Jahre nicht mehr, ohne dass es jetzt unbedingt daran liegen würde - und mein restliches Umfeld hat mit Glaube und konservativen Lebensentwürfen nicht so viel zu tun.


    Zur 3. Frage - Richtige universal-Tipps gibt es da vermutlich gar nicht, weil jedes Umfeld völlig anders reagieren kann, aber ganz generell würde ich raten, sehr klar in dem zu sein, was du möchtest und wer du bist. Dein Umfeld muss nicht toll finden, was du tust und wenn sie es für falsch halten, dann musst du das akzeptieren - gleichzeitig müssen sie dich aber genauso akzeptieren und das solltest du auch sehr klar ausstrahlen. Ehrlich könnt ihr nur zueinander sein, wenn ihr eure Grenzen gegenseitig kennt und daher solltest du dir vielleicht gar nicht so große Gedanken darüber machen, dass man dich bekehren wollen könnte, sondern es drauf ankommen lassen und ihnen klar machen, dass du dich nicht bekehren lassen möchtest. Das sollte eigentlich keine große Sache sein, wenn du ihnen Etwas bedeutest und sie die Nächstenliebe ihres Glaubens anwenden möchten.

    Klingt stark nach Tendenzen zu Transvestitismus - ob man das nun für pervers halten will, muss wohl Jeder für sich selbst entscheiden, aber mit dir ist definitiv Alles in Ordnung, so lange du damit klar kommst und da kann dir im Grunde auch wirklich egal sein, was Andere davon halten.


    Wenn weibliche Kleidung (welcher Art auch immer) für dich einen sexuellen Reiz hat und dir das Spaß macht - so what? Du tust damit Niemandem weh und es gibt wirklich viele Menschen, die ähnlich ticken oder es anziehend finden, wenn ihr Partner so tickt.


    Von daher wünsche ich dir einfach, dass deine Nachbarn das locker nehmen, wenn du draußen unterwegs bist und weiterhin viel Spaß dabei.

    Grundsätzlich finde ich es schon ganz richtig so, dass man nicht einfach Irgendjemanden fotografieren darf - auch dann nicht, wenn der Fokus auf etwas Anderem liegt, denn so oder so besitzt Jeder das Recht am eigenen Bild selbst, egal wer das Bild macht oder was noch darauf zu sehen ist. Holt man sich nicht die Erlaubnis der Person, die (unter Anderem) auf einem Bild zu sehen ist, dann sollte man dafür auch verklagt werden können.


    Was die Passwörter angeht, halte ich Generatoren eigentlich für relativ unnötig. Ich selbst könnte mir ein generiertes Passwort definitiv niemals merken - verwende aber selbst auch Passwörter, die für Andere sicherlich aussehen würden, als wären sie zufällig generiert. Ein sicheres Passwort bekommt man einfach schon leicht hin, indem man Daten, die nur einen sehr losen Zusammenhang zu einem selbst haben, zerlegt und sie mit Buchstaben von Wörtern vermischt. Das kann man sich gut merken, ohne für Außenstehende lösbar zu sein.


    Als Beispiel - wenn ich meinetwegen etwas mit der Musik von Blink182 anfangen kann, Frodo aus Herr der Ringe mag und ganz gerne Kaffee trinke, kann ich daraus direkt ein scheinbar zufälliges Passwort generieren -> FR18ink2hdGEffe


    Je mehr Wörter oder Daten ich dabei vermische, desto länger kann das Passwort werden, ohne dass dessen Einzelteile lesbar sind - und man kann sich das Passwort sogar notfalls sicher notieren, indem man die Ausgangsbegriffe nutzt, aus denen man es gebaut hat.

    Diese Entwicklung hatte ich so irgendwie nicht erwartet.


    Zunächst Mal muss ich sagen, dass die Administration im Hintergrund auch in letzter Zeit unglaublich gut lief, was Meldungen zu Nutzern und Beiträgen anging - auch wenn es nicht offensichtlich war, dass da eben doch ein Hausmeister im Hintergrund war. Von daher erstmal Danke dafür, das würde so nicht Jeder machen, der seine Zeit eigentlich gerne anders nutzen möchte.


    Dann kann ich auch absolut nachvollziehen, dass man früher oder später aus den Themen und auch aus der Community raus wächst - zumal sich die Community und deren Themen in den letzten Monaten/Jahren sicher auch stark verändert hat. Younggay bewirbt sich selbst an 'schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Jugendliche' - ja, das ist tatsächlich die Überschrift dieser Community - und es kamen viele Diskussionen darüber auf, dass Profile und co. für eine viel größere Zielgruppe angepasst werden sollen. Teilweise habe auch ich meinen Beitrag zu diesen Forderungen beigetragen und bereits seit längerem darüber nachgedacht, ob Forderungen dieser Art überhaupt ok sind und man von Younggay und seiner Administration überhaupt fordern kann oder soll, sich zu verändern. Ich für meinen Teil kam zu dem Schluss, dass es nicht ok ging und möchte mich daher auch entschuldigen, an mancher Stelle zu Druck beigetragen zu haben, der absolut nicht gerechtfertigt war.


    Dennoch muss ich sagen, dass wir hier ein wirklich gutes Forum haben - exakt so, wie es gerade ist. Ohne übermäßig aktive Administration, ohne angepasste Profile für alle möglichen Angaben, ohne große Event-Angebote - ohne all das, weil das Forum schon genau seinen Selbstzweck erfüllt.


    Deshalb würde ich einfach darum bitten, noch einmal darüber nach zu denken, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, die Administration von Younggay ab zu geben. Dafür braucht es sicherlich eine vertrauenswürdige Person, die sich zum Einen bereit dafür erklärt, die Verantwortung zu übernehmen - die zum Anderen aber auch die Absicht hat, den Kern dieser Seite zu erhalten, ohne Alles um zu krempeln. Ob es Jemanden gibt, der dafür in Frage kommt, weiß ich nicht und ich möchte auch nicht dazu drängen, da man so ein langfristiges Projekt sicher nicht gerne aus der Hand gibt - letztendlich wäre es aber die bessere Alternative zu einer endgültigen Schließung des Forums.


    In jedem Fall aber Danke für die Rückmeldung und vorerst einfach viel Freude mit dem Motorrad - das passende Wetter dafür ist ja schon da ^^

    Ich wollte dir auch nicht unterstellen, dass du Nichts tun willst - es klang nur so grundsätzlich demotiviert, dass mir eigentlich keine andere Möglichkeit einfiel, dich aus der Stimmung raus zu schubsen, als sie dir zu spiegeln.


    "Und am Ende geht es doch nur darum was macht mir im Beruf am meisten Fun, wenn ich mein studiertes Fach mag und Enthusiasmus zeige, kann es umso leichter fallen die Schüler mit zu reißen.

    Das einzige was mich an der Situation wirklich stört ist der Fakt, dass es nach Kunst kein anderes Fach gäbe was mich interessierte." Dieser Teil ist sehr klar das, was du eigentlich möchtest und rational gedacht.



    "Englisch? ... Interessiert mich zwar, kann ziemlich gut Englisch reden..." -> "Und so fällt eine Ausweichmöglichkeit nach der Anderen heraus. Aufgrund von nicht erfüllbaren Anforderungen (meinerseits), oder das Fach interessiert mich schlichtweg einfach nicht." Dieser Teil zeigt dagegen aber das, was ich als völlig demotiviert sehe, weil du eigentlich sagst, dich interessiert Etwas und du kannst es auch - gleichzeitig aber meinst, du kannst im Grunde Nichts und/oder interessierst dich für Nichts. Ich würde mutmaßen, dass es an deiner aktuellen Stimmung zum Studium liegt, dass dir kein einziges Fach liegen würde, mit dem man sich inhaltlich beschäftigen muss - vielleicht weil du dir nicht zutraust, Fachwissen in Prüfungen zu leisten. Kunst fällt da raus, weil da nur ein kleiner theoretischer Teil Fachwissen ist und die komplette Praxis so schwammig ist, dass du liefern können wirst, egal ob du es dir zutraust oder nicht, solange du die Begabung dafür eben einfach hast.


    Versteh mich nicht falsch, ich kann das nachvollziehen, wenn man sich Etwas nicht zutraut oder es einen nicht erfüllt und alleine deswegen schon eine Abneigung dagegen hat, auch wenn man weiß, man kann das und eigentlich interessiert es einen auch - das Ding ist nur, dass du dann entweder Etwas finden musst, was dir stattdessen liegt oder es trotzdem erstmal weiter durchziehst. Eine Alternative gibt es bei dir aber gerade scheinbar nicht, weil das mit dem Zutrauen und Spaß haben irgendwie so allgemein nicht gegeben ist, dass es nicht an den Fachrichtungen zu liegen scheint.

    LeGar In Deutschland hat Bildung vermutlich ziemlich wenig mit einem Gemeinschaftsgefühl zu tun. Wenn man sich hier nicht um Alles ganz explizit kümmert, wird einem auch Nichts angeboten und wenn man sich doch kümmert, muss man die Person erstmal finden, bei der man evtl. an der richtigen Adresse wäre. Man geht hier pauschal erstmal davon aus, Jeder käme zurecht, rutscht durchs System und macht dabei möglichst wenig Arbeit.


    GlikeGay Ich hab gerade erstmal überlegt, welche Art Antwort eigentlich die ist, die dir bei deinem Problem hilft - eine aufbauende 'du schaffst das doch mit Links'-Antwort ist es nicht, weil die hast du von deinem Umfeld längst bekommen und irgendwie hast du trotzdem kein Bock auf das, was zur Auswahl steht. Ich machs daher Mal deutlicher - du hast kein Bock. Punkt. Wenn du sagst, du wärst gerne Lehrer und Sprachen kannst du ja ganz gut und Kunst hast du auch drauf, dann ist das die schwammige Art von 'Ich will eigentlich nichts lernen und auch nicht studieren, ich will nur als Lehrer später Dinge tun, die mir eh nicht schwer fallen'. Klingt für mich zumindest arg danach, wenn ich deinen Text lese.


    Wenn du Lehrer werden möchtest, weil du gerne Lehrer wärst, dann musst du leider auch den Hintern hoch bekommen und dafür sorgen, dass du entweder Irgendetwas lernst, was du Kindern beibringen kannst - oder dich freiwillig mit dem Stoff beschäftigst, den du genauso auch an deine Schüler vermitteln würdest. Lehrer sind nicht zum Bespaßen da, sondern für Bildung und Lehramt sollte auch kein Fach sein, das man studiert, wenn man keine Lust darauf hat, etwas 'Richtiges' zu studieren. Künstler halte ich da für einen ähnlichen Drang der Leistungsvermeidung, weil ja Niemand Künstler werden will, weil man so unfassbar viel tun muss, um irgendwie über Wasser zu bleiben, sondern weil es vermeidlich nach einem Job klingt, der sich so in den Tag hinein nebenbei macht, ohne wirklich Arbeit zu sein.


    In kurz und knackig - von Nichts kommt Nichts.

    Ich weiß nicht, ob der verbale Tritt in den Hintern nun mehr geholfen hat, als Zusprüche, aber vielleicht musst du wirklich einfach nur über den Berg, wieder Etwas tun zu wollen. Für mich klingt es danach.

    Transsexuell

    1. Wie fühlt man sich nach einer Umoperation?

    - Das kommt darauf an, welche Operation es ist. Grundsätzlich sind alle davon einigermaßen schmerzhaft in der ersten Zeit und man braucht erstmal Erholungszeit, bis man das reflektieren kann. Sobald es einem wieder gut geht, macht man sich eigentlich erst wirklich mit den Veränderungen vertraut - klar ist da auch eine extreme Freude und Erleichterung, weil man sich ja zum ersten Mal richtig - oder zumindest ein Stück richtiger - in seiner Haut fühlt, aber dennoch ist das erstmal fremd, wenn einem plötzlich etwas fehlt, was vorher da war - oder man einen Fremdkörper hat, der erstmal angenommen werden muss. Grundsätzlich betrifft einen das aber eher nur sehr persönlich, weil die meisten transsexuellen schon vor der ersten Operation in ihrem gefühlten Geschlecht leben, eine Hormontherapie bekommen und oft für ihre Außenwelt gar nicht mehr als ihr genetisches Geschlecht zu erkennen sind. An der Sozialisation ändert eine Operation also eigentlich gar Nichts, weil die schon abgeschlossen ist.


    2. Wie fühlt es sich an, eine "Transe" zu sein?

    - Wie fühlt es sich an, ein Junge oder ein Mädchen zu sein? Transsexuelle fühlen sich genauso, wie jeder Andere auch - sie stecken dabei bloß im falschen körperlichen Geschlecht fest.

    Wenn man sich als Junge vorstellt, man würde morgen als Mädchen aufwachen - und Niemand um einen herum kann sich daran erinnern, dass man eigentlich ein Junge ist (außer man selbst), dann dürfte man ungefähr eine Vorstellung davon haben, wie man sich als Transsexueller fühlt. Das ändert sich natürlich, sobald man Menschen findet, die einen ernst nehmen, aber bis dahin ist da oft der Gedanke, ob man selbst einfach spinnt - oder alle Anderen taub und blind gleichzeitig sind.


    3. Ist es gut für die Gesundheit?

    - Transsexualismus ist als Geschlechtsidentitätsstörung im ICD gelistet und somit als krankhaft diagnostiziert. Gesund ist Transsexualität somit also grundsätzlich nicht, wie auch eine Depression nicht gesund sein kann. Transsexualität ist allerdings auch nicht heilbar, sodass die Behandlung darin besteht, die Differenz zwischen gefühltem Geschlecht und körperlichem Geschlecht einander an zu gleichen. Sobald es die Differenz nicht mehr gibt, löst sich das komplette Störungsbild automatisch auf. Da man an dem Zugehörigkeits-Gefühl eines Transsexuellen zu seinem gefühlten Geschlecht aber genauso wenig Etwas verändern kann, wie an dem eines Nicht-Transsexuellen, gleicht man das körperliche Geschlecht an.

    Ein Haken an der Sache ist allerdings, dass jeder Mensch einen gesunden Hormonpegel braucht - sollte bei einem Transsexuellen nun das entsprechende Organ entfernt werden, das das falsche Hormon produziert, muss das richtige Hormon zwingend über die komplette Lebensdauer extern zugeführt werden. Dabei gibt es unter Umständen Nebenwirkungen und Risiken, für oder gegen die man sich entscheiden muss.


    Homosexualität

    1. Wie fühlt man sich in der Öffentlichkeit, wenn man homosexuell ist?

    - Ehrlich gesagt würde ich behaupten, man fühlt sich relativ normal? Ich weiß nicht, wie man sich als Mann in der Öffentlichkeit fühlt, der auf Frauen steht, aber die meiste Zeit über ist das für mich gefühlt jetzt nicht so ein großes Thema, nach welchen Kriterien ich meine Partnerwahl treffe. Wenn ich mit einem meiner bisherigen Partner irgendwo in der Stadt war, denke ich nicht, dass uns so viele Leute überhaupt angemerkt haben, ob wir ein Paar sind oder nicht - was man einem Mann und einer Frau ja auch erstmal nicht ansieht, die gemeinsam unterwegs sind. Klar kam es dann vor, dass doch Mal Jemand abschätzend guckt, wenn man den Arm umeinander gelegt hat oder sowas, aber wenn das neutrale Blicke sind, grüße ich notfalls einfach offensiv freundlich und meistens löst das bei der fremden Person dann auch eher den Höflichkeits-Reflex aus. In der Regel wollen die meisten Leute einem nichts Böses signalisieren mit ihrer Irritation und das merkt man auch - so unterschiedlich oder ausgegrenzt fühlt man sich (meines Erachtens nach) also nicht.

    'Tote Mädchen lügen nicht' - eine eher dramatische, ernstere Handlung, die Stück für Stück von dem Mädchen nach erzählt wird, die das Ganze erlebt hat. Erzählt wird die Geschichte allerdings nicht bloß dem Zuschauer, sondern auch den Personen der Serie, die darin Involviert waren.


    'Skins' - Teenie Trash, der ziemlich freaky und chaotisch überspitzt wird. Staffel 1 und 2 fand ich stimmig, auch wenn die Serie an sich wohl arg Geschmackssache ist. Ab Staffel 3 werden allerdings alle Charaktere ausgetauscht, weil die Handlung der ersten beiden Staffeln abgeschlossen ist und ab da wurde mir die Stimmung der Serie dann einfach zu albern.


    'Full House' - Ist vermutlich allgemein bekannt, aber für Berieselung nebenbei mag ich die Serie nach wie vor, auch wenn sie die üblich amerikanisch-kitschige Familien-Sitcom ist.


    'The end of the f***ing world' - Flacher, makaberer Humor um zwei Teenies, die beide wohl ihren ganz eigenen Knacks weg haben und zusammen durchbrennen.


    'Atypical' - Dreht sich um den Alltag eines autistischen Jugendlichen, ohne dabei zu einer Doku zu verkommen. Ist ziemlich empathisch und realitätsnah dargestellt und trotzdem absolut verständlich, wenn man realen Autismus nicht kennt.


    'Reign' - Siedelt sich irgendwo bei pseudo-historisch an und nutzt zwar vereinzelt Namen und Rahmenhandlung der englischen und französischen Geschichte, aber legt den Fokus mehr auf die soziale Interaktion der Charaktere. Ich bin noch nicht ganz durch und stellenweise wirkt das Beziehungsdrama einzelner Damen auf mich sehr repetitiv, aber früher oder später gibt es dann doch immer wieder Jemanden, der einen mehr oder weniger genialen Plan hat, um die höfische Gesellschaft in Schwung zu bringen und auch sonst bekommt es die Serie gut hin, 'Antagonisten' sympathisch und spannend einzusetzen, ohne sie zwischendurch von der Bildfläche verschwinden zu lassen.


    'Versailles' - Ebenfalls pseudo-historisch und Reign nicht ganz unähnlich, aber die Politik spielt in kleinerem Rahmen, die Dramen drehen sich weniger um Romanzen und es geht zunehmend blutiger zu. Beurteilen kann ich nur die 1. Staffel - die 2. ist vor Kurzem erst online gegangen.

    Mich wundert es eigentlich eher, dass das jetzt so aufkommt, als wäre das etwas völlig Neues. Es ist nicht so, dass diese ganzen Seiten wie Facebook neuerdings ins Marketing einsteigen und plötzlich auf die Idee kämen, die Daten für Werbung zu nutzen, die ihnen gefühlt Jeder mit Kusshand nachwirft - diese Firmen sind überhaupt erst so groß und erfolgreich geworden, weil genau das deren Geschäftsmodell ist und war.


    Kein Unternehmen macht Gewinn damit, Usern eine kostenlose Seite zur Verfügung zu stellen, die den Betreiber durchaus selbst Geld kostet. Das Geld kommt daher, dass jeder Eintrag dort ein potenzielles Daten-Produkt ist, jeder User Zuschauer von Werbeflächen ist und man Facebook daher durchaus als den Kommunikator zwischen Werbefirmen/Callcentern und deren Verbraucher sehen kann.


    Mit den Rechten an Bildern ist das genauso wenig eine neue Entwicklung, denn laut den AGB gehört einem User sein eigenes Bild in dem Moment schon nicht mehr, in dem er es auf Facebook hochläd - sofern Facebook Interesse an dem Bild hat und es nutzen will. Läd nun Jemand aber ein Bild hoch, das ihm gar nicht selbst gehört, ist das weniger einfach und daher wuseln sich die Seiten in ihren AGB meist damit aus der Sache raus, den User bestätigen zu lassen, dass er ohnehin keine Bilder nutzen darf, die ihm nicht gehören. Würde ich mich jetzt aber bei Facebook anmelden und auf die Idee kommen, meine eigenen Bilder hoch zu laden, dann könnte Facebook also durchaus meine Bilder verwenden, um damit eine Werbekampagne zu drucken. Ich könnte zwar versuchen, eine Klage wegen meinem Urheberrecht durch zu bekommen, das evtl mehr Gewicht hat, als deren AGB, aber bevor ich die gewinne, bin ich an den Gerichtskosten schon 100 Jahre eher pleite als Facebook.


    Was die Art und Weise angeht, wie Daten beschafft werden, habe ich nicht wirklich Ahnung, wo sie die überall her bekommen - ich nutze schlichtweg kein Facebook, Whatsapp und co. - nicht weil ich deren Geschäftsmodell boykottieren will, sondern weil ich dem Konzept der Angebote Nichts abgewinnen kann und keinen persönlichen Mehrwert darin sehe.


    Wer allerdings einen Nutzen darin sieht, sich im Netz auszustellen oder mit der halben Welt zu kommunizieren, der muss sich eben darüber im Klaren sein, dass auch wirklich die halbe Welt daran Teil hat und diverseste Daten rund um den Globus landen (erstrecht bei dem Betreiber der Seite + Geschäftspartner). So funktioniert Internet.

    Insgesamt würde ich von meinen Träumen dennoch nicht erzählen, weil sie erstens recht wenig Sinn ergeben und zweitens irgendwo dann doch privat sind. Aber vor allen Dingen möchte ich nicht, dass jemand sie falsch interpretiert. Das geht nämlich schön einfach und da ein Haufen Menschen zur Überdramatisierung neigen, bekomme ich am Ende noch den nett gemeinten Rat, mich möglichst schnell einweisen zu lassen. Darauf kann ich gut verzichten.

    Man muss sich auch nicht in seine Gedanken sehen lassen, die nunmal das Persönlichste sind, was man überhaupt hat, von daher finde ich das recht gesund, dass du da kein großes Mitteilungsbedürfnis hast. Wenn das allerdings nur daran liegt, dass du wirklich Angst davor hast, wegen Träumen eingewiesen zu werden, dann kann ich dich beruhigen - damit nimmt dich keine Klinik auf, weil es absolut nicht krankhaft ist, komische Dinge zu träumen und Kliniken dich meist erst dann aufnehmen würden, wenn du dich wegen dieser Träume beispielsweise umbringen wollen - oder dich bzw. Andere wegen/während dieser Träume verletzen würdest. Einfach so kommt man da nicht rein.

    Noch nie etwas geträumt trifft zwar bei mir definitiv nicht zu, aber ich würde sagen, dass bei mir gerne Mal Monate bis Jahre zwischen zwei Träumen liegen, die ich bewusst wahrnehme - und wenn ich sie wahrnehme, dann meistens in einem kurzen Zeitraum geballt, bis es eben wieder aufhört.


    Eine Bedeutung haben die Träume sicher, weil das Unterbewusstsein damit ja Irgendetwas verarbeiten will, aber meist sind meine Träume sehr diffus, an keine realen Ereignisse oder Personen gebunden und nicht klar als Traum oder Alptraum differenziert. Fliegen, Fallen, Wegrennen - solche Dinge wiederkehrend.


    Ob man einem Anderen erzählt, was man träumt... ganz allgemein würde ich da jetzt kein Geheimnis daraus machen (sonst stünde hier dieser Post wohl auch nicht), aber wie bei den meisten persönlichen Themen ist ja die Frage, wem man nun wie viel und welche Anteile erzählt. Manches muss Niemand wissen, Manches möchte man vielleicht bei dem Partner oder engen Freunden los werden, aber letztendlich könnte man einen Traum wohl ohnehin nie so wiedergeben, wie er im eigenen Hirn aussah.

    LeGar Na das klingt ja tatsächlich schonmal nach einer Besserung. Kann mich noch gut an Diskussionen um Mathe-Prüfungen erinnern, in denen es Abzugspunkte gab, wenn man einen saubereren Lösungsweg hatte, als der den das Lehrbuch vorschlug, einfach weil es nicht der Weg war, der verlangt wurde. Solche Situationen gab es bei uns unglaublich oft in sämtlichen Fächern, weil es nicht darum ging, etwas richtiges gemacht zu haben - sondern darum, heraus zu bekommen, was der Lehrplan von einem hören möchte. Mancher war in Hellseherei somit wohl besser, als in eigenen Denkansätzen ^^

    Hab die Fragestellung auch nur bedingt verstanden, aber ich antworte Mal so, wies mir passend vorkommt.


    In meiner Schulzeit habe ich in den letzten Jahren definitiv meine Freunde vermisst, die zwei Stufen über mir waren und somit auch zwei Jahre vor mir abgingen.

    Wenn es weniger handfest sein soll, dann habe ich wohl auch durchgehend Raum für intelligentes Lernen vermisst, der bei all der Auswendig-Lernerei und dem stumpfen Nachplappern von Lehrersprech ja nunmal weder gefördert wird - noch erwünscht wäre. Schätze, das hat sich bis heute nicht großartig geändert.


    Was ich dagegen heute aus meiner Schulzeit vermisse... jeden Tag die Freude darüber, wenn es rum ist? ^^'

    Ich kann Schulzeit absolut Nichts abgewinnen und denke, ich hätte die Zeit konstruktiver nutzen und dabei besser lernen können. Wüsste auch nicht, was ich aus der Zeit nützliches mitgenommen hätte, das ich nicht ganz wo anders gelernt habe.

    Der Spruch von Eltern, man würde sich später wünschen, wieder 'nur' zur Schule gehen zu müssen, hat sich für mich leider nicht bewahrheitet.

    Du schreibst das so, als bräuchtest du lediglich das Verständnis deiner Ma, um dann im Anschluss Hormone zu nehmen, sobald sie das absegnet. Ich weiß nun nicht, wie weit du offiziell bist, aber ob du Hormone bekommst und wann du sie bekommst, entscheiden ja durchaus auch noch Therapeut und Endokrinologe - bei denen es oft die Tendenz dazu gibt, ebenfalls keine Hormone zu verschreiben, bevor du aus dem Wachstum raus bist. Das muss nichtmal mit 18 der Fall sein.


    Zudem brauchst du die aktive Therapie und solltest schon längere Zeit als Mann sozialisiert sein - wovon Zweiteres auch deine Ausbildung betrifft und Hormone dort somit kein Problem sein sollten, wenn man dich dort ohnehin als männlich handhabt.


    Ob deine Ma das Ganze dann toll findet, könnte zwar vom verschreibenden Arzt erfragt werden, aber wenn die Diagnosen klar sind, dürfte ihre Meinung dazu nicht besonders von Interesse sein.