Vorsicht! Mobbing&Schinkanen!

  • Was hält ihr von Mobbbing?
    - Ich hasse es. Es ist unmenschlich und unmenschlich und - aaaah - ><...
    Wurdet ihr schon Gemobbt? (In der Schule oder Arbeitsplatz)
    - Jap, ich wurde stark gemobbt, bis ich auf Ignoranz geschaltet habe und alles nach 6 Wochen Kur etwas besser wurde. Jetzt werden immernoch Sachen von mir beschödigt, aber naja. Ich habe auch bei einem Mobbing mal mitgemacht, das war für mich das Einzige, wo ich mal << dazugehörte >>, aber als jemand sagte, das Opfer könne doch sterben gehen, hab ich alles gecheckt, hab die Seiten gewechselt und wurde dadurch zum Haupopfer...
    Wie geht ihr damit um?
    - Ignoranz... :(
    Wie habt ihr euch gewährt?
    - ^...
    Habt ihr zugesehen, wie jemad gemobbt wurde?
    - ^sogar mitgemacht

  • Was hält ihr von Mobbbing?
    -> wenn ich schreibe: *scheiße* wäre das zu wenig, es ist ein komplexes Problem, das für das Opfer ziemlich fatal enden kann! Meist sind sich die Täter aber nicht völlig bewusst, was sie dem Opfer antun


    Wurdet ihr schon Gemobbt? (In der Schule oder Arbeitsplatz)
    -> ja, 11 Jahre lang, ergo fast meine gesamte Schulzeit


    Wie geht ihr damit um?
    -> inzwischen ist es kein Thema mehr, dank dreijähriger Aufarbeitung mit professioneller Hilfe, aber wie ich früher damit umgegangen bin, kann man immernoch an meinen Unterarmen sehen


    Wie habt ihr euch gewehrt?
    -> wie ich mich in der Grundschule geweht habe, weiß ich gar nicht mehr außer Eltern bescheid sagen oder den Lehreren, das ist alles zu lange her, in der Realschule habe ich mich nicht mehr gewehrt, jedenfalls nicht mehr wirklich, weil ich immer die Erfahrung machte, dass alle Versuche erfolglos blieben, mit 12 etwa, also als das schon an die 6 Jahre lief habe ich irgendwann mehr und mehr begonnen zu resignieren und war ehr darum bemüht, mich unsichtbar zu machen und zu verdrängen, habe mich darin geübt es auszublenden, hat natürlich nicht wirklich Erfolg gehabt, mit 14 habe ich auch für etwa ein halbes Jahr in der Schule außer im Unterricht (auf Fragen des Lehrers o.ä.) so gut wie gar nichts mehr gesprochen.


    Habt ihr zugesehen, wie jemad gemobbt wurde?
    nein, entweder war ich das Opfer oder es wurde niemand gemobbt.

  • nein, Außenseiter und Mobbing sind nicht dasselbe. Ich denke, wir haben hier grundsätzlich ein kleines Definitionsproblem des Begriffs "Außenseiter". Du gehst vom Alltagsverständnis dieses Begriffs aus, während tu hier ehr vom wissenschaftlichen, z.B. soziologischen Begriff des Außenseiters ausgeht. Im Prinzip meint der Begriff Außenseiter nichts anderes als das, was du mit "Leute, die anders sind" bezeichnet hast, ergo Leute, die in einer Sache der Masse einer bestimmten Gruppe nicht entsprechen. Dass es bestimmte Ansichten gibt, die die Masse vertritt ist ebenso ein Fakt, wie dass es immer Leute gibt, die dieser Ansicht nicht entsprechen. Wobei es in der heutigen Zeit immer schwieriger wird, zu definieren, was denn nun eigentlich "die Masse" denkt, welche Dinge von "der Gesellschaft" erwünscht oder nicht erwünscht sind, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls ist es so, dass woimmer zwei oder mehr Unterschiedliche Lebensarten, Lebenseinstellungen oder was auch immer, aufeinandertreffen, es zu Auseinandersetzungen und Selektionsprozessen kommt. Um mal von dem Außenseiter gegen Masse wegzukommen, nehme ich beispielsweise mal den Fall, dass in einer Klase 15 total überzeugte Hip Hopper auf 15 total überzeugte Grufties treffen. Was wird in dieser Klasse wohl passieren? Vermutlich werden sich die Hip Hopper zusammentun und es werden sich die Grufties zusammentun, dass sich ein Teil der Hip Hopper mit einem Teil der Grufties zusammentut, ist ehr unwahrscheinlich, schlichtweg aus dem Grund, weil beide Subkulturen recht unterschiedlich sind und beide so nicht viel miteinander anfangen können. Wenn es nun ein Gruftie in einer Klasse mit 29 Jip Hoppern oder umgekehrt wäre, dann würde sich die Klasse eben nicht mehr in zwei Gruppen, sondern eine Masse und einen Außenseiter teilen. Aber bleiben wir mal bei den zwei Gruppen. Dass sich die Klasse also in zwei Gruppen geteilt hat, hat erst einmal nichts mit Mobbing zu tun, sondern ist ein völlig normaler Prozess, weil ich mir in einer Klasse vermutlich die Freunde suche, die die selben Interessen und die selbe Lebenseinstellung wie ich vertreten. Mobbing beginnt erst dann, wenn die beiden Gruppen Vorurteile sich gegenüber haben und die eine die andere schlecht macht, was meist ja aus Unkenntnis und Unverständnis den anderen gegenüber resultiert.


    Aber soweit muss es nicht kommen, wenn ein fähiger Pädagoge, in diesem Fall Klassenlehrer, an diesem Punkt eingreift und versucht, zu vermitteln, das bedeutet, der einen Gruppe ein bisschen Verständnis gegenüber der anderen Gruppe beizubringen und vorallem für gegenseitige Rücksicht und Toleranz zu werben. Im Falle des Außenseiters sieht das natürlich etwas anders aus als wenn es um zwei verschiedene Gruppen geht, weil der Außenseiter ja alleine ist. Das Grundprinzip ist aber das gleiche, nämlich dass letztendlich zwar das Mobbing bekämpft werden muss, die Eigenart jeder Gruppe ihren Wert hat und berücksichtigt werden muss. Du plädierst hier ja sehr stark für die Leute, die "anders sind" und das keiner das Recht hat, sie deswegen auszustoßen. Ich gehe weiter und sage: es hat jeder das Recht darauf, sein Leben so zu gestalten wie er möchte, solange er dabei nicht die Rechte eines anderen beschneidet und das gilt für "die anderen" ebenso wie für die Masse. Das heißt konkret auf das Beispiel bezogen, wäre es nicht fair, die beiden gegeneinander randalierenden Gruppen, versuchen, dadurch vom Mobbing abzuhalten, indem versucht wird, aus den Grufties Hip Hopper und aus den Hip Hoppern Grufties zu machen, ergo dass jede Gruppe des lieben Friedens willen versucht wird, in eine Schablone zu pressen und so ihrer Eigenart beraubt wird. Das gilt für die Masse ebenso wie für den Außenseiter, der ja auch nicht unbedingt "angepasst" werden will, sondern lediglich nicht gemobbt werden möchte. Abgesehen davon, dass dies ziemlich respektlos gegenüber der Individualität und Selbstbestimmung aller Beteiligsten wäre, wäre das ganze auch ziemlich sinnlos, nämlich, weil es unter Zwang geschieht. Und es kennt ja jeder sicherlich aus der Schule (im übrigen haben Lehrer außer an der Grundschule und Sonderschule nur eine fachdidaktische Ausbildung, das heißt die lernen, wie man Stoff gut vermittelt, aber sonst nichts von Pädagogik) oder sonst woher, wenn irgendwo jemand alleine rumsteht und die Lehrerin sagt "lasst den doch mal mitspielen", wird nur so lange mit ihm gespielt, wie die Lehrerin zuschaut und das auch nur sehr halbherzig. Zwang funktioniert also nicht, ala "ihr müsst den/die mitmachen lassen". Genauso wenig wie ein "und nun hört auf ihn endlich zu mobben" funktioniert. Weil in beiden Fällen nicht beachtet wird, dass Problem eigentlich ein Konflikt ist, den zwei Parteien, die in ihrer Art anders sind, miteinander haben.


    Und (ich denke) genau das meinte tu mit "die Gruppenstrukturen dürfen nicht durchbrochen werden". Ich kann 29 Hip Hopper nicht dazu zwingen, einen Gruftie aus der Klasse auf eine Party mitzunehmen: der Gruftie würde sich nicht wohlfühlen und die Hip Hopper vermutlich auch nicht. Gleichmacherei funktioniert eben nicht. Im Gegenteil, hat es denke ich schon mal jeder erlebt, dass bei den ach so tollen Versuchen mancher superengagierten Lehrer, dass die Klasse (= eine Zwangsgemeinschaft aus völlig unterschiedlichen Menschen) alles zusammen zu machen, eigentlich die Agressionen aufeinander ehr stiegen, weil man gezwungen wurde, mit Leuten etwas zu machen, mit denen man nichts anfangen konnte. Über die Gruppengrenzen kann man eben nicht einfach "hinwegtrampeln".


    Letztendlich kann in einer Schulklasse das ganze nur dadurch wieder gekittet werden, indem der pädagoge einen Überblick über das ganze hat und versteht, wieso, weshalb und warum etwas zustande kommt, welche Konflikte es gibt. Und erst, wenn die Mobber, in diesem Fall die beiden randalierenden Gruppierungen, sich in ihrer Individualität respektiert fühlen, ist es möglich, den Konflikt zu lösen, dabei kommt es dann mehr auf Reflektion und besprechen der Probleme, die man miteinander hat, ein gemeinsames Lösen der Sache als auf Zwangsgemeinschaft - und auch auf Maßregelung. Natürlich haben die Mobber kein Recht zu mobben und das muss auch klar und deutlich sein, aber wie gesagt ein Machtwort löst das Problem nicht. Die Mobber haben in irgendeiner Weise ein Problem mit dem Gemobbten, während der Gemobbte, natürlich berechtigerweise, vom Pädagogen verlangt, dass dieser das Mobbing beenden soll. Nur: der Pädagoge ist für alle da und nicht nur für eine Partei und solange das Problem, das die Mobber mit dem Gemobbten haben, nicht erkannt wird, kann die Situation auch nicht gelöst werden. Und dafür ist es eben erforderlich, die Eigenart jeder Gruppe zu respektieren, aber versuchen, zu vermitteln, so dass die Hip Hopper am Ende vielleicht nicht die besten Freunde der Grufties sein werden, aber sich immerhin soweit verstehen, dass sie miteinander zurechtkommen und auch eine Gruppenartbeit machen können, ohne sich die Köpfe einzuschlagen.


    Punkt an dieser Stelle erst mal.

  • nun ist es natürlich auch so, dass in einer Klassengemeinschaft eine ganz bestimmte Atmosphäre herrscht, zum einen, weil es eine wild durcheinander gewürflte Zwangsgemeinschaft ist und dann auch noch Leistungsanforderungen hat. In einem solchen "Klima" kann es natürlich schnell passieren, dass Agressionen, die eigentlich gar nichts mit dem Menschen selbst zu tun haben, auf ein "schwaches Glied" aus der Kette gelagert werden, dass jemand zum Sündenbock gemacht wird. Ich bin, letztendlich auch durch meine eigene Erfahrung jedenfalls der Ansicht, dass in der Klasse mit dem Klassenklima sich die Leute, die sich in einer Klasse befinden nur von einer bestimmten Seite kennenlernen und andere Persönlichkeitsmerkmale gar nicht wahrgenommen werden. Wenn man sich !freiwillig! außerhalb einer von leistungsdruck geprägten Situation trifft, kann es durchaus sein, dass die selben Leute, die einen mobben würden, sich mit einem gut verstehen. ich hab das selbst erlebt, dass ich mit einem Mädchen, das mich jahrelang fertig machte, ich mich auf der Abschlussfahrt relativ gut verstand und Gemeinsamkeiten feststellte, weil wir uns dort auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernten.
    Grade aus diesem Grund finde ich es auch enorm wichtig, dass es an Schulen Angebote wie AGs, Chöre und dergleichen gibt, weil sich dort die Schüler nochmal auf ganz andere Art und Weise begegnen können. Auch Grufties und Hip Hopper.
    Der Unterschied zwischen solchen Angeboten und einem erzwungenen "spielt doch mal miteinander" ist neben der Freiwilligkeit des ganzen auch die Tatsache, dass ich nicht versuche, aus den Hip Hoppern halbe Grufties und aus den Grufties halbe Hip Hopper zu machen, sondern dass ich etwas übergeordnetes finde und anbiete, das beiden Gruppierungen Spaß macht. Das ist in meinen Augen etwas ganz ganz wichtiges, denn anders als bei einem Zusammentreffen ala "liebe Hip Hopper, liebe Grufties, heute schmeißen wir euch in einen Topf und rühren kräftig durch, bis Einheitsbrei entsteht" geht es hier um Begegnung. Wenn ich in einem Chor singe, kann ich das als Gruftie ebenso wie als Hip Hopper und stelle dort , als Hip Hopper oder als Gruftie fest, dass die jeweils andere Partei ja auch ganz gut singen kann und vielleicht ja gar nicht mal so übel ist. Das tolle an der ganzen Sache ist, dass ich bei solchen Dingen meine Eigenart nicht aufgeben muss, ich bleibe ich selbst, mache mit den anderen durchaus aber etwas gemeinsam: und aus dieser Erfahrung entwickelt sich weitaus mehr Verständnis und Toleranz gegenüber der anderen Gruppe als unter einem erzwungenen "wir sind nett zueinander, weil es Pflicht ist".


    Imo schafft es daher eine gute Pädagogik unter Respektierung der Gruppengrenzen und Strukturen, eine Athmosphäre zu stiften, in der es durchaus Gemeinschaft, aber nicht Gleichmacherei gibt und in der jeder "nach seiner Facon glücklich werden kann". Der Respekt gegenüber einzelnen Gruppen oder auch Individuum bedeutet auch, ihnen Freiräume zu geben, wenn die Grufties einmal nicht was mit dem Hip Hoppern machen wollen oder umgekehrt, sondern lieber unter sich sein wollen, ist das absolut okay. Wenn sie nicht superfreunde werden auch, aber ab und an sollte auch das Gefühl von Gemeinschaft erfahren werden, dadurch dass man gemeinsam etwas macht, was Spaß macht, ohne dabei die Eigenart abgeben zu müssen.


    Das schönste, was ich in dieser Hinsicht mal erlebt habe, war dass in einem Raum des Jugendzentrums ein Metalkonzert stattfand, im anderen Raum eine Hip Hop Session und vor der Halle standen die Hip Hopper und die Metaler zusammen, haben gemeinsam ihre Bierchen getrunken und angestoßen, Zigaretten ausgetauscht, ein paar Worte gewechselt und dann ist jeder wieder zurück zu seinem Konzert. Ich fand diesen Moment so wunderschön, weil ich es sonst eigentlich nur erlebt habe, dass sich beide Subkulturen spinnefeind sind, aber dieser Frieden war herrlich.


    Natürlich gibt es in der Praxis immer Schwierigkeiten, solche Gemeinsamen Dinge zu realisieren, Pädagogen sind keine Magier, sondern Menschen, aber hier geht es ja ums Prinzip. Leider haben meiner Ansicht nach aber grade Lehrer (die wie oben erwähnt pädagogisch meist nicht sehr gut ausgebildet sind, außer hinsichtlich Bildungsvermittlung) immernoch ein zu schwach ausgeprägtes Bewusstsein dafür, dass Jugendliche eigene Pewrsönlichkeiten, ob individuell oder als Gruppe/Subkultur sind, die als solche Respektiert werden möchten. Auf die Idee, einer Gruppe von 35-jährigen Rocken zu sagen, sie !müssen! nun mit der anderen Gruppe 35-jähriger Schrebergarten- und Gartenzwergfans etwas gemeinsam machen, würde niemand kommen.


    ich habe fertig!

  • Zitat

    Original von birnchen
    ich wurde gemobbt weil ich moppelig war grade an anfang der pubertät
    die anderen gründe sind die dass ich eben mich vom charakter herziemlich unterscheide von den anderen und früher hatte ich halt ziemlich gute noten


    dito! und wenns nicht mehr mein gewicht war, wars dann mein charakter.
    bin dann immer zu lehrkräften gegangen, die nett waren, und/oder hab was möglichst schlagfertiges entgegnet. gewalt angewandt hab ich deshalb nie (außer ein mal in der grundschule wo mich ein junge aus meiner klasse gereit hat, mit dem hab ich mich rumgebalgt).


    es ist einfach unfair, dass man, nur weil man vllt. in manchen sachen ein spätzünder ist, bzw. es einfach nicht gut findet, zu rauchen und sich -regelmäßig- unter den tisch zu trinken, gemieden wird....oder vera****t wird, nur weil man vllt.manchmal etwas langsam von kappee oder etwas trottelig ist...oder halt gemobbt wird weil man nun mal irgendetwas außergewöhnliches/ungewohntes in seinem äußeren hat!!!!


    manchmal fühl ich mich richtig blöd, weil: früher war ich, wie gesagt, meistens das auslach- objekt der menschen...und jetzt...na ja, es gibt da 3 so "freaks" in unserer klasse, und ab zu achen die leute sich halt über sie lustig! bisher hab ich immer so getan als wprd ich es nicht merken; ich hab auch mitgemacht (allerdings nicht bei den dingen, die unter die gürtellinie gingen!)...tja, kurz und gut: Ich fühl mich jetzt richtig schlecht!! ich überlege, ob ich nicht doch mal eingreife...haben die leute, die "richtig" mobben, eigtl. gar kein gewissen?!?


    klar, viele tun sowas echt nur, um ihr selbstbewusstsein aufzupolieren- aber da frag ich mich echt: "wie schwach muss man sein?" wobei, auch so "mitläufertum" wie ich es betreibe, ist sch****...i know!


    ergo:von mobbing halte ich überhaupt nichts!!!!nur ist halt auch scxhwierig, den teufelskreis zu durchbrechen... :-( X-(

  • oh, das ist ein thema für mich!
    wenn man über "mobbing" redet, muss man sich zuerst klarmachen, ob man das phänomen an sich meint oder das, was unter dem modewort verstanden wird. und wenn man mobbing als modewort verwendet, sollte man sich erst mal klarmachen, was das für leute bedeutet, die "echtes" mobbing erleben oder erlebt haben.
    die klassische definition von mobbing wäre: eine form von gewalt, die innerhalb einer gruppe (z.b. einer schulklasse) von einigen - im extremfall allen - systematisch gegenüber einer einzelperson ausgeübt wird, die selbst keine gewalt anwendet. in der regel handelt es sich dabei um psychische gewalt, aber es kann auch zu schlägen/tritten, freiheitsberaubung oder sogar sexueller gewalt kommen.
    das modewort findet sich in sätzen wie: "die sind doof, die mobben mich immer!" oder auch "das ist ja eigentlich mobbing" (<- zitat mein physiklehrer, als mein kurs mich auslachte...)
    die erste beinah-mobbing-situationen habe ich schon in der grundschule erlebt. dazu muss man sagen, dass ich schon immer die einzelgängerin war, meine pausen allein verbracht und lieber für mich gearbeitet habe, meine lehrerin mich deswegen auch schon auf dem kieker hatte, in irgendwelchen pro-klassengemeinschaft-stunden meinte sie auch mal, "die liebe miriam schickt sich ja auch schon mal selbst ins abseits!", so, als ob sie sich endlos mühe geben würde, alle in die gemeinschaft zu integrieren und mein eigenbrötlertum ein affront gegen sie wäre. da haben sich einige leute, u.a. meine damalige beste freundin, immer mal wieder gedacht, verarschen wir die doch einfach mal. das war allerdings ein "immer mal wieder", nicht systematisches fertig machen, das kriegen grundschüler auch in den seltensten fällen gebacken, allein organisatorisch.
    die einzige "richtige" mobbingsituation, in die ich je geraten bin, hat sich über die 7. und 8. klasse hinweg entwickelt, ich war in meiner eigenen klasse geduldete außenseiterin und im französischkurs hat sich die zickenrunde der parallelklasse einen spaß draus gemacht, mich wegen meinem anderssein (ich war spätpubertierend und stolz drauf) doof anzumachen. zuerst fand ich das lustig, habe mich auch mit den leuten angelegt, aber über die zeit hat es mich fertig gemacht und irgendwann bin ich explodiert und habe zugeschlagen, mit dem ergebnis, dass es ein angeblich "klärendes gespräch" von mir, meiner parallelklasse und den beiden klassenlehrerinnen gab (tolle idee! wir stellen das opfer vor die übermacht der täter und ermahnen alle, in zukunft nett zueinander zu sein!). in der 8. klasse hat sich dann ein nicht besonders selbstbewusster mitschüler berufen gefühlt, die wir-mobben-miriam-tradition fortzuführen, zu dem zeitpunkt hatten wir einen französischlehrer, bei dem man nicht sagen konnte, "der ärgert mich", ohne selbst die schuld dafür zu bekommen, der über wochen hinweg mit schülern einzelgespräche vorn am pult geführt hat, während die klasse vokabeln lernen sollte... das brutale an der sache waren gar nicht so sehr die dinge, die im einzelnen passiert sind (von ganz normalem beleidigen über bemerkungen unter die gürtellinie bis zu nicht nur verbalen sexuellen belästigungen...), sondern dass ich mich teilweise bei anderen leuten dafür entschuldigt habe, wenn die anderen mir was weggenommen haben, was jemand anderem gehörte. das war dann wirklich gewalt gegen mich, aber hilfe von außerhalb wollte ich auch nicht. alle entschuldigen sich, keiner meint es ernst und hinterher geht es genauso weiter wie vorher - nein, danke, das kannte ich inzwischen zu genüge.
    nachdem ich nun mein eigenbrötlertum ein stück weit aufgegeben habe, mich einfach so mit leuten anfreunde und aus dieser zeit eigentlich nur die lehre mitgenommen habe, dass ich so anders sein kann, wie ich will, wenn ich das nur vertreten kann, kommt mir dafür das modewort mobbing in die quere. in meinem heiß geliebten physik-lk sind wir 15 leute von unserer und sieben leute von der kooperierenden schule und es herrschte die ganze zeit ein "die einen gegen die anderen"-klima, ich als neue schließe mich da keiner der fronten an und gelte als allgemein etwas absonderlich - z.b., weil ich morgens um viertel nach sieben (0. stunde) schon mit unterrichtsbeiträgen glänze, wenn der rest noch schläft. oder weil ich mal gesagt habe, "ich weiß, dass ich nicht deutlich spreche, ich bin auch schon in therapie deswegen, aber es ist ECHT EINFACHER, wenn ihr leise seid!", mit dem ergebnis, dass der komplette kurs fünf minuten lang vor lachen am boden lag. und in der nächsten stufenversammlung bei allen physik-lk'lern in meinem blickfeld das grinsen anging, sobald ich was sagte... das ist nun KEIN mobbing, sondern die erwähnte außenseitersituation, ich habe mir meine position gesucht, der rest der gruppe ist als kollektiv zum kotzen, aber mit einzelnen aus der gruppe kann ich normal reden (okay, der einzige, mit dem ich je etwas mehr zu tun hatte, ist so eine sache für sich...) es bringt aber gar nichts, wenn sich unser sowieso nicht ernst genommener lehrer hinstellt und sagt: "das ist ja eigentlich mobbing." genauso wenig, wie es was hilft, wenn er uns gut zuredet, dass wir die jungs von der anderen schule nicht ausschließen sollen. mit so was ermutigt er die leute nur, wirklich gewalttätig zu werden, weil ihnen außer wohlmeinenden ermahnungen eh nichts passiert...
    also in kurz: mobbing ist etwas sehr ernstes, die verwendung von "mobbing" als modewort ist unverantwortlich, ich habe es selbst bereits erlebt, mich immer irgendwie zu wehren versucht (denn auch resignation und "totstellen" kann eine form von wehren sein, zumindest ein versuch) und bei anderen gesehen habe ich es nie.

  • So ähnlich ist es mir auch gegangen (bin nie sooo arg gemobbt worden, machte aber ne Scheißzeit durch) und ich bin manchmal noch unsicher oder wenn irgendwelche kleinen Kinder jemanden auslachen, beziehe ich das auch noch immer auf mich. Aber es wird besser.Ich finde, Mobbing-opfer sind total stark. Das ist echt das schlimmste. X-(

  • Also
    Mobbing, ganz schwierieges Thema.
    Also ich selber wurde auch immer "versucht" zu mobben. Ob es in der Schule oder in der Ausbildung war. Ich ´trage seit meiner Geburt Hörgeräte. Das wurde immer wieder zum Anlass genommen, doofe Witze darüber zu reißen.
    Nur ich habe passende Kommentare gegeben, auf andere "Macken" verwiesen usw.
    Irgendwann haben die Leute gemerkt, dass sie bei mir nichts erreichen können und haben mich in Ruhe gelassen. Teilweise sogar ihr Verhalten gegenüber mir um 180 Grad dedreht haben.


    Nun bin ich im festen Beruf. Mobbing ist für mich gar kein Thema mehr. Aber ich höre oft, dass Leute aufgrund von Mobbing krank geschrieben werden.
    Und da geht, meiner Meinung nach, die Diskussion los.


    Wann fängt Mobbing an?
    Für mich dann, wenn sich die "Opfer" darauf einlassen.
    Deswegen immer mein Rat, seid stark, wehrt euch (am besten verbal) und holt euch Hilfe von Leuten denen ihr vertraut.


    LG
    Verito

  • Hi!


    Zitat

    Original von Verito
    Wann fängt Mobbing an?
    Für mich dann, wenn sich die "Opfer" darauf einlassen.


    Also ich finde mit der Aussage machst du es dir sehr einfach! Klingt fast nach "Selbst schuld", auch wenn du es sicher nicht so gemeint hast.


    Mobbing ist eine ganz schreckliche Sache und auch ich habe das jahrelang ertragen müssen. Teilweise nicht nur mit psychischen Angriffen.
    Sicherlich habe ich eine leichte Angriffsfläche geboten, aber auch alles "stark sein" und um Hilfe fragen hat nichts genutzt. Sämtliche Lehrer etc waren maßlos überfordert!


    Ein Umzug von 15km inklusive Schulwechsel (aus anderen Gründen!) hat letztendlich die Wende gebracht. Die Leute dort waren ganz anders (auch weil die Lehrer dort viel kompetenter im Umgang mit Konflikten unter Schülern sind) und ich wurde sofort angenommen und habe mit der Zeit sogar Selbstbewusstsein entwickelt.


    Wenn mich heute Leute "komisch" angucken (also in meiner Wahrnehmung) oder in meiner Nähe lachen zucke ich auch noch zusammen, habe mir aber mal irgendwann angewöhnt, dann zu mir zu sagen, dass die Leute nur so gucken, weil sie mich bewundern (fürs Lachen fehlt noch die Strategie *seufz*).
    Klingt total blöd und eingebildet, aber es hilft!


    Gruß,
    die Prinzessin

  • Hm,
    du hast natürlich recht. Es kommt natürlich auch daauf an, welches Mobbing von sich geht. Aber ich finde das Mobbing in der Gesellschaft oft zu sehr dramatesiert wird. Soll heißen, dass mit einer gewissen Einstellung, diese Probleme leicht bewältigt werden kann.


    Ich denke aber auch, dass es von vielen Faktoren abhängt. Fängt schon mit der Erziehung im Elternhaushalt, sofern man eine genoßen hat, an.


    LG
    Verito

  • Ohne Mobbing jetzt schön reden zu wollen, habe es ja selber auch lang genug ertragen müssen, finde ich aber das viele Leute die viel und oft gemobbt wurden später ein dickeres Fell haben und mehr abkönnen, und nicht für jeden Kleinkram gleich anfangen zu weinen, und später auch geübter in Schlagfertigkeit sind, oder eben auch sich früher oder später nichts mehr um die Meinungen der anderen geben, was meiner Meinung nach auch alles starke Eigenschaften sind. Zudem sind die gemobbten ja überwiegend auch Aussenseiter und Einzergänger, und oft auch Einzelkämpfer. Und wenn man irgendwann mal ganz alleine da steht, dann ist es auch keine schlechte Eigenschaft im Einzelkampf gut geübt zu sein.


    Ich sehe es gerade an mir, ich finde dafür dass ich echt viel und oft gemobbt wurde, bin ich jetzt eine sehr starke Persönlichkeit. Und ich wünsche es mir für jeden, der gerade noch in so einer scheiß Mobbingaktion drin steckt, dass er sich früher oder später auch zu einer ganz eigenen starken Persönlichkeit entwickelt.


    LG

  • @ sweetmolly:
    Ich glaube du hast schon recht, aber leider ist es nicht immer so. Wenn man wegen Aussehen oder solchen Blödsinn gemobbt wird und die Pubertät mal halbwegs überstanden hat, dann kann es schon sein, dass man dann ein "dickeres Fell" hat. Aber nur, wenn man doch eine gute Beziehung zu seinen Eltern/seiner Family oder Freunden hat. Wenn man das alles alleine durchmacht glaub ich eher nicht, dass man stärker wird dadurch. (Aber meistens wird man ja nicht direkt wegen seinem Aussehen gemobbt, sondern weil man "Schwächer" ist -> weniger selbstvertrauen)
    Wenn man aber (und so jemanden kenne ich) total lieb ist, einfach nur nett und gescheit und gut-aussehend und immer schon wenig Selbstvertauen hatte und vielleicht deswegen Probleme bekommen hat, dann glaube ich nicht, dass solche Menschen es nachher recht viel besser haben. Ich glaube, um mobbing zu verhindern, sowohl um es nachdem man gemobbt wurde leichter zu haben braucht man immer Slebstvertrauen. Das ist glaub ich der Schlüssel zu den Problemen. Was anderes kann man nicht machen. aber das ist ja immer leicht gesagt.


    Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie ich als Mutter zum Beispiel reagieren würde, wenn ich sehe, dass mein Kind gemobbt wird. Was würdet ihr tun? Das ist soo schwer.

  • Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie ich als Mutter zum Beispiel reagieren würde, wenn ich sehe, dass mein Kind gemobbt wird. Was würdet ihr tun? Das ist soo schwer.


    als mutter ist es ja schon eine ziemlich spezielle situation, da steht man ja (im normalfall) außerhalb der gruppe, die das kind mobbt. ich denke, dass man - als mutter, vater, lehrer/in, freund/in, wer auch immer - nur helfen kann, wenn sich die person auch helfen lassen will. das heißt natürlich nicht, dass man gar nichts tun soll ("soll sie mich doch fragen"), aber kommentare wie "nun lass sie doch in ruhe, sie kann sich doch gar nicht wehren!" machen alles nur noch schlimmer.


    ich kann nur für mich sprechen, und meine mobbing-zeit fiel gerade in die kritische pubertätsphase, da hätte ich nie von selbst gesagt, "ich brauche hilfe". nach dem ersten "klärenden gespräch" (siehe beitrag oben) wollte ich dann erst recht keine einmischung von außen mehr. mal angenommen, mein klassenlehrer hätte dazu in guter absicht ein kleingespräch dazu einberufen mit der botschaft: "du machst sie fertig, das tut ihr weh, lass das", es wäre doch - beim täter und auch bei mir - nur angekommen: "du bist stärker und sie kann sich nicht wehren." ich habe damals die ganze zeit gehofft, dass niemand zum lehrer geht, damit nicht genau das passiert.


    auch wenn es für zuschauer scheiße ist: man kan die menschen seine hilfe nicht aufzwingen, nur anbieten. als unbeteiligter in der situation kann man nicht mehr tun, als dem opfer zu signalisieren: "ich bin da, wenn du hilfe brauchst." die person darauf ansprechen, die gute absicht deutlich machen, sagen, du musst nichts, aber du kannst jederzeit zu mir kommen. gerade wenn man macht über die situation hat - also z.b. als lehrer/in -, sollte man signalisieren, dass man nicht irgendwas entscheiden wird, sondern die hilfestellung gibt, um die gebeten wird (natürlich, sobald für irgendwen gefahr von leib und/oder leben besteht, muss erst mal die sicherheit gewährleistet werden).


    etwas ganz anderes ist es aber, wenn jemand um hilfe bittet. als verantwortungsperson (eltern, lehrkräfte) sollte man dann klar machen: "du bekommst jetzt hilfe. du bist stark, weil du dir hilfe holst. die anderen haben kein recht dazu, dich zu erniedrigen." dass die anderen auch noch ihre darstellung der situation aufs tapet bringen dürfen, versteht sich von selbst. wichtig ist, dass das opfer keinen schaden davon hat, sich hilfe zu holen. denn das kostet unheimlich viel mut und ist eigentlich die beste art, sich zu wehren - wenn man denn darauf vertrauen kann, dass die "helfer" richtig reagieren.


    ja, und wenn es ein freund oder eine freundin ist, die sich einem anvertraut, ist es das wichtigste, für die person da zu sein und ehrlich. wenn dich jemand um hilfe/beistand bittet, darfst du überfordert sein, darfst du das auch sagen. wenn du dazu sagst: "es ist gut, dass du überhaupt darüber redest. ich weiß zwar nicht, was ich jetzt machen soll, aber ich will dir helfen, so gut ich kann."


    ...schönes schlusswort.

  • Also ich fasse mich mal etwas kürzer.


    Was hält ihr von Mobbbing?


    Man kann es nicht verhindern. Jeder weiß das das Scheiße ist aber trotzdem macht es spaß jmd. anderes leiden zusehen.


    Wurdet ihr schon Gemobbt? (In der Schule oder Arbeitsplatz)
    Ja aber ich hab dagegen angekämpft ich werde nicht mehr gemobt deswegen werde ichmich in der Schule nicht outen weil ich nicht will das ich wieder gemobt werde.


    Wie geht ihr damit um?
    Ich schmiede pläne wie ich es ihm am gemeinsteen zurück zahlen kann.


    Wie habt ihr euch gewährt?
    Ich hab mich mit ihen Gebrügelt in der 3/4 siet der 5 hab ich mich einfach an neutralen Person reingeharkt. Mich haben ja nur Jungs gemobt und was hab ich gemacht bei ihren freundein rein gehangen


    Habt ihr zugesehen, wie jemad gemobbt wurde?
    Nein hab ich nicht, ich hab es selber gemacht und tu es immer noch.

  • Man kann es nicht verhindern. Jeder weiß das das Scheiße ist aber trotzdem macht es spaß jmd. anderes leiden zusehen.
    (...)
    Nein hab ich nicht, ich hab es selber gemacht und tu es immer noch.


    eine frage: warum?


    wenn du selbst weißt, dass es mobbing ist, kannst du es doch verhindern, oder nicht?

  • also was ich eine Stecke muss ich austeiln. Das ja keien Ahnung ich mach es einfach für mich ist es nicht immer spab sondern manchmal oder mesten einfach mein wentil ist nicht zu überlaufen.

  • Was hält ihr von Mobbing?
    Was soll ich davon halten? Man sollte definitiv nicht wegschauen


    Wurdet ihr schon Gemobbt? (In der Schule oder Arbeitsplatz)
    Nicht wirklich, in der Volksschule aber auch nur von einem


    Wie geht ihr damit um?
    Damals? kA.. ich glaub, ignorieren trifft es am ehesten


    Wie habt ihr euch gewärt?
    Gar nicht?!? xD


    Habt ihr zugesehen, wie jemad gemobbt wurde?
    Jein.. meistens greife ich schon ein, wenn ich den/die betroffene kenne, ansonsten lässt es sich ja schwer sagen, ob das Spielen, Necken oder Mobben ist. Allerdings kommt das auch auf die Mobbing-Gründe an; wir haben im Moment jemanden in der Klasse, der regelmäßig zu spät kommt, tageweise fehlt und auch bei Schularbeiten ne Viertelstunde zu spät kommt. Ich finds nicht gut wenn man darauf jetzt losgeht, andrerseits denke ich, derjenige kann sich ja selbst 'währen' - einfach pünktlich kommen.. Also, wie gesagt, kommt auf die Situation an.