Life is strange ist spitze. Ich konnte mich zwar nie ganz mit Max anfreunden (mir sind desöfteren Protagonisten unsympathisch)
aber um somehr mit den anderen Charakteren. Also wer das Spiel noch nicht gespielt hat, liest ab hier nicht weiter, weil Spoiler.
Kate ist mir mit Abstand am meisten ans Herz gewachsen und ich muss zugeben, einen Augenblick wollte ich sie springen lassen, weil ich sie verstehen konnte. Ihren Schmerz. Aber dann wollte ich sie nurnoch beschützen und aufbauen.
und den doofen Vortex-Bonzen-Club da sprengen. Aber dann auch wieder nicht, weil das alles auch nur manipulierbare Leute sind, die so einen Kram aus Unsicherheit und Machtgelüsten treiben, aber garnicht böse sind.
Ebenso ist mir Nathan ans Herz gewachsen. Ich hab eine kleine Schwäche für Charaktere die sich so auffällig böse und trotzdem dabei so unsicher verhalten, weil das auf ihre Probleme und ihre eigentliche Einsamkeit, ihren Hass, ihre Wut, ihre Trauer aufmerksam macht. Und ich so Leute nicht hassen kann, sondern eher mag. So Leute gefallen mir besser als z.B Max in diesem Spiel. Bei mir hat mir ihr Tiefgang gefehlt.. die Geschichte.
Das Ende hat mich schon nachdenklich gemacht. Jedoch muss ich sagen, ich würde jemanden der soviel Schmerz wie sie erlebt hat, nicht nochmehr leiden lassen wollen. Weil holy fuck, die Leiche der Person zu finden, die man liebt. Die Gewissheit, dass seine ganze Stadt+Leute weg sind, man keine Familie mehr hat, naja. Und ihr gings vorher ja mental schon wirklich schlecht.
Alles in einem ein schönes Spiel, aber ich hätte mir einen anderen Protagonisten gewünscht und nicht so ein Durchschnitts-Mäusschen.