Beiträge von JohnDoe

    Atheist zu sein bedeutet in erster Linie ja auch nicht, dass man klar der Meinung wäre, es würde keinen 'Gott' oder ein ähnliches übergeordnetes Konzept geben, sondern dass man nur schlicht nicht an das Konzept der Religionen glaubt - Anti-Theismus.


    Also selbst wenn ein Atheist offen lässt, ob da Irgendetwas ist, geht er einfach nur davon aus, Religionen haben diesbezüglich Unrecht.


    Insofern widersprichst du dir da gar nicht LeGar, wenn du sagst, du bist Atheist und verneinst dennoch nicht die mögliche Existenz von Gott.

    Ich glaube, das mit der Unterscheidung zwischen Sex und Gender funktioniert eigentlich gar nicht mehr so einfach, weil es kaum auf die definierten Geschlechts-Identitäten anwendbar ist, die wir längst haben - und noch viel weniger auf die, die sich neu etablieren.


    Sex:

    "Das biologische Geschlecht (englisch "sex") umfaßt das chromosomale, das gonodale,
    das hormonelle sowie das äußere und das innere genitale Geschlecht. Es bezieht sich
    also auf körperliche Geschlechtsmerkmale wie Chromosomensätze, Keimdrüsen, Hormone
    und Geschlechtsorgane."


    Gender:

    "Das soziale Geschlecht (englisch "gender") meint das psychische
    Geschlecht im Sinne der Geschlechtsidentität sowie das soziale Geschlecht im
    engeren Sinne bezogen auf Geschlechtspräsentation, Geschlechtsausdruck und Geschlechterrolle.
    Soziales Geschlecht ist durch die Bewertung von Aussehen, Körpersprache
    und Handlungsweisen, die als „männlich“ oder „weiblich“ eingestuft werden, stark kulturell
    definiert."


    (Originaltext)


    Wenn ich jetzt diese beiden Definitionen nehme und alleine nur Mal an Trans denke, dann müsste ich eigentlich zwischen Transgender und Transsex unterscheiden, denn auf mich persönlich trifft z.B. nicht alleine das männliche Gender zu, sondern ein überwiegender Anteil von männlich Sex ebenfalls - dagegen wären aber alle Trans-Personen, die ausschließlich sozial in ihrem Geschlecht leben, dabei aber keine körperliche Angleichung haben, laut dieser Definitionen Transgender.


    Eine Person, die aber beispielsweise trans oder nonbinär fühlt, ihre Geschlechtsidentität allerdings nicht erkennbar auslebt, würde von beiden Definionen so gut wie Nichts gegengeschlechtliches erfüllen - das würde bedeuten, sowohl Sex alsauch Gender dieser Person würden mit dem genetischen Geschlecht überwiegend übereinstimmen.


    Wir würden also auch hier wieder genau da anfangen, wo die Diskussion bei Geschlecht als kompaktes Wort für beides landet - nur mit dem Unterschied, dass hier sogar noch stärker kategorisiert wird.

    Ja, gerade sehr fundamentale Gruppierungen sind da nochmal eine krassere Hausnummer, als der 'normal-gläubige' Christ. Ich versteh nur einfach nie, wieso gerade Diejenigen, die so viel kompromissloser glauben auch Diejenigen sind, die so radikal mit ihren Mitmenschen umgehen - ich meine, logisch ist es von außen betrachtet, aber eigentlich ist es Wahnsinn, wie Diejenigen selbst davon überzeugt sein können, da etwas Gutes und Richtiges zu tun.

    Jaein, der freie Wille ist im christlichen Glauben ja dieses Ding mit dem Sündenfall - Adam und Eva haben den Apfel angenommen, sind damit in Sünde gefallen und weil wir alle deren Nachfahren sind, haben wir praktisch die Erbschuld in Form von Eigenschaften, die uns zur Sünde treiben. Den freien Willen könnte ein gläubiger Christ also klar als so eine vererbte Schuld auslegen und uns gleichzeitig damit den Verstand absprechen, zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können. Das ist der ganze Murks, der eigentlich keine Gegenargumente zulässt.


    Genauso das Ding mit dem Entscheiden, schwul zu sein. Die meisten praktizierenden Christen würden da sagen, es ist nichts Schlechtes daran, schwul zu empfinden, denn Gott hat Denjenigen so erschaffen - aber Derjenige darf nicht in Sünde fallen und deshalb muss er der Versuchung widerstehen und sich brav eine Frau suchen. Ist so dieses Ding mit dem schlechten Gewissen - genauso, wie wenn Eltern sagen "ich bin nicht böse auf dich, ich bin bloß schrecklich enttäuscht." ^^'

    Du triffst da ungewollt einen Vergleich, der genau falsch herum Fakt ist, Christopher - in einigen Ländern dürfen Menschen ihren Toaster heiraten, weil es eine Person (und ihren Toaster) nur ganz persönlich betrifft und nicht in die Wahrnehmung anderer Menschen eingreift. Allerdings ist es auf der gesamten Welt bislang kein belegter Fakt, es würde mehr als zwei Geschlechter geben. Das ist eine soziale Theorie, aber die echte Definition von Geschlecht besagt da bislang etwas anderes. Biologen fragt man zu dem Thema nur einfach nicht, weil deren Standpunkt sehr klar ausfällt und man ihre Antwort nicht hören will.


    Wie das in New York genau umgesetzt ist, weiß ich letztendlich nicht - ich hoffe einfach, dass das Gesetz nicht ernsthaft umgesetzt wird und nur ein symbolisches Entgegenkommen ist, weil man ansonsten Jeden anzeigen kann, dessen Nase einem nicht passt.

    ...

    Andererseits haben sie beispielsweise den Glauben (wie ich früher auch, kotz), dass die Menschen, die nicht "gerettet" wurden, in die Hölle kommen (aber man muss ihnen zu gute halten, dass Gott sich das in ihrem Glaubenssystem nicht ausgesucht hat).

    ...

    Dass Gott es sich in der Auslegung ihres Glaubens nicht ausgesucht hat, die nicht geretteten Schäfchen an die Hölle zu verlieren, ist eigentlich ganz logisch - und es ist das Kleine 1x1 der Manipulation, denn Gott soll der 'Gute' in dieser Sache sein und vor Allem wollen Diejenigen die 'Guten' sein, die Gott keine böse Absicht unterstellen. Letztendlich kommt der Teufel und die Hölle doch aber im christlichen Glauben gar nicht genauer definiert vor - es sind beides keine echten Konzepte, sondern sie sind rein dafür da, Jemanden oder Etwas beschuldigen zu können, damit Gott und die Religion an sich für ihre Sündenfall-Dogmen nicht verantwortlich gemacht werden.


    Da verkauft der Erschaffer des Problems irgendwie auch gleichzeitig die Lösung dagegen.

    Bin da völlig deiner Meinung - allerdings würde ich klar betonen, dass ich der Gender-Politik nicht _trotz_ meiner Transsexualität Nichts abgewinnen kann, sondern unabhängig davon oder vielleicht auch gerade wegen der Tatsache, dass diese SJW-Konzepte sich auf die Fahne schreiben, für unter Anderem Trans zu sprechen. Ich distanziere mich davon ebenfalls ganz klar und halte Nichts davon Menschen ihre Wahrnehmung vor zu schreiben - wie ich mir auch meine nicht vorschreiben lasse.


    Zu der Sache mit den Pronomen - ich habe letztens Mal mitbekommen, dass New York schon so weit sein soll, ein Gesetz erlassen zu haben, nachdem es strafbar ist, eine Person nicht mit ihren gewünschten Pronomen anzusprechen (einschließlich der drölf konstruierten) und das auf mehrere Tausend Euro Strafe umzurechnen ist, wenn es zu einer Anzeige kommt. Ich denke, das lasse ich aber Mal unkommentiert im Raum stehen, denn alle Vergleiche, die ich dazu ziehen könnte, wären keine schönen.

    Ich hatte gar nicht vermutet, dass du selbst wirklich die These unterstützt, um die es geht, ich hab dich nur direkt angesprochen, weil ich ja auf dich antwortete :D also keine Sorge, ich unterstelle dir die Ideologie nicht persönlich.


    Was die Schilderung deiner Eltern und die Frage angeht, wie du zu ihnen durchdringen sollst... eigentlich würde ich sagen, wenn sie pädagogisch unterwegs sind, sollte eigentlich Niemand zu ihnen durchdringen müssen, weil sie selbst darauf kommen müssten, wie man empathisch mit dem Lebensentwurf anderer Menschen umgeht. Da sie aber gleichzeitig streng christlich zu leben scheinen, bin ich mir einfach nicht sicher, in wie weit echte Empathie da mitspielt, denn es gibt nunmal einen Unterschied dazwischen, von Nächstenliebe zu reden und Empathie anzuwenden.


    Ich bin mir relativ sicher, dass sie Niemandem etwas Böses wollen - dass sie vermutlich auch wirklich der Überzeugung sind, Menschen etwas Gutes zu tun, wenn es um das Erkennen von Homosexualität als etwas geht, dass man heilen oder eingrenzen muss (sofern das denn so ihrer Ansicht entspricht), aber letztendlich sollte man ihnen wohl einfach mitteilen, dass das eine Art der Hilfsbereitschaft ist, die Niemandem Hilft, die Niemand ehrlich haben will und die einzig und alleine deshalb nötig erscheint, weil ihre Ansicht das Problem erschafft, bei dem man helfen könnte.


    Ich glaube nicht, dass man damit auf Verständnis trifft, aber zumindest müssen sie akzeptieren, dass es Andersdenkende gibt und man die auch nicht einfach wegheilen kann.

    Kommt vermutlich immer ein bisschen auf den Kontext an. Wenn das Chatten auf Seiten staffindet, die schon direkt oder indirekt implizieren, dass es ums Flirten oder Partnersuche gehen könnte, sehe ich es schon auch eher so, dass man aufpassen sollte, ob das Gegenüber einfach zu jung wäre, denn immerhin musst du selbst ja gar keine miesen Absichten haben, aber richtest trotzdem Chaos an, wenn sich Jemand in dich verliebt, den du zwangsläufig enttäuschen musst.


    Ansonsten würde ich da Mal nicht zu viel drauf geben, was man dir da scheinbar unterstellt - sich ganz normal mit Jüngeren zu unterhalten, ist nichts Grenzwertiges und so lange man sich gut versteht und auf einer Wellenlänge ist, ist ein Geburtsjahr einfach nicht weiter wichtig.

    Grundsätzlich verstehe ich deine Überlegung und sehe das auch so, dass man eigentlich Alles hinterfragen sollte und da immer am besten schon bei den eigenen Ansichten anfängt, um nachher zu wissen, welche Meinung man überhaupt selbst hat. Du springst dabei aber irgendwie zwischen mehreren Ausgangspunkten - und genau zwischen denen springen Diejenigen auch, die Homosexualität als Störung kategorisieren. Vielleicht sollte man den Ausgangspunkt erstmal überdenken.


    Wenn es darum geht, ob Irgendetwas (egal was) eine Störung ist, dann sind wir da nicht bei einer ideologischen Überlegung, sondern beim Thema Gesundheit und das ist bei uns ziemlich klar strukturiert, denn als Krankheit/Störung gilt, was als Krankheit/Störung nachgewiesen und erforscht ist. Die Beweispflicht liegt also darauf, die Störung als solche zu Belegen und nicht den Status 'Gesund'.


    Dass verschiedene Gruppierungen da nun fordern, den Beweis der Gesundheit bei bestimmten Merkmalen zu fordern, ist Manipulation des Ausgangspunktes und klar ideologisch, denn es wird niemals möglich sein, Gesundheit als grundsätzlichen Zustand nach zu weisen - weder dann, wenn man behauptet, Homosexualität sei eine Störung; noch dann, wenn man behauptet, eine bestimmte Hautfarbe sei eine minderwertige Abart; und auch nicht dann, wenn man Intoleranz als Phobie pathologisiert. Alles das sind Ideologien, die in der Beweispflicht wären, um ihre Behauptung zu stützen, aber weil sie es nicht beweisen können, geben sie die Beweispflicht ab. Ein Mediziner könnte in diesen Fällen nachweisen, dass er keine Krankheit findet, aber dass die Person gesund ist, kann er nur anhand dessen schlussfolgern, dass der Grundsatz gilt, wenn keine Krankheit gefunden wird, ist das der Status 'Gesund'.


    Genauso fällt auf, dass es bei der Homosexualität um eine persönliche Vorliebe geht und es gibt sonst (meines Wissens nach) keine persönliche Vorliebe, die als Störung eingestuft ist, ohne dass die Vorliebe eine zusätzliche Begleiterscheinung hat, die die Störung ausmacht. Vorlieben mit Anteilen einer Persönlichkeitsstörung sind z.B. als Störung eingestuft; Vorlieben mit schädigendem/sadistischem Verhalten wären als Störung eingestuft - solche Begleiterscheinungen hat Homosexualität nicht. Dass man eine völlig banale Vorliebe zur Störung erklärt, ohne Eigenschaften einer Störung zu finden, riecht auch verdächtig nach Ideologie, denn der Ideologe sieht nichts Weiteres als die reine Existenz der Vorliebe als Störung und das gibt es so in unserer medizinischen Definition nicht.


    Alles in Einem halte ich die These der Homosexualität als Störung für reine Manipulation zugunsten eines persönlichen Standpunktes. Ein wenig so, als würde ich dir sagen, der Himmel sei in Wahrheit grün, aber das kann nicht Jeder erkennen und eine Maschine kann das nicht messen - und wenn du das nicht glaubst, sollst du mir beweisen, dass er nicht grün ist.

    Ich finde, die 1. schreibt sich deutlich anspruchsvoller, als die 3. Person - das liegt aber weniger daran, dass man eben in der 'Ich'-Form schreibt, sondern daran, dass man meistens detaillierter werden muss, um in einer Handlung wirklich den Eindruck zu erwecken, in der Person zu stecken, denn sie nimmt Alles viel intensiver wahr, als ein Erzähler, der von Außen zwar auch beschreiben kann, was in der Person vorgeht, aber letztendlich ist es nicht in dem Umfang nötig, den man in der 1. Person beschreiben müsste/sollte/könnte. Rein grammatikalisch halte ich die 1. Person manchmal aber für unnötig kompliziert, wenn man eben eigentlich Wert auf eine Handlung legt, die mehr als das Tun einer Person umfasst und vllt. sogar einen wirklich großen Plot beschreiben soll. Spaßiger und atmosphärischer finde ich die 1. Person dennoch... deswegen schreibe ich wohl selten große Plots :D


    Beim Springen in der Erzählweise... kommt es immer ein bisschen auf den Text an - grundsätzlich denke ich, man kann Alles gut umsetzen, wenn es sich für den Leser und Schreiber irgendwie konsistent anfühlt. Den auktorialen Erzähler mag ich persönlich nur einfach generell nicht besonders, egal ob er mit anderen Erzählweisen gemischt oder konstant fortgesetzt wird - ist aber einfach nur Geschmackssache und ich finde Texte nicht zwangsläufig direkt schlechter, sobald sie auktorial erzählt werden.

    Mein Erzählstil variiert ziemlich stark - das kommt immer ein wenig darauf an, welche Stimmung ich vermitteln will, welche Art Text ich schreibe und in welcher 'Beziehung' ich als Schreiber mich zu der Person sehe, über die ich schreibe.


    Wenn ich z.B. einen freien Text schreibe, der gar keine echte Handlung hat, dann schreibe ich meistens direkt in der Ich-Form, damit der Leser den Eindruck hat, das würde in meinem Kopf stattfinden und wären meine ganz persönlichen Gedanken. Das Selbe mache ich in der 2. Person bzw. Plural, wenn ich die Perspektive nicht im Kopf des Erzählenden haben will, sondern seinen Blick auf Etwas oder Jemanden darstellen will. Beides hab ich hier gepostet -> Texte


    Schreibe ich dagegen eine Geschichte, die einen richtigen Handlungsstrang aus mehreren Personen hat, dann würde ich zum Erzähler in der 3. Person greifen, der universal für jeden Charakter erzählen kann, ohne dass es beim Lesen chaotisch wird.


    Für einen einzelnen Charakter, der eine Handlung dominiert, finde ich dann so eine Mischung ganz spaßig - also Alles, was den Charakter selbst betrifft, würde ich aus der Ich-Perspektive schreiben und sobald es seine direkte Wahrnehmung verlässt, würde ich ihn zum Erzähler machen, sodass es ein wenig wirkt, als würde er das nachträglich aus der Zukunft erzählen.

    "Du & Ich"

    (Angelehnt an ein Rollenspiel)


    blaxk Stimmt, das was du da schilderst mit den Beschreibungen des Erzählers, die manchmal zu detailliert geraten, ist sowas, was beim Lesen schnell ein wenig frustriert, weil man das Gefühl bekommt, der Erzähler wisse eh alles und könne sich praktisch grenzenlos durch die Welt der Erzählung bewegen, alles gleichzeitig sehen und hören und er hat eigentlich Alles immer im Griff. Da geht massig Spannung verloren.


    In der Regel würde ich da zu zwei Möglichkeiten greifen, das zu vermeiden. Die eine besteht darin, aus der Perspektive eines oder mehrerer Charaktere zu schreiben und den Erzähler direkt ganz wegfallen zu lassen - und die andere Variante macht den Erzähler eher zu einer unsichtbaren Person im Geschehen, die zwar zwischen Blickwinkeln springen kann, aber immer nur eine begrenzte Auffassung hat, als wäre er wirklich physisch vor Ort dabei und nicht irgendeine ominöse Präsenz aus dem Off.

    "Ist lesbisch sein eine "Meinung"? Ist es eine "Meinung", Lesben aufgrund der eigenen Interpretation eines Glaubens abzulehnen? Wertet diese Gegenüberstellung nicht Homophobie auf?"


    Diesen Absatz in dem Blog dazu finde ich fast ekelhafter, als das Format an sich schon. Natürlich ist lesbisch Sein keine Meinung - gläubig zu sein, ist es allerdings genauso wenig. Selbst die Beiden Darstellerinnen kommen zu dem klugen Schluss, dass die Eine der Anderen ihre Homosexualität nicht verbieten kann, wie man umgekehrt der Ersteren auch nicht ihren Glauben verbieten kann.


    Das Drehbuch dieses Videos wertet daher in erster Linie nicht Homophobie auf, sondern der Text über das Video schwingt fleißig die Toleranz-Keule ohne auch nur ein Stück tolerant gegenüber dem Konzept der Gläubigen Person zu sein, die nunmal ein Recht darauf hat, Homosexualität nicht gut zu finden und es anhand ihres Glaubens zu bewerten, wie auch Jeder ein Recht darauf hat, ihren Glauben nicht zu unterstützen. So lange sie ihren Glauben nicht in eine Tat umsetzt, die Irgendwen auf irgendeine Weise schädigt, ist das ihr Gedankengut und ihr Privatvergnügen.


    Beide Personen haben sich konstruktiv über ihre Lebensentwürfe ausgetauscht, sich respektvoll dabei behandelt und eigentlich wäre da überhaupt kein Problem, wenn man das Problem eben nicht zwanghaft konstruieren würde. Und dieses Problem machen sich ironischer Weise nicht die beiden Darstellerinnen gegenseitig, sondern der Schreiber des Blogs macht es den Machern des Videos - großes Kino.


    In jedem der Anderen aufgeführten Beispiele würde Niemand auf die Idee kommen, einen solchen Artikel über den Priester zu schreiben, weil das Anti-Atheismus aufwertet und auch nicht über den Grillmeister, weil es Anti-Veganismus aufwertet - obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ein paar Veganer auf die Idee nicht sogar auch kommen... :X


    Dass man sich mittlerweile scheinbar schon über gescriptete 'Intoleranz' nach Drehbuch hermachen muss, sollte so Manchen langsam Mal wachrütteln, in wie weit man Anderen ihren Lebensentwurf lassen muss, wenn man auch will, dass er einem den eigenen lässt. Und Blogger sollte es wachrütteln, nicht grundsätzlich Alles für die eigene Agenda aufzugreifen, das auch nur in ungefähre Themen-Reichweite kommt.


    Edit: Btw. sehe ich gar nicht, wo die Dame in Blond bevorteilt dargestellt worden sein soll - sehr viel mehr hätte man sie doch schon nach Drehbuch nicht als den Buhmann hinstellen können und das wird dem armen Grillmeister nicht anders gehen, sofern das Format nicht vorher schon abgesetzt wird.

    Hrm, ist eine schwierige Frage, ob das auch Mary Sue's sind, die anderen ihr Rollenspiel diktieren... im Einzelfall können das Mary Sue's sein, die das zusätzlich tun, aber in der Regel will eine Mary Sue bei möglichst allen anderen Spielern maximal beliebt sein und legt sich deshalb nicht selbst offensiv mit ihnen an.


    Vorstellbar wäre da eher, dass sich die Mary Sue Jemanden sucht, den sie um den Finger wickeln kann - und diesen Jemanden dazu bringt, dann ihre Wünsche Anderen gegenüber durch zu setzen. Ich kenne in der Masse aber eher wenige Mary Sue's, die das tun - in einer Community vllt. ein oder zwei Personen von mehreren Hundert, die genug Einfluss dafür haben.


    Das, was du meinst, würde ich eher als Lore-Polizei einstufen (Lore = Gesetzmäßigkeiten der Spielwelt) - das sind Spieler, die selbst fast kein eigenes Rollenspiel machen, sondern die meiste Zeit das Rollenspiel anderer überwachen, um ihnen die Suppe zu versalzen und ihnen zu sagen, was sie alles angeblich laut des Regelwerks nicht dürfen. Meistens kommen diese Dinge im Regelwerk aber gar nicht vor und meistens legen sich diese Spieler eher mit unerfahrenen Neulingen an, die das Selbstbewusstsein noch nicht haben (oder die Lore noch nicht genau genug kennen), um ihnen zu widersprechen.


    Plattformen nutze ich letztendlich ziemlich viele - aber nie alle gleichzeitig, sondern nach Lust und Laune dann für so lange, bis ich dort gerade nicht das Rollenspiel finde, das ich suche und dann eben zu einer anderen der Plattformen wechsle. Dabei sind World of Warcraft, Guild Wars 2 und diverse Foren, die entweder komplett im new age-real life spielen (unsere reale Welt, ohne Magie und co.) oder auch gerne Mal Harry Potter-Rollenspiel Foren. Jetzt gerade hänge ich wieder vermehrt in Guild Wars 2.

    Ist im Großen und Ganzen wohl eine Interessen-Frage. Die meisten suchen sich ihre Ausbildung/ihren Beruf ja schon zu großen Anteilen danach aus, was sie gerne machen und worin sie gut sind. Klar spielen Gehaltvorstellungen da auch noch eine Rolle, aber das ist meist eher der zweite Schritt.


    Natürlich ist es jetzt nicht völlig allgemeingültig wofür sich eine Frau im Durchschnitt eher interessiert und wofür ein Mann, aber Tendenzen gibt es eben doch, die in der Masse dann auffallen. Das fängt in der Schule ja schon an, wo es zwar auch Jungs gibt, die in Latein glänzen und Mädchen, die Mathe toll finden, aber in der Masse gesehen sind Mädchen in interaktiven Fächern wie Fremdsprachen fitter, als Jungs - während die mit klaren Mechaniken wie Mathe besser zurechtkommen.


    Programmiersprachen wären da nun zwar in erster Linie auch Sprachen, deren Vokabeln man kennen muss, aber in der Praxis liegt es näher an der sehr logischen und strukturierten Mathematik, als an dynamischen Sprachen, weil der Quellcode zwar Mittel zum Zweck ist, um den Befehl zu geben, was passieren soll, aber der eigentliche Vorgang findet ja da statt, wo Zeichen verrechnet werden, und man diese Rechnungen vorher anweisen muss.


    Interessant wird es aber da, wo man sich spezieller damit beschäftigt, wo Programmierung überhaupt zum Einsatz kommt, denn zumindest ich habe zwar zum Beispiel keine einzige Frau in meinem Bekanntenkreis, die wirklich beruflich programmiert - aber ich kenne dafür kaum Männer, die es privat als Hobby machen. Homepage-Gestaltung für private, kreative Nutzung ist da z.B. etwas, wo man massiv viel auf weibliche Admins trifft - während Männer da eher das pragmatische Forum bauen, das einfach für Irgendetwas speziell gebraucht wird.

    Es hat sich mit der Zeit Mal eingebürgert, die männliche Mary Sue einfach Gary Sue zu nennen - ist im Endeffekt aber bloß reines Gendern und ziemlich überflüssig, weil sich die Definition zwischen den Geschlechtern da nicht wirklich unterscheidet. Bis auf die Tatsache vllt. dass Mary Sues dazu neigen, bei all ihrer Perfektion auch noch so niedlich zu sein, dass man Karies davon bekommen könnte und die männliche Variante davon meistens so cool ist, dass er Eiswürfel atmet ^^


    Ich denke, es verstecken sich einfach sehr viele Leute, die auf der Suche nach Cybersex sind, unter Rollenspielern. Diejenigen werden aber meistens sehr schnell ignoriert, weil man genau einmal mit ihnen spielt, sich einmal von ihnen angraben lassen muss und dann war es das auch - außer sie treffen auf einen zweiten Cybersexler. Letztere Variante ist die Beste, weil so Alle haben können, was sie möchten.