Todesstrafe


  • Artikel erschienen am 28.09.2006


    WELT.de 1995 - 2006

  • Zwei gute Filme, die dazu anregen, seine Meinung über die Todesstrafe evtl. zu überdenken:



    Das Leben des David Gale


    und


    Für das Leben eines Freundes


    Sind beides Filme, die ganz klar die schattenseiten der Todesstrafe zum Vorschein bringen.
    Zum einen wird aufgezeigt, wie vorschnell jemand unschuldig zum Tode verurteilt werden kann, zum anderen wird vor Augen gehalten, für welch "minde schweren Taten" in manchen Ländern die Menschen per Gericht hingerichtet werden.


    Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich diese beiden Filme nur empfehlen!!!

  • Das ist ein sehr heikles Thema.
    Manche haben es bestimmt verdient, aber es ist trotzdem ein Frevel über Leben und Tod zu bestimmen, auch wenn es noch so beschmutzt und verdorben ist.
    But thats only my own oppinion oder so.
    Greetz Alex

  • also ich wäre für die todesstrafe, auch wenn vieles dagegen spricht..


    positives:
    - der täter müsste nicht mehr versorgt werden von unsern steuerngeldern
    - der täter könnte eine tat nicht erneut begehen (man sieht ja wieviele kinderschänder und vergewaltiger erneut frauen und kinder belästigen, oder mörder, wieder die lust bekommen zu morden)
    - die opfer (falls sie überlebt haben) bräuchten sich keine gedanken mehr zu machen über weiteres belästigen falls er dann nochmal rauskommen würde, und sie könnten mit ruhigen gewissen weiterleben (falls es denn noch möglich ist).


    negatives:
    - der täter müsste nur einen kurzen schmerz leiden, den er nicht verdient hätte, weil seine opfer wahrscheinlich qualvolleres erleiden mussten.
    - der staat wäre selbst mörder
    - der staat müsste wahrscheinlich noch die beerdigung bezahlen

  • Pro und Contra. Auf der einen Seite ja, weil zum Beispiel Kinderschänder ihren Trieb nie verlieren werden, selbst wenn man sie kastriert, reicht eine kleine Dosis an Testosteron, die eigentlich für die Erhaltung der männlichen Stimme, etc. gedacht ist aus, um wieder rückfällig zu werden und zum anderen sind wir dagegen, weil wir finden, dass sich solche Menschen nicht einfach so davonstehlen sollten, schließlich haben die Opfer auch gelitten.

  • Du meinst Haftprüfung zu beantragen, aber im Ghast du vollkommen Recht!!!
    Und als irgendwann angehender Jurist bin ich entschieden Gegen die Todesstrafe, die in unseren Grundgesetz gar nicht vorgesehen ist :


    Art. 102 GG : Die Todesstrafe ist abgeschafft.


    Man könnte zwar diesen Artikel aus dem Grundgesetz entfernen, aber damit wäre die Todesstrafe noch längst nicht eingeführt, denn ein Einführungsgesetz würde ganz klar gegen die Verfassung verstoßen.
    Stichwort Absoluter Schutz der Menschenwürde!!! Wenn man Todesstrafe "vernünftig" durchführen will, müssen diverse Kontrollgremien und Rechtsinstanzen eingebaut werden, dadurch wird dem Delinquenten, wie in den USA, die Menschenwürde genommen, indem er bzw. sie zum Rechtsobjekt gemacht wird.


    Außerdem: Ein Staat, der seinen Bürgern das Töten verbietet, macht sich durch die Einführung der Todesstrafe in meinen Augen unglaubwürdig.


    p.S.: Sollte allerdings irgendsoein Schwein einer mir nahestehenden Person irgendetwas antun, dann gnade ihm Gott!!! »:->
    Ich muss dann allerdings mit den rechtstaatlichen Konsequenzen leben.

  • [quote]Original von will0w rockt
    positives:
    - der täter müsste nicht mehr versorgt werden von unsern steuerngeldern


    Das ist nicht ganz richtig so.
    Ich habe vor kurzem in der Schule einen Artikel über das Thema Todesstrafe gelesen.
    Fakt ist, das eine Exekution um die 2 Millionen Dollar kostet und die Kosten für einen Häftling pro Jahr circa 20.000 Dollar betragen. Wenn man also einen Menschen für 15 Jahre einsperrt kostet es weniger als eine Hinrichtung.

  • Ich denke nicht, dass irgendwer das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden. Die können doch nicht einfach mal Gott spielen. Wer soll das denn bitte verantworten?

  • also ich wäre einfach nur dagegen ...
    denn wenn man sie umbringt is
    man kein stück besser als die mörder ..
    un was is wenn jemand unschuldiges umgebracht wird


    anderseits gibt auch vorteile ..
    zb die gefängnisse üblaufen ja schon
    weil es zu viele verbrecher gibt .. un fürher oda
    später sin sie eh wieder auf freiem fuss un
    können eine wiederholungstat begehn ...

  • Die Menschenrechte besagen dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Da Verbrecher auch nur Menschen sind, trifft dies auch auf selbige zu. Daher is eine Todesstrafe unbedingt abzulehnen.


    Weitere negative Aspekte wie die absolute entgültigkeit eines solchen Urteils ect. wurden ja sicher schon genannt.


    @Edie: Der einzige der das Recht hat über das Leben eines Menschen zu entscheiden, ist dieser Mensch selbst.

  • also ich bin eig gegen todesstrafe. Allerdings finde ich, dass mord und vor allem vergewaltigung die schlimmsten verbrechen sind die es gibt !! wenn ich mal wieder irgendwo lesen muss, das wieder son mis*kerl ein kleines kind vergewaltigt hat, kommt mir echt die galle hoch... wenn ich mir nur vorstelle, das jemand sowas meinem kind antun würde,.. gnade dem gott... ich würd den finden und sein leben lang so quälen lassen, bis er irgendwann dadran vergeht !! damit der dann mal die schmerzen nachfühlen kann, die sein/e opfer ein leben lang empfinden müssen. Die todesstrafe wäre bei so was total unangebracht, dann wissen die täter ja nicht was sie da eig getan haben!! und noch viel schlimmer finde ich, das solche leute auch noch iwann wegen ‚guter führung’ frei gelassen werden können. HALLO?? geht’s noch?? solche hirnkranken gehören ein leben lang innen knast. in ne schmucklose betonzelle, mit pritsche, ekelhaftem essen und nem klo... ohne ausgang!! .. und wenn se raus kommen, dann ab inne geschlossene mit denen... also wirklich... unser land ist viel zu mild mit denen...


    und beim mord isses nich anders.. mit denen sollte man genau dasselbe machen!! wirklich, solche leute machen mich rasend... oder man schüttet iwo ne insel auf, planzt obstbäume dahin und verschift die leute dahin, bringt denen einfach einmal im monat nen riesen wassertank un lebensmittel un dann können se selber zusehen..
    so is meine meinung...
    liebste grüße... anne

  • also ich bin gegen die todesstrafe, zum einen weil sie nicht gerechtfertigt ist, denn niemandem gibt jemandem das recht, jemanden zu töten, und zum anderen weil ich denke für wirklich schwerwiegende verbrechen gibts schlimmere strafen, denn der tod an sich ist so unwichtig, ich verstehe nicht wieso er als strafe gelten soll...


    ich bin der ansicht, dass eine lebenslange (wobei lebenslang im juristischen auch nicht wirklich lebenslang ist, in österreich glaub ich so 43 jahre oder so) oder zumindest sehr lange haftstrafe (einzelhaft, zB) viel bessere zwecke tut. denn da können sich diese verbrecher denk ich mal richtig gedanken drüber machen, wieso sie hier sitzen, und damit wirds erst zur strafe...


    naja


    tschü :)

  • Ich habe mich, nicht nur wegen meiner Arbeit, sondern auch aus persönlichem Interesse des öfteren mit der Todesstrafe auseinandergesetzt. Für mich persönlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Todesstrafe niemals das Mittel des Staates sein kann um ein Verbrechen zu ahnden.


    Der erste Grundsatz der sich in dieser Hinsicht sehr gut mit meinen Ansichten vereinbaren lässt, stammt aus unserem Grundgesetz und sollte jedem bekannt sein:


    Die Würde des Menschen ist unantastbar.


    Damit ist nicht nur Würde im Sinne des Wortes gemeint, sondern auch das Menschenleben, dessen Schutz sich der Staat zur Aufgabe gemacht hat.


    Wenn aber der Schutz von Würde und Leben Aufgabe unseres Staates sind, so kann man nicht rechtfertigen, wenn selbiger unter dem Vorwand der Rechtsprechung und Gerechtigkeit ein Menschenleben nimmt.
    Früher gab es zu diesem Zweck einen Paragraphen, den auch heute noch viele Länder in ihren Gesetzestexten verankert haben. Man erkante den Leuten, die zum Tode verurteilt werden sollten, die Menschenwürde und -rechte ab, somit machte sich im symbolischen Sinne nicht einmal der Henker die Hände schmutzig wenn er diese Leute hinrichtete.


    Eine solch leichtfertige Umgangsform mit dem Leben eines Menschen darf es nicht geben, denn sie führt in einen Teufelskreis den man an einigen Beispielen der Geschichte 'bewundern' darf.


    Was als Werkzeug der Gerechtigkeit behandelt wird, kann sich im Lauf der Entwicklung schnell zum Werkzeug der Gewaltenwillkür entwickeln, sollte die Macht in falsche Hände geraten.


    Um zu verdeutlichen was ich meine: Man fängt mit Verbrechern an die wirklich schlimme Dinge getan haben, doch ohne dass es merkbar wird, verschiebt sich die Grenze. Wer es einmal getan hat, tut es wieder und es fällt allen, Richtern wie Bevölkerung leichter den Todesspruch gut zu heißen - auch wenn es vielleicht nun nicht mehr ganz solch schreckliche Taten sind, die der Verurteilte begangen hat.
    Und so geht es weiter, so lange bis man im allerschlimmsten Falle bei vergleichbaren Dingen wie der Euthanasie im dritten Reich angelangt ist.
    Natürlich wäre das eine der denkbar schlimmsten Formen und darum geht es auch in diesem Thread nicht, aber ich möchte damit verdeutlichen, welche Bedenken ich gegenüber der Todesstrafe habe.


    Hinzu kommt, dass es ja nachweislich wirklich, und wie bereits aufgeführt, schon einige Fälle gegeben hat, in denen Unschuldige auf Grund von Justizirrtümern hingerichtet wurden.
    Die posthume Freisprechung dieser Menschen hilft weder ihnen zurück ins Leben, noch mildert sie den Schmerz der Angehörigen die einen geliebten Menschen verloren haben.


    Genau dies, ist mein zweiter Ansatzpunkt.


    Auch wenn ein Mensch in seinem Leben Taten begangen hat, die vielleicht grausam genug sind, damit die Betroffenen und Angehörigen der Opfer seinen Tod fordern, so sollte man doch immer im Auge behalten, dass es letzten Endes gesehen auch ein Mord ist, der vom Staat genehmigt geschieht wird er gerichtet.


    Zurück bleiben trauernde Angehörige, die nicht nur die Gerechtigkeit des Staates in Frage stellen in dem sie leben, sondern im schlimmsten Falle auch noch Rache üben wollen an vermeintlich denen, die ihrer Meinung nach Schuld sind daran, dass sie einen geliebten Menschen verloren haben.


    Woher also bitte nimmt irgendein Mensch irgendwo auf der Welt das Recht, im fadenscheinigen Umhang der 'Gerechtigkeit' ein Leben zu beenden, wenn er damit nur das gleiche anrichtet, was vielleicht auch jener zum Tode verurteilte getan hat?
    Es führt in meinen Augen nur dazu, dass man sich ein wenig mehr mit den Mördern auf eine Stufe stellt, aber eben versucht es zu kaschieren und zu vertuschen in dem man auf den Gutwill und die Akzeptanz des Volkes hofft.


    Zudem kann vor Gericht niemals eine Tat gleich der anderen gestellt werden, oder das Leid von unterschiedlichen Menschen miteinander in Vergleich gestellt werden, einfach deswegen, weil alle unsere Richter auch nur Menschen sind. Allein durch Sympathie könnte sich somit entscheiden ob jemand hingerichtet wird, oder 'nur' lebenslänglich erhält. Wahre Gerechtigkeit kann man somit auch nicht erfahren, denn vor Gericht erhält man ein Urteil - man bekommt nicht automatisch Recht.


    Und so lange man auf der einen Seite ein Mann oder eine Frau von Staat und Recht sein will, auf der anderen Seite aber über Tod und Leben entscheiden kann, so lange kann ich sagen, dass dies zwei Dinge sind, die sich niemals miteinander vereinbaren lassen werden.


    Womit ich zu dem Schuss komme:


    Todesstrafe? Nein danke!


    P.s.: Wer meinen Ausführungen folgen konnte ist gut

  • okay.. also.. Einen Aufsatz wie Elryd verfasse ich jetz nicht ^^..
    Also meiner meinung nach ist die Todesstrafe nicht gerechtfertigt. Ich schließe mich hier meinen Vorrednern an. Es kann immer mal passieren, das ein unschuldiger verurteilt wird und das ist dann einafch nicht entschuldbar. Außerdem müssten sich diejenigen die das ganze dann ausführen auch strafbar machen. Hinzu kommt, wie Elryd schon geschrieben hat, das der Staat einem Menschen nicht einfach das Lebensrecht absprechen kann.. Sowas darf es einfach nicht geben. Das mittelalter ist vorbei!
    Außerdem: was ist mit den Hinterbliebenden von Mordopfern? Wenn der Täter umgebracht wird, was ist danach? Ich glaube ich als angehöriger würde mich besser fühlen, wenn ich wüsste,: Der/Die sitzt ein und bereuht vielleicht, was er/ sie getan hat. Jemand jahrelang hinter gittern zu stecken, macht meiner Meinung nach mehr sinn und istbeinah schon mehr strafe. Wobei dann wieder die Diskussion geführt werden könnte (Wie letztes jahr bei uns in reli) Wie ist die Situation in deutschen Gefängnissen?


    aber naja, so viel zu meiner meinung!

  • Endlich. Zum ersten mal seit 40 Jahren schafft ein US-Bundesstaat die Todesstrafe ab. In New Jersey gilt als Höchststrafe ab sofort lebenslange Haft. Es scheint sich was zu tun im Land der begrenzten Unmöglichkeiten.

  • * Seid ihr dafür oder dagegen?
    - Also ich bin eigentlich strikt dagegen, aber es bringt mich schon ins nachdenken, was mit Wiederholungstätern ist, ob sie sich in Anstalten nicht helfen lassen oder Ähnliches... Eine - äh - Freundin von mir wurde vergewaltigt, und das schon zwei mal, und das finde ich wirklich übel, wie man Fehler immer wiederholen kann...
    * Ab wann sollte man sie anwenden?
    - Geteilte Meinung, ich weiß es nicht
    * Wie würdet ihr reagieren, wenn jemand den euch wichtigsten Menschen tötet?
    - Ich würde mich sofort auch umbringen, ohne nachzudenken.