Beiträge von JohnDoe

    Ich will dir nun nicht den Floh ins Ohr setzen, nicht auf deine Ma zu hören - aber in dem Fall rät sie dir ziemlich genau das Gegenteil von dem, was man über Bewerbungsgespräche lernt, denn da ist doch eindeutig wichtig, dass du dich einigermaßen wohl fühlst, solange du trotzdem angemessen auftrittst.


    Wenn es also nicht gerade um einen Job geht, in dem du weiblich uniformiert erscheinen musst, gibt es auch keinen Grund, das für deine Vorstellung zu machen. Ob du nun trans bist oder nicht, hat damit eigentlich gar nicht viel zu tun, denn letztendlich geht das deinen potenziellen Arbeitgeber im Vorfeld gar Nichts an und wenn er einigermaßen professionell ist, interessiert es ihn auch nicht, weil das sicher kein Kriterium für oder gegen die Stelle ist.


    Sei einfach du selbst, dann kannst du dich im Nachhinein auch über Nichts ärgern.

    Ich denke, da hast du schon den richtigen Ausweis gefunden - so weit ich weiß, gibt es da auch nur einen - auf dem steht der Text aber zwei-sprachig, also dürfte der auf Englisch dann eigentlich auch im Ausland Alles erklären. Rechtliche Gültigkeit hat er aber eben nicht, sondern ist rein dafür gedacht, dass du den Vorzeigen kannst und nicht vor anderen Leuten erklären musst, sondern Derjenige es sich kurz durchliest - ersetzen tut es den Personalausweis nicht.


    Ob du nun in den Mädchen-Schlafsaal _musst_, ist da eine Sache, die sich nicht nach Gesetzen richtet. Wenn die Betreiber der Meinung sind, dein Anliegen unterstützen zu wollen, dann können sie das und wenn sie es nicht wollen, dann dürfen sie sich auch dagegen entscheiden, ohne dass man sich großartig dagegen wehren kann. Das ist aber im Grunde fast überall so, denn jedes Unternehmen kann das exakt genauso entscheiden, solange es nicht um rechtlich relevante Dinge geht, die z.B. deinen vollen eingetragenen Namen oder Ähnliches voraussetzen. Bei der Herberge wäre es nur dann nicht möglich, dich im Jungen-Saal unter zu bringen, wenn es sich bei dir nicht um einen Jungen handelt - da genau das aber der springende Punkt ist, kannst du schon davon überzeugen, dass du genau da hin gehörst, auch wenn deine Personalien was andres sagen.


    Edit: Mir fiel da gerade noch ein - der Ergänzungsausweis ist (jedenfalls in Deutschland) sogar schon einigermaßen bekannt. Das heißt, einige größere Unternehmen hatten damit schon zu tun und haben sich weit genug informiert, um zu wissen, dass Jemand, der so einen Ausweis besitzt, zwangsläufig auch eine Diagnose gestellt bekommen hat, denn ohne Diagnose bekommt man den Ausweis nicht. Der wird also schon recht ernst genommen, wo man ihn eben kennt.

    Ich schätze da hilft leider nur, dich an die entsprechende Einrichtung direkt zu wenden und auf deren Verständnis zu hoffen - ansonsten empfehle ich nach wie vor einen Ergänzungsausweis, der als Anhang zu deinem Personalausweis dient und einfach nur dafür da ist, dass du selbst gar Nichts weiter erklären musst. Letztendlich könntest du gegen die Entscheidung aber Nichts machen, wenn Alles schief geht und du dennoch im falschen Saal eingeteilt wirst, solange dein Personenstand nicht geändert ist, daher würde ich dir raten, dich möglichst persönlich mit den Leuten zu unterhalten, um ihnen eine Ablehnung schwerer zu machen.

    Ich denke, da ist Organisation der Knackpunkt. Wenn die Krankenkasse einem die Anschrift des Gutachters sendet, ist meist noch massig Zeit, sich genau zu informieren, welchen Beruf dieser Gutachter genau hat und auf was er in seinem eigentlichen Beruf spezialisiert ist. Passt das von vorn herein schon nicht so recht, dann kann man einen Gegenvorschlag machen oder um die Anschrift eines anderen Gutachters bitten. Wenn sich aber erst im Gespräch herausstellt, dass der Gutachter komisch ist, darf man ihm durchaus sagen, was nicht in Ordnung ist und dass das nicht passt.


    Im Großen und Ganzen gehört es aber zu dem Gutachten dazu, dass auch das Auftreten beschrieben wird - also Schminke, Kleidung, Verhalten etc. weil Derjenige, der den Beschluss entscheidet, ja nicht bei dem Gespräch dabei ist und sich das Alles anhand der Aufzeichnungen zusammenreimen und vorstellen muss. Letztendlich kann ich mir aber kaum vorstellen, dass ein Antrag tatsächlich wegen dem Erscheinungsbild abgelehnt wird, sondern höchstens dann, wenn das einen starken Widerspruch im Gesamtbild ausmacht und Zweifel an der Diagnose bestärkt.


    Ich muss aber sagen - obwohl ich sonst relativ kritisch bin, was Behörden-Menschen angeht - empfand ich alle meine Gutachter als sehr, sehr viel gelassener, als jeden 'normalen' Psychologen, den ich genießen durfte.

    ... dass als trans* Person da schon so ein Exklusivitätscharakter besteht, der wenn wir ehrlich sind ja auch vom Staat ein bisschen gefördert werden. Nicht umsonst sagen immer alle, wie Schubladenmäßig man bei den Gutachter*innen auftreten müsse.



    Hugs

    Huh, wie meinst du das mit der staatlichen/medizinischen Komponente? Aus eigener Erfahrung hätte ich bisher behauptet, dass das genau die Anlaufstellen sind, wo es als einziges um handfeste Einschätzungen geht, die mit Lifestyle Nichts am Hut haben - verstehe ich daher nicht so ganz, wieso ausgerechnet da Exklusivität und Klischeebilder gefördert werden sollten Oo?

    ... obwohl ich auch dachte, dass Laure trans ist? Na ja

    Ist viel Interpretationsspielraum - letztendlich weiß ich nicht, auf was das Drehbuch wirklich hinaus wollte, aber rein vom Sehen des Films sind mehrere Varianten möglich, wo sich Laure ansiedelt. Ich will nicht spoilern, aber da du den Film gesehen hast, winke ich nur Mal mit dem Zaunpfahl zum Ende des Films, als Laure ihrer Freundin eine Frage zum zweiten Mal - und dann eben anders beantwortet. Ich denke, wenn sie ein Trans-Junge hätte sein sollen, wäre z.B. das deutlich anders gelöst worden. Zumindest würde ich es als sehr bitteren Beigeschmack empfinden, dass sie die Antwort gibt, die sie eben gibt.

    Beschäftigen _müssen_ tut man sich grundsätzlich erstmal mit gar Nichts :D


    Ich denke aber, ich weiß, was du meinst, auch wenn du da vielleicht gar nicht so viel Wert drauf legen solltest, was irgendein Medium vorgibt und da ist es eigentlich fast egal, welches Medium man nimmt, denn selbst das gute alte Wikipedia wird genauso von Privat-Personen geschrieben, die etwas zu wissen glauben, wie die meisten anderen Informationsquellen auch. Letztendlich kann man sich da nur sein eigenes Bild machen.


    Was den Film angeht, ist das nun auch weniger eine Doku, als eine erzählte Geschichte - also Nichts, wo man gefilterte Fakten rausziehen könnte und auch sonst hat man den Eindruck, dass das gesprochene Wort die Handlung kaum erklärt. Im Großen und Ganzen ein relativ typisch französischer Film, den man nur gut finden kann, wenn man ruhige und minimalistische Drehbücher mag. Ansonsten kann ich dich aber beruhigen, denn Thematisch scheint er das ziemliche Gegenteil von dem zu sein, was du auf Youtube zu dem Thema gefunden hast.

    Wirklich beurteilen, was da nun in wie weit zutrifft, mag ich eigentlich auch nicht, weil ich mich zu wenig damit befasst habe, aber mir fiel da gerade ein Film ein, den ich vor Jahren Mal gesehen habe - Tomboy - einige Kommentare zu dem Trailer mögen zwar behaupten, es ginge dort um einen Trans-Jungen, aber dafür gibt die Handlung keinen expliziten Anhaltspunkt, weil das Mädchen dort nie davon spricht, eigentlich ein Junge zu sein, sondern auf den ersten Blick erstmal einfach nur gern in die Rolle schlüpft und das auch erstaunlich gut hinbekommt.

    Ich glaube, eine persönliche Meinung habe ich dazu so erstmal gar nicht, weil ich mir nur ein sehr schwaches Bild davon machen kann, wie sich deine Freundin verhält, welche Wirkung sie hat und wie ich das einstufen würde. Würde ich vermessen finden, sie da pauschal als ganz explizite Person zu bewerten, die sich dazu nicht weiter äußern kann - und die sich letztendlich vielleicht auch gar nicht so sehr von vielen anderen Transidenten unterscheidet, die das nur nicht so offen sagen, wie sie mit ihrer Identität umgehen.


    Wenn man es nun aber faktisch angehen will, kann ich dazu eigentlich nur sagen, wie ein Gutachter das beurteilen würde - bzw. wie die Richtlinie der Begutachtung aussieht - denn dort ist Top 1 Kriterium gegen das Vorliegen einer Transidentität, dass man ein sexuelles Bedürfnis mit der Wunschidentität verknüpft. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man sich nicht wünschen darf, im Wunschgeschlecht Sex zu haben, was nunmal klar dazu gehört, sondern es meint die direkte Verbindung, die Identität mit sexuellem Zweck gleich zu setzen und das darauf fokussiert auszuleben.


    Ob man das so ganz als gerechtfertigte Richtlinie nachvollziehen will... letztendlich darf sich jeder Trans nennen, der das möchte und Niemand muss dafür eine Prüfung ablegen. Wichtig wird das eigentlich erst, wenn man über den Smalltalk darüber hinaus geht und man nicht von einer Lebensphilosophie, sondern eben von einer eingetragenen Diagnose redet. Eurer Freundschaft zuliebe würde ich also Empfehlen - nehm ihre Identität ungefähr so weit hin, wie du möchtest, dass sie deine nicht in Frage stellt, denn dich in die Nesseln zu setzen, wäre ein Job, den man vielleicht nur dann machen sollte, wenn da keine engere Freundschaft im spiel ist.


    Soll natürlich nicht heißen, dass du nicht hinterfragen sollst und vielleicht wäre da deine Freundin eine gute Anlaufstelle, um dir ihre eigene Sicht dazu schildern zu lassen, aber wenn sie dann meint, klar trans zu sein, dann gibt es da erstmal kein Gegenargument.

    Ich denke, dass sich beides nicht unbedingt gleich verhält - einmal die sexuelle Orientierung und zum anderen die Geschlechtsidentität.


    Bei der sexuellen Orientierung gehe ich davon aus, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen - eventuell erstmal eine Veranlagung, die wir ja für jede unserer Vorlieben schonmal grob haben und die sich vermutlich da findet, wo wir entscheiden, wen wir sympathisch finden und wer ganz intuitiv nicht zu unsren eigenen Eigenschaften passt. Dass dann aber in den Geschlechtern unterschieden wird, hängt vielleicht einfach davon ab, dass wir Eigenschaften und Verhaltensweisen da ganz anders verknüpfen. Wenn ich nun etwas ganz besonders an einem Mann mag, dann werde ich das an einer Frau zwar vielleicht auch mögen, aber ich nehme es anders wahr - geht mir persönlich zumindest so. Das Ganze lernen wir vermutlich durch unser Umfeld, werden darin geprägt, was wir an wem wie wahrnehmen und verknüpfen das dann entsprechend nach Geschlechtern, weil das nunmal so ziemlich das einzige Kriterium ist, bei dem wir als Kind lernen, dass wir sie binär einteilen können, jeder eines besitzt und es im Alltag auch oft genug eine Rolle spielt, um als wichtiger wahrgenommen zu werden, als z.B. Haarfarben. Zu wem man sich dann letztendlich mehr hingezogen fühlt, hat also mit dem eigenen Geschlecht meiner Theorie nach gar nichts zu tun, sondern alleine damit, wie wir das bevorzugte Geschlecht wahrnehmen - letztendlich weniger ein 'ich bin schwul' als ein 'ich bevorzuge Männer als Partner'.


    Bei Trans kommt es wohl ein bisschen darauf an, aus welcher Perspektive man das sieht. Einerseits könnte man sagen, das gefühlte Geschlecht ist das 'echte' Geschlecht und dann wäre die logische Konsequenz, dass man so geboren wird, weil man von Geburt an direkt im falschen genetischen Geschlecht gelandet ist. Andererseits könnte man aber auch der Ansicht sein, dass die Genetik erstmal keinen Fehler gemacht hat und das gefühlte Geschlecht da einfach nur im Kontrast steht - in dem Fall gibt es da bisher keine fundierte Antwort und sicher kann man bei jedem Menschen mit vielen Interpretationen einen Grund dafür finden, was da ein Auslöser gewesen sein könnte, sich mit dem eigenen oder eben nicht mit dem eigenen Geschlecht zu identifizieren, aber das würde ja eigentlich heißen, dass Trans eine Art Störung ist, vor der man sich ja sehr wohl mit dem eigenen Geschlecht identifizierte, bis eben Irgendetwas passiert, was das durcheinander bringt. Das ist so aber nicht, denn die Wahrnehmung von sich selbst schaltet sich bei Trans ja nicht einfach irgendwann um und wir identifizieren uns mit unserem gefühlten Geschlecht auch genauso intuitiv, wie das Jeder Andere auch tut. Ich denke also, wenn Trans nicht angeboren ist, dann würde ich den Grund dafür irgendwo in den Prägungsphasen des 'Ich' im Kleinkind-Alter suchen, in dem es gefühlte Geschlechter noch nicht gibt. Ob und welche Auslöser das sein könnten... fraglich.

    So wirklich zügig muss das ja im Grunde nicht sein - also klar sprach ich jetzt von den letzten Tagen, wo es mir massiv auffiel, dass gefühlt 90% der neuen Beiträge, die mir im Talk gezeigt wurden, Kontaktsuche war, aber ich meinte im Grunde ja nicht, dass sowas am besten gestern schon verschoben sein sollte. Auf Anhieb sehe ich da aber z.B. einen Thread, der seit März im Talk hängt und dazu dann eben Alles, was sich noch so angesammelt hat.


    Dass nicht immer Zeit da ist, ist mir klar - ist ja nicht so, dass es nicht auch die Ankündigung offiziell gibt, derzeit keinen Support zu haben und da wollte ich nun auch nicht drängeln, sondern eher Mal anklopfen, falls das bisher nicht weiter aufgefallen ist.

    Bevor ich extra dafür einen ganz neuen Thread erstelle, grabe ich doch den hier einfach Mal wieder zu den Themenbereichen aus.


    Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass in den Bereichen - Talk-Boys, Talk-Girls und Talk - Bi - relativ viele Kontakt-Gesuche gepostet werden und die auch einen zunehmend großen Teil der neuen Beiträge in diesen Unterforen ausmachen.


    Wäre es da nicht ganz sinnvoll, diese Themen in die tatsächliche Kontakt-Börse zu verschieben, damit neue Beiträge einfach auch auf den ersten Blick wieder in der richtigen Kategorie angezeigt werden und neue Gesuche vielleicht auch automatisch da gepostet werden, wo alle anderen vorher schon zu finden sind?

    Wenn du so schreibst, was dir durch den Kopf geht, kann ich ziemlich nachvollziehen, dass du dann eigentlich gar keinen richtigen Mut und Antrieb haben kannst ^^


    Klar kann ich das verstehen, dass du draußen immer im Hinterkopf hast, Alle müssten sofort sehen, dass da was faul ist - am besten noch aus einem Kilometer Entfernung - einfach weil du selbst weißt, was Sache ist. Tatsächlich ist das aber nicht so, wenn du dich eben nicht besonders weiblich anziehst und auch sonst entspannt genug bist, um nicht alleine schon durch Unsicherheit aufzufallen. Wenn du draußen unterwegs bist, dann sehen dich die meisten Leute vermutlich gar nicht so bewusst an - die registrieren dich, einfach weil du zur Umwelt gehörst, aber eigentlich geht es dir selbst doch sicher genauso, dass du kaum beschreiben könntest, an wem du eben vorbei gelaufen bist, wenn man dich danach fragen würde. Dazu kommt, dass du dich eigentlich gar nicht rechtfertigen musst. Wenn du dich als Mann vorstellst, dafür einen männlichen Namen nennst oder auch einfach eine weibliche Anrede berichtigst, dann hat dein Gegenüber erstmal gar keine andere Wahl, als das so anzunehmen, denn wenn Derjenige es nicht zu 100% besser weiß, kann der sich zwar seinen Teil denken, aber vielleicht denkt er auch einfach gar Nichts, außer dass es ihm peinlich ist, dich zuerst falsch angesprochen zu haben.


    Was deine Eltern und deine Freunde angeht... ich geh Mal nicht davon aus, dass die das direkt ablehnen oder anders extrem darüber urteilen, sondern einfach nur unsicher sind, weil die überhaupt nicht wissen können, wie sie damit umgehen sollen und du eigentlich der Experte sein musst, der es ihnen erklärt - oder zumindest ohne große Erklärung die Richtung zeigt. Durch ein Outing verändert sich für einen Transidenten Nichts und das wird es auch beim zweiten oder dritten Mal nicht. Es verändert sich aber Etwas, wenn du darauf bestehst und aktiv durchsetzt, was du willst bzw. nicht willst.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das hormonell begründet ist - gerade wenn du noch nicht ganz aus der Pubertät raus bist und der weibliche Hormonhaushalt ja generell gerne Mal ziemliche Achterbahn fährt, kanns schon sein, dass du da auch in den Stimmungen kippst. Wichtig ist eigentlich, dass du unterscheiden kannst, ist das jetzt gerade nur phasenweise, weil es einfacher wäre, das Ganze bleiben zu lassen oder schwingen die Zweifel eigentlich immer unterschwellig mit, auch wenn du gerade eher stabil drauf bist.


    Was mich ein bisschen hellhörig macht, ist aber auch, dass du Niemanden dabei haben magst, den du kennst, wenn du in der männlichen Rolle bist - klingt für mich ein bisschen, als hättest du Panik davor, dass es ernst wird, wenn das nicht mehr nur dein Ding ist, das du jeder Zeit ohne Aufwand und Erklärungen beenden kannst. Dabei hast du da eigentlich gar keinen Druck, weil du das Tempo grundsätzlich runter drehen und dir einfach Zeit nehmen kannst, klar zu kommen.


    So lange du noch keine endgültigen Entscheidungen triffst, ist es völlig ok, ein wenig zu schwanken und in der Regel stehen endgültige Entscheidungen auch noch gar nicht an, solange du noch in dem Doppel-Leben steckst. Wäre also eine Überlegung wert, ob du dich mit dem ersten Schritt anfreunden kannst, dich von dem hin und wieder weiblich Sein zu trennen - damit meine ich nicht, ab dann den Klischee-Kerl zu miemen, sondern dich einfach nur Personen als männlich vorzustellen und zu testen, wie du damit klar kommst, in der Rolle dann auch zu überzeugen, ohne dich ins alte Schneckenhaus zu retten. Wenn du das hinbekommst, bist du eigentlich an dem Punkt, an dem du spätestens feststellen solltest, das ist dein Ding - oder es ist eben nicht dein Ding.

    oooch, als ich meinen post schrieb gab ich nur so einen eindruck wieder (...) damit meinte ich allerdings beispiele aus vielen anderen threads, die ich so gelesen habe. und das bezieht sich nicht alleine auf threads in diesem forum.

    Ich werde daraus tatsächlich nicht viel schlauer, aber weil du semantisch nicht auf den Kopf gefallen bist, geh ich einfach Mal davon aus, dass das auch nicht ganz unbeabsichtigt ist - solltest du allerdings doch noch Klartext reden wollen, weißt du ja, wo die PN-Funktion ist.



    Zu @Keith - tatsächlich fühlte ich mich von deinem Post zuerst nicht angesprochen, weshalb ich dich auch nur indirekt zitierte und war erst nach dem zweiten Post unsicher. Zu deiner Schilderung kann ich nur sagen, dass Alles davon absolut zu weit geht - sowohl das Ding mit der Messlatte, Andere darin zu bewerten, wie 'echt' sie sind, als auch die Art und Weise, wie da scheinbar Personen miteinander umgehen, sich gegenseitig aus einer Com zu keilen. Sollte dich selbst das Ganze betreffen, würde ich Diejenigen, die da ja schon recht aggressiv unterwegs zu sein scheinen, Mal ganz direkt anschreiben, was das soll - ohne dich dabei offensichtlich aufzuregen. Wenn das überhaupt Nichts bringt und die negativen Erfahrungen überwiegen, wärs eine Überlegung, die Plattform zu verlassen (klingt nach einem Trans-Forum), denn man muss sich letztendlich ja auch nicht Alles gefallen lassen.


    Ob ich da teilweise ähnliche Töne anschlage, weiß ich ehrlich gesagt nicht - vielleicht klingts manchmal ähnlich und sicher bin ich da manchmal auch deutlicher, als es ankommen soll, weil ich nunmal auch mit Menschen außerhalb des Forums zu tun habe und entsprechend mit einer eigenen Haltung dann hier poste, aber ich meine Nichts davon als Ablehnung gegenüber Usern persönlich und sollte es dir doch so vorgekommen sein, dann tut mir das Leid.

    Nachdem ich mir die Posts hier nochmal ganz aufmerksam durchgelesen habe, kam ich nicht drumrum, mich angesprochen zu fühlen, einfach weil es mir die anderen Posts nicht wirklich zu betreffen scheint. In dem Fall muss ich aber sagen, dass das mit einem Altersunterschied Nichts zu tun hat - zum einen, weil ich die 'Jüngeren' nicht pauschal meinte und sich einige der 'Älteren' sicher stattdessen angesprochen fühlen dürfen. Bezieht sich aber nach wie vor nicht auf YG, sondern auf das generelle Thema und damit auch auf Personen, die hier auch gar nicht registriert sind. Ob daraus Intoleranz wird... ich würde das Mal nicht zu dramatisch sehen. Man kann auch verschiedener Meinung sein und sich über Dinge streiten, ohne das Gegenüber nicht zu tolerieren.


    Ob @Keith mich ursprünglich meinte, weiß ich nun nicht und da stimme ich auch zu, dass man in dem Fall durchaus mehr Dampf ablassen und mich einfach direkt damit konfrontieren kann. Tu ich meinerseits ja auch. Sollte ich nicht gemeint gewesen sein - wo fällt dir die Intoleranz denn auf und wie äußert sie sich? Hast du schon versucht, mit entsprechenden Personen darüber zu reden?

    Hat ja Niemand gesagt, dass es ums Zocken gehen _muss_ und man nicht auch einfach zum Quatschen ins TS gehen kann - zumal da nun ja auch scheinbar Niemand ist, der zockt. Gibt also aktuell Nichts, was da abschrecken kann und trotzdem ist es angeblich leer.


    Ich persönlich würde es für mich ohne spezielleres Thema nur einfach vermeiden - nicht nur, weil ich denke, dass der Durchschnitt der Zielgruppe nicht unbedingt meinem Alter entspricht und ich mir für Smalltalk fehl am Platz vorkommen würde, sondern auch weil es im Endeffekt keine Moderation des gesprochenen Wortes gibt. Beide Gedanken zusammen gedacht, kann ich da nur an den Abgang seitens @FridaKristina erinnern, der in ähnlicher Ausführung über TS ganz miese Richtungen einschlagen kann, wo sich rückwirkend dann gar Nichts mehr nachprüfen lässt.


    Klar könnte man da jetzt sagen, das Risiko besteht immer, ganz egal zu welchem Zweck man ins TS geht, aber ich halte das Risiko für geringer, wenn man dabei irgendeine Art von Interessen/Hobbies teilt, die über LGBTI als Haupt-Gemeinsamkeit hinaus geht. Heißt aber nicht, dass man die Ansicht teilen muss, sondern war schlichtweg mein Grund dafür, weshalb ich lieber in Post-Form von mir hören lasse.