Beiträge von JohnDoe

    Ich strauchle etwas über den Begriff 'stärker', denn im Grunde stellt die Frage damit ja eine Wertigkeit auf, die man an einer Skala abmessen will.


    Jetzt ist aber die Liebe zu der eigenen Familie ja eine platonische, bedingungslose Liebe, von der man einerseits sagen könnte, sie muss natürlich besonders stark sein, weil Familie angeboren und nicht austauschbar ist - andererseits müssen die einzelnen Personen dafür Nichts leisten und diese Liebe nicht unbedingt verdient haben, nur weil man sich einen gewissen Prozentsatz der DNA teilt. Im besten Fall liebt man seine Familie einfach wirklich, weil tatsächlich Etwas dafür geleistet wird, aber in den meisten Fällen würde man eine x-beliebige Person nicht genauso für die selben Aktionen lieben, einfach weil man nicht verwandt ist.


    Die romantische Liebe ist dagegen das exakte Gegenteil, denn hier geht es einzig und alleine darum, was die Person tut und in wie weit sie das Gefühl der Liebe aktiv hervorruft. Auch da könnte man jetzt sagen, diese Liebe muss ja konkurrenzlos sein, weil sie 'verdient' ist und keinerlei Heimvorteil hat - gleichzeitig ist diese Liebe aber auch in einem gewissen maß austauschbar, denn die Person ist sicherlich einzigartig, aber romantisch Lieben kann man mehr als eine Person und theoretisch könnte man das mit jeder Person hinbekommen, wenn sie nur die Ansprüche dafür erfüllt.


    Ich wüsste nicht, wie ich das jetzt beides nach Wertigkeit an einer Skala messen sollte, um sagen zu können, welche Liebe stärker ist. Vielleicht sind es auch einfach zwei völlig unterschiedliche Gefühle, für die wir bloß die selbe Vokabel nutzen.

    Ich weiß nicht, ob ich es gut beurteilen kann, wie sehr man als FtM das weibliche Schauspiel adaptiert, um es nicht mehr als Schauspiel zu erkennen - eigentlich würde ich sagen, ich halte es für unwahrscheinlich, das Verhalten zu adaptieren, sich aber gleichzeitig nicht dem Geschlecht zugehörig zu fühlen, das man adaptiert hat. Andererseits gehöre ich aber vermutlich auch zu Denjenigen, die sich nie besonders gut anpassen konnten und das mag bei Anderen ja völlig anders sein. Gibt ja auch genug Frauen, die sich als Frau fühlen und trotzdem meinen, man hätte ihnen weibliche Verhaltensweisen indoktriniert - da ich auch das für Unsinn halte, fehlt mir da vielleicht einfach der Bezug, um es nach zu vollziehen.


    Tipps zur Erscheinung sind mir da deutlich einleuchtender - so ganz allgemein ist es zwar schwierig, Ratschläge zu geben, ohne zu wissen, woran es hängt, aber mir erschien es pre Mastek z.B. ganz hilfreich, über dem Binder nie einfach nur ein Shirt zu tragen, sondern immer noch Etwas darüber, was von den Konturen des Binders ablenkt. Je nach Wetter entweder ein offenes Hemd drüber, eine Jacke oder auch einfach nur eine etwas längere Kette. Gerade wenn es nicht im Hochsommer ist, ist es hilfreicher, zu mehreren Schichten zu greifen, als zu einem wärmeren Oberteil.

    Ich meinte eigentlich schon den Schritt davor - also nicht die Überlegung, was man an sich ändern sollte, sondern die Überlegung, dass man überhaupt Etwas ändern sollte.


    Also wenn ich jetzt Mal von Transsexuellen ausgehe, dann ist die Transition ja nicht dafür da, dass man sich in einem Zeitraum-X Verhaltensweisen antrainiert, bis man zu einem ungefähren Stereotyp wird und dann medizinische Schritte geht, damit es nicht mehr nur Theater ist und zur Realität wird. So scheinen das aber irgendwie sehr Viele Trans* zu sehen.


    Das ist die Herangehensweise, die ich krude finde, denn es geht nicht darum, sich an zu trainieren, wie Etwas zu wirken, auf das einen Mediziner dann eingleichen, sondern es geht darum, eben nicht mehr zu Schauspielern, sich wie sein genetisches Geschlecht zu verhalten, denn FtM trainieren sich als Kind mehr oder weniger gut an, sich wie ein Mädchen zu verhalten und ziehen das eben durch, bis es den Knacks gibt, ab dem sie die Differenz zwischen ihrem Intuitiven Verhalten und dem Schauspiel nicht mehr ertragen und damit aufhören, Mädchen-Stereotyp zu spielen. Deshalb sind recht viele FtM vor ihrer Transition auch sehr übertrieben feminin oder schon offensichtlich maskulin, weil sie das natürliche Mittelding nicht kennen und andere Mädchen einfach nur gut oder schlecht nachahmen.

    Irgendwie finde ich die Herangehensweise ziemlich schwierig, 'männlicher wirken zu wollen'.


    Ich meine, eine Frau, die sich klar als solche definiert, trainiert sich ihre Weiblichkeit nicht an - ein Mann, der sich ebenfalls als männlich definiert, trainiert sich seine Männlichkeit auch nicht an. Zusätzlich wird eigentlich in Dauerbeschallung gepredigt, dass Geschlechterstereotype eine fiese Form der sozialen Unterdrückung sind.


    Ich sehe wirklich nicht, wieso sich eine genetische Frau nun Männlichkeit antrainieren sollte, denn wenn sie sich männlich fühlt, wird sie doch von Natur aus schon männliche Anflüge haben, sich nicht für weibliche Kleidung entscheiden und eine eher männliche Außenwirkung haben. Wenn sie all das nicht hat, sehe ich auch nicht den Zweck, solche Dinge zu trainieren, denn das wäre doch reines Schauspiel und das Erfüllen von Stereotype, nur um von außen als Jemand gesehen zu werden, der man letztendlich gar nicht ist.

    Das mit dem Alter war auch mehr Etwas, das ich erwähnen wollte, weil es einigermaßen regelmäßig vorkommt, solche Such-Anfragen zu sehen - wenn es in deinem Fall nicht zutrifft, will ich dir das natürlich nicht unterstellen und entschuldige mich hiermit dafür.


    Es ist schon richtig, dass man hier regelmäßig Suchanfragen nach sexuellen Kontakten findet, aber in der Regel werden sie zeitig wieder gelöscht oder eben darauf hingewiesen, dass YoungGay nicht die richtige Plattform dafür ist.

    Explizite Gesuche nach sexuellen Kontakten sind hier nicht erlaubt - zudem sprichst du gezielt jüngere User an und verweist auf dein Alter, das du leider an keiner Stelle angegeben hast. Ich kann nur mutmaßen, aber ich würde schätzen, dass auch das auf Etwas hinaus läuft, was hier nicht gerne gesehen ist, da es sich um eine jugendfreundliche Plattform zum allgemein Austausch handelt - nicht aber um eine Kontaktbörse für Treffen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.

    Ich glaube grundsätzlich erstmal nicht, dass es ganz schlecht ist, wenn man Probleme dabei hat, anderen Menschen zu vertrauen - gerade dann, wenn man Diejenigen gerade erst kennen lernt, denn Vorsicht ist ja generell besser als Nachsicht. Trotzdem kann ich verstehen, dass es zum Problem wird, wenn man eigentlich das Gefühl hat, man sollte Vertrauen können, aber bekommt es eben nicht hin.


    Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, dass ich das selbe Problem habe - das heißt, eigentlich weiß ich, dass ich es auch habe, aber ich halte es für mich persönlich nicht unbedingt für ein Problem, so lange ich das irgendwie handhaben kann. Natürlich bin ich kein Therapeut, daher erwähne ich hier Mal, dass man sich trotzdem echte Hilfe holen sollte, sobald die Vertrauens-Unfähigkeit wirklich zum Problem in alltäglichen Situationen wird, aber ich kann zumindest wiedergeben, was ich zu dem Thema aus Therapien mitgenommen habe.


    Es ist eigentlich erstmal ganz egal, zu welcher Art sozialen Angst man neigt - der Mechanismus dahinter ist immer, dass man sich selbst unterbewusst signalisiert 'wenn ich xy tue/xy nicht tue oder Jemand anderes xy tut/xy nicht tut -> dann passiert etwas Schlimmes'. Ob das rational eine logische Schlussfolgerung ist, ist dem Unterbewusstsein dabei völlig egal, denn es überprüft nicht, ob eine Gefahr besonders nahliegend ist und es überprüft auch nicht, ob es das Risiko zur Gefahr um einen bestimmten Preis eingehen möchte oder nicht.


    Wenn jetzt also Jemand Angst davor hat, Anderen zu vertrauen, dann passieren da im Hirn Dinge wie:


    'Mich fragt da gerade Jemand etwas sehr persönliches -> er wird meine Antwort doof finden und mich deshalb hassen'

    'Ich möchte Jemandem sagen, dass ich ihn mag -> vielleicht mag ich ihn irgendwann aber nicht mehr und werde ihn dann nicht mehr los'

    'Mir macht Jemand ein Kompliment -> er verarscht mich bestimmt nur und wird mich auslachen, wenn ich darauf eingehe'


    Zwischen dem Auslöser und der Reaktion würden bei Menschen, die kein Problem mit Vertrauen haben, Gedanken ablaufen, die die Reaktion vorher überprüfen - zum einen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine schlimme Erwartung eintritt und zum anderen, ob Derjenige das Risiko eingehen möchte, dass die schlimme Erwartung eintritt. Das heißt, diese Person kann sich ganz bewusst dafür entscheiden, eine negative Erfahrung zu machen und kann sie dann auch kommen sehen, wenn sich die schlechte Erwartung erfüllt.


    Ein Mensch, der einigermaßen unfähig dazu ist, Anderen zu vertrauen, der überprüft die schlechte Erwartung nicht, weil sein Hirn schon für ihn entscheidet und Schadensvermeidung betreibt, denn das Unterbewusstsein berücksichtigt nicht, dass einem ja Etwas entgehen könnte, sondern es will schlechte Erfahrungen vermeiden, egal ob es gute Erfahrungen damit auch vermeidet.


    Wenn man daran Etwas verändern möchte, dann kann man eigentlich nur dafür sorgen, die Dinge bewusst zu tun, die das Unterbewusstsein nicht macht - die schlechten Erwartungen überprüfen und ihren Risikowert abwägen. Wenn ich also die Situation habe:


    'Mich fragt da gerade Jemand etwas sehr persönliches -> er wird meine Antwort doof finden und mich deshalb hassen'


    Dann kann ich mir die Frage stellen, ob das eine begründete Angst ist. Würde ich meine Antwort doof finden, wenn ich an seiner Stelle wäre? Würde ich ihn hassen, wenn ich eine Antwort von ihm doof fände? Warum sollte er empfindlicher reagieren, als ich selbst? Wie schlimm wäre es für mich wirklich, wenn er meine Antwort doof findet? Will ich das Risiko eingehen, dass er mich doof finden könnte (immerhin kann er mich ja auch gut finden) ?


    In der Regel erkennt man durch die Überprüfung, ob eine Situation wirklich ganz rational eher nicht vertrauenswürdig ist und das Unterbewusstsein mit gutem Grund auf die Bremse getreten ist - oder ob die Situation in Wahrheit sehr harmlos war und man Risikovermeidung betreiben wollte. Dann kann man sich entscheiden, wie man reagieren möchte, auch wenn man dadurch trotzdem nicht leichter vertraut - dafür vertraut man aber bewusster.

    Kann gut sein, dass ich mich irre, aber meinem Gefühl nach war olli66 nicht bereits mit einem gelöschten Account hier, sondern mit zwei - zumindest gab es Mal diesen Account einer Dame samt ihrem Freund, die im Chat verdächtig gleiche Wortlaute nutzten. Zitat: 'Hat Jemand Lust?'


    Ganz egal ob nun einmal gelöscht oder bereits zwei Mal... ich denke, man sollte sein Verhalten entweder anpassen, um nicht wieder gelöscht zu werden oder es einfach akzeptieren. Ich denke nicht, dass eine Account-Sperre hier ohne Grund stattfindet.

    Wer sind denn 'Alle' in dem Fall? Deshalb fragte ich, auf welche Blogger du dich tatsächlich beziehst, weil du ja in eine spezielle Richtung zu denken scheinst, aber nur wenige Beispiele nennst, ohne wirklich zu benennen, was sie nach deinen Kriterien zur Gruppe macht.


    Ich kenne zum Beispiel 'Blogger', die sich kritisch mit neuen teilen des Feminismus befassen und den Islam kritisieren - gleichzeitig aber nicht pro AfD sind und sich auch nicht anti-Feminismus oder anti-Islam aussprechen. Ob auch diese Blogger in die Gruppe fallen, die du meinst, kann ich nicht wirklich einschätzen.


    Was genau findest du an den Standpunkten ungewöhnlich, die du aufgeführt hast?

    Ich finde es nicht ganz leicht, dein Thema zu verstehen, bzw. worauf du eigentlich genau hinaus willst - wen meinst du tatsächlich alles mit gesellschaftskritischen Bloggern? Wenn ich dich richtig verstehe, dann beziehst du dich mit deinen Beispielen auf Blogger, die von sich vermutlich sagen würden, sie sind Gesellschaftskritikern gegenüber kritisch eingestellt - Persiax beispielsweise gegenüber Feministen. Die Bandbreite für Gesellschaftskritik ist riesig und grundsätzlich denke ich nicht, dass es daran etwas gut oder schlecht zu finden gibt, weil es Ansichten sind, die alle ihre Legitimation haben - auch wenn ich die einen oder anderen Ansichten nicht teilen muss oder möchte.


    Was Menschen bewegt, die eine kritische Haltung vertreten... ich würde sagen, sie machen sich Gedanken, die im besten Fall konstruktiv zu einer Meinung führen und wie diese Meinung aussieht, teilen all diese Blogger ja in ihren Beiträgen mit. Ich nehme an, keinen davon wird exakt das selbe bewegen, wie den jeweils Anderen, daher muss man den Einzelnen wohl einfach zuhören/lesen. Allerdings kenne ich von den Quellen, die du nanntest, lediglich Persiax namentlich und die halte ich nicht wirklich für Jemanden, die sich durch besonders kritischen oder gar politischen Kontent auszeichnet - ich denke nicht, dass man einzelne Meinungs-Videos zwischen drölf Lifestyle-Trash-Videos wirklich so stark bewerten oder die Erstellerin dadurch sogar zur Gesellschaftskritikerin ernennen sollte. Auch wenn es ihre einzigen Videos waren, in denen ich ihr Intelligenz unterstellen würde, aber das ist eben Ansichtssache.


    Persiax vertritt etwas wie Gesellschaftskritik ungefähr so seriös, wie Andre Teilzeit den Feminismus - und beide kann man ähnlich wenig ernst nehmen.

    Nach zwei Beziehungen, die beide jeweils 5 Jahre anhielten, würde ich wohl sagen, dass Beziehung ist, wenn man nicht aus bestimmten Gründen mit Jemandem zusammen ist - sondern trotz dessen, dass es manchmal auch genug Gründe dagegen gibt.


    Wenn man zum Beispiel die ultimative Macke an einer anderen Person kennt, die einen wirklich wahnsinnig macht - und Denjenigen trotzdem in seiner Nähe haben möchte. Oder wenn man sich manchmal gegenseitig überhaupt Nichts zu sagen hat - und die Stille trotzdem ok ist, weil man auch gemeinsam schweigen kann. Wenn man manche Interessen seines Partners ziemlich dämlich findet - und sich trotzdem davon begeistern lässt, einfach weil es ihn begeistert. Wenn man über Kleinigkeiten streiten kann - und plötzlich einfach damit aufhört, weil man gar nicht mehr weiß, worum es überhaupt ging. Wenn man manchmal seine Freiräume braucht - und trotzdem immer wieder zurück kommt, weil es gemeinsam schöner ist. Wenn Derjenige Dinge über einen weiß, die einem wirklich peinlich sind - und man trotzdem mit ihm darüber lachen kann. Wenn man Dinge über einander nicht weiß - und man dennoch keine Erklärung dafür braucht.


    Ich glaube, solche Dinge sind es, die an einer Beziehung wertvoll sind und die feste Partnerschaften von Bekanntschaften unterscheiden.

    Ich denke, das hat Etwas damit zu tun, womit sich die Personen solcher Gruppierungen selbst identifizieren - Toleranz hat nicht unbedingt viel mit Nächstenliebe zu tun, auch wenn das wünschenswert wäre, denn natürlich gibt es zwar auch Menschen, die wirklich sehr tolerant Jedem und Allem gegenüber sind, aber in der Masse ist es ja eher so, dass wir das tolerieren, was uns in irgendeiner Weise betrifft, uns zumindest theoretisch nah kommt oder womit wir irgendwie in Berührung kommen.


    Viele Cosplayer identifiziert sich mit alle dem, worum es hier jetzt speziell geht - zwar auf eine sehr verschrobene Weise, für die Anime und Manga die Vorlage bietet, aber die Identifikation ist da. Mit der selbstlosen Toleranz hat das nicht so viel zu tun, sondern etwas damit, dass Diejenigen (wie du schon selbst erwähnst) sich irgendwie selbst in den Kreis dazu zählen, gegenüber dem sie tolerant sind.


    Fußballspieler hingegen gehören in der Masse wohl nicht unbedingt zu einer Gruppe, die sich mit Homosexualität und co. identifizieren wollen - einfach weil es keine Vorlage in dem Bereich gibt, die komplimentierend ins Bild passt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass Fußballspieler pauschal ein schlechteres Bild von Homosexuellen hätten, als Cosplayer - aber durchaus daran, dass Cosplayer das Bild komplimentierender finden.


    Wobei ich da aber noch differenzieren muss, dass ich lediglich zwei Cosplayer kenne, die beide männlich sind und definitiv keinen Mann für ein Foto küssen würden (für einen Kasten Bier vielleicht schon eher) und sich auch sonst eher mit den Fußballer-Kollegen einig wären, was Identifikationen angeht. Weniger Tolerant sind sie deshalb absolut nicht, aber Homosexualität ist da einfach kein großes Thema und Nichts, was sie persönlich tangieren würde.


    Was weitere 'tolerante' Szenen betrifft, würde ich Mal Rollenspieler dazu zählen - wobei ich hier zwischen Denjenigen unterscheiden muss, die wirklich tolerant sind und Denjenigen, die einfach einen Sockenschuss haben, was ihre Identifikation angeht. Zweiteres hat mit Toleranz leider auch nicht so viel zu tun und kommt in Rollenspiel-Kreisen in erschreckenden Extremen vor.

    Gnihi, das wirkt ja nun fast, als würde ich bei dir abschreiben, Jinxi :D unsere Interessen überschneiden sich.


    Ich kann sehr viel Zeit beim 'malen' verbringen - wobei ich es eigentlich weder Malen noch Zeichnen nennen kann, weil ich dafür so gut wie gar nicht mit Stift oder Pinsel arbeite, sondern 99% der Arbeit rein Digital mache. Da hänge ich dann auch gut und gerne Mal mehrere Wochen an einem Bild oder hole alte Arbeiten nach Monaten wieder aus dem Ordner, weil ich es dann doch nicht mehr für final fertig halte. Das füllt mich ziemlich aus und lässt mich eigentlich auch immer ziemlich gut runter kommen.


    Ansonsten bin ich seit rund 10 Jahren Rollenspieler im offenen Textrollenspiel - das heißt, es findet rein fiktiv schriftlich statt und ist nicht würfelbasiert, wie es beispielsweise Pen&Paper wäre. Für Jemanden, der da gar keine Ahnung davon hat, würde ich wohl sagen, das ist ein bisschen so, wie Geschichten schreiben - bloß mit mehreren Schreibern, die alle jeweils nur die Handlung ihres festen eigenen Charakters wiedergeben und damit aufeinander reagieren, ohne dass einer davon ein Drehbuch hat, was überhaupt passieren soll. Darüber hinaus schreibe ich generell sehr gerne, allerdings bin ich zu unstet, um daraus etwas Größeres zu machen.


    Meine persönliche Leidenschaft zu Piercings und Tattoos fing wohl mit etwa 13 Jahren an. Damals habe ich meinem Dad die erste schriftliche Erlaubnis für ein Piercing aus den Rippen geleiert und von da an saß ich eigentlich dauernd im Studio. Anfangs war das noch eher etwas ganz Besonderes, wovor ich ziemlich aufgeregt war, aber mittlerweile kommt es hin und wieder auch zu Spontan-Entscheidungen, wenn ich gerade einfach in der Nähe bin und mir ein neues Piercing im Kopf rumspukt. Mit Tattoos sieht es ähnlich aus, allerdings sind die langfristig im voraus geplanten Termine ein wenig der Faktor, der das deutlich entschleunigt und weniger spontan macht.


    Letztendlich habe ich wohl noch ein Talent für nonverbale Kommunikation - was erstmal völlig abstrakt ist, aber ich habe einen ziemlichen Zugang zu Tieren, sehr kleinen Kindern oder auch zu Menschen mit psychisch krankhaften Mechanismen. Ich denke, ich kann mich da einfach ganz gut drauf einlassen und auch abgrenzen, wenn es nötig ist.

    Ich kann nachvollziehen, dass du jetzt ziemlich deprimiert bist, weil deine Hoffnungen für das bestmögliche Szenario nicht eingetroffen sind, dass er einfach auch schwul ist und Interesse an dir hat - sowas hört wohl Niemand gerne. Im Großen und Ganzen finde ich aber, dass es so schlecht eigentlich nicht gelaufen ist. Ich meine, er scheint doch zu versuchen, irgendwie weiterhin ganz normal mit dir um zu gehen, möchte weiterhin mit dir befreundet sein und das bedeutet ja eigentlich schonmal eine ganze Menge.


    Dass er nervös wirkt, wenn ihr alleine seid... denkst du, du signalisierst ihm nonverbal schon längst, dass du eigentlich weiter gehen möchtest? Das kann absolut verunsichern, wenn man selbst ein rein freundschaftliches Gefühl zu Jemandem hat und Derjenige einem aber klare Signale gibt, über diese Grenze drüber zu wollen - immerhin will man einen Freund in der Regel nicht so abblitzen lassen, wie man es vielleicht einem Fremden gegenüber täte, aber Freundschaft heißt ja trotzdem noch lange nicht, dass solche Grenzen übergangen werden können.


    Ich würde dir dementsprechend auch relativ klar davon abraten, ihn damit zu konfrontieren, dass du intim mit ihm werden möchtest - erstrecht nicht auf so eine 'ich weiß du bist nicht schwul, aber ich will doch nur einmal xy mit dir machen'-Weise. Das könnte sehr gruselig auf ihn wirken und dann würdest du ihn dazu zwingen, auf Abstand zu dir zu gehen, wenn er dich nicht so nah an sich dran haben möchte, denn dass er das tatsächlich nicht möchte, hat er dir ja schon gesagt.

    Wenn es wirklich nur rein um die Sänger geht, dann Andy Biersack (von Black Veil Brides), weil er eine tiefe Stimme mit absolutem Wiedererkennungswert hat und Ronnie Radke (von Falling in Reverse), weil sein Gesang irgendwo zwischen genial und wierd liegt.

    Variiert etwas, aber derzeit eine Mischung aus:


    SDP - So schön kaputt

    Northern Lite - No Escape

    Snow Patrol - Run

    Social Distortion - Don't drag me down

    Emilie Autumn - Dead is the new alive

    Tschuldige, aber ich werde aus deinem Post ehrlich gesagt nicht schlau - Schwulenklischee, Abschiebung, Rassenangehörigkeit - ich weiß nicht, welchen Film du dir da fährst und irgendwie scheinst du generell Spaß daran zu haben, Anderen krude Aussagen deinerseits zu unterstellen, aber Nichts davon wurde hier von Irgendjemandem geschrieben und die Bilder scheinen einzig und alleine in deinem Kopf zu existieren, die du da auf Andere projizierst.


    Da du aber scheinbar ebenfalls für Toleranz bist (solange du sie selbst nicht ausüben musst), solltest du dich vielleicht einfach Mal genauer mit der AfD beschäftigen - die sind von Vielfalt nämlich kein so großer Freund und Abschiebung würde denen sehr gut gefallen. Was übrigens auch der Grund ist, warum ich von ihnen Nichts halte - ich bin einfach kein Freund von Intoleranz oder Bevorteilung.

    10% für die AfD heißt nicht, dass jeder 10. Mensch in Deutschland die AfD gewählt hat - vermutlich hätten sie sogar weniger als 10%, wenn Jeder wählen gegangen wäre, denn Diejenigen, die AfD bewusst wählen, die nutzen auch die Gelegenheit, es zu tun, weil sie denken, damit käme irgendeine Botschaft an.


    Würde jeder 10. Mensch, der auf der Straße an mir vorbei läuft dennoch AfD wählen, dann würde man es diesen Personen nicht ansehen - ergo ist deine Unterstellung einfach nur eine Überspitzung, weil du in meine Aussagen Dinge reininterpretierst, die nie gesagt wurden. Genau genommen würden mir bei den meisten Menschen vermutlich ganz andere Dinge einfallen, weshalb ich sie nicht ansehe - zum Beispiel, dass ich gerade pünktlich zu einem Termin kommen muss und es mich einfach nicht interessiert, wer da an mir vorbei geht, genauso wenig, wie Derjenige sich vermutlich für mich interessiert.


    Ob AfD-Wähler da jetzt pauschal Menschen sind, mit denen man noch weniger zu tun haben möchte, als mit irgendeinem anderen variablen fremden Menschen, der einfach nur an einem vorbei geht... kommt darauf an, warum er die AfD wählt. Wo er sein Kreuzchen setzt, ist mir relativ, aber mir fallen nicht viele gute Gründe ein, es der AfD zu geben. Wieso sollte man die AfD denn wählen? Was steht in deren Programm, das sie wählbar macht? Welche Rede von AfD-Politikern vertritt die deutsche Bevölkerung im Gesamten? Ich habe bisher nicht einen guten Grund dafür gehört, der sich nicht in Fremdenhass, allgemeine Intoleranz, Bevorteilung der ohnehin schon wohlhabenderen Bevölkerungsanteile oder fehlende Informationen bezüglich deren Programms zusammenfassen ließe. Mit Jemandem, der keinen besseren Grund vorweist, würde ich vermutlich auch dann nicht zurechtkommen, wenn ich überhaupt nicht wüsste, dass Derjenige AfD wählt und wenn er einen guten Grund findet, dann ist er vielleicht intelligent genug, um AfD zu wählen, ohne dass es mich interessiert, dass er das tut.

    Wie kommst du von Politik jetzt auf Dinge wie Tempolimits auf Autobahnen oder Züge? Mir sind Sommer in Deutschland auch zu warm, aber das beeinflusst meine Meinung zu unserer Politik nicht wirklich ^^'


    Man kann die AfD sogar sehr gut ausklammern - nämlich dann, wenn gerade Mal 10% der Wähler sie gewählt haben und andere Parteien nicht dazu bereit sind, mit dieser Partei zusammen zu arbeiten. Das hat Nichts mit Unfairness zu tun, die arme AfD klein zu halten, wenn es einfach nur eine schwindend geringe Anzahl an Menschen gibt, die eine AfD in der Regierung haben wollen - so funktionieren Wahlen nunmal und Koalitionen sind Partnerverträge, die freiwillig eingegangen oder abgelehnt werden. Wird schon seine Gründe haben, weshalb Niemand mit ihnen zusammenarbeiten will, obwohl (oder weil) sie mit Abstand die spannendsten Schlagzeilen liefern.