Zu dem Jobcenter viele Menschen haben ja doch ein Problem von ihrem System abzuweichen und dich als die Person anzusprechen die du bist und nicht als das was dort steht.
Die Typen von der Rentenversicherung waren wahrscheinlich einfach zu faul dafür, da sowas zu verändern einen gewissen aufwand braucht denn manche sich einfach sparen wollen. Es gibt ja mittlerweile in vielen anderen Branchen leider richtig dumme und teilweiße teure Fehler, die entstanden sind weil jemand sich einbisschen Arbeit sparen wollte. 
In der Regel tendiere ich auch dazu, eher Bequemlichkeit/Unwissenheit zu unterstellen, als böse Absicht, aber die beiden Fälle waren eher noch die, in denen ich mir sicher bin, es war schlicht Diskriminierung, die hinter Bürokratie getarnt sein sollte - die Fälle, die an Bequemlichkeit/Unwissenheit lagen, gab es definitiv auch, aber die habe ich nicht erwähnt, weil die nicht zu langfristigeren Problemen geführt haben.
Beim Jobcenter wars so, dass der gute Mann mich zunächst mit sehr großer Verspätung in sein Büro ließ, weil er zunächst nicht verstand, dass es sich bei mir um 'Frau xy' handeln könnte und er hat sich auch anfangs geweigert, telefonische Dinge mit mir zu besprechen, weil er meinte, ich könnte über das Telefon nicht beweisen, seine 'Kundin' zu sein. Erst nach diesem ersten Eindruck ging er dazu über, mich indirekt dazu zu zwingen, mich verbal mit meiner Datenlage angleichen zu lassen, weil ich ja nunmal nicht einfach aufstehen und gehen konnte. Er hat also intuitiv sehr genau begriffen, eine männliche Person vor sich zu haben und hat einfach rundum kein Interesse daran gehabt, mit mir zu kooperieren, bis sein Abteilungsleiter meinen Brief bekam und zeitgleich dann auch die Datenänderung durch war, wegen der er sich nicht mehr auf sein Motiv mit der Anrede in den Akten stützen konnte.
Bei der Rentenversicherung unterstelle ich nicht unbedingt Feindseligkeit, sondern schon Unwissen, die aber auch recht offensiv bis diskriminierend ablief. Dort war es ja nicht so, wie du vermutest, dass die Mitarbeit dort ein Risiko eingegangen wären, meine Nummer zu ändern und evtl. einen Fehler damit zu machen, sondern sie haben meine rechtskräftigen Daten zunächst nicht anerkennen wollen, obwohl sie sowohl einen Gerichtsbeschluss als auch meine Geburtsurkunde vorliegen hatten. Und als sie begriffen haben, das anerkennen zu müssen, haben sie gedacht, ich kenne die Bedeutung der Kundennummer und den Geschlechtseintrag darin nicht. Sie haben also schlicht lieber den Fehler riskiert, falsche Daten über mich zu führen und mich ab zu wimmeln, bis ich auch dort ja dann Jemanden erwischt habe, dem wegen diesem Fehler dann so die Hutschnur geplatzt ist, dass die Abteilung über Telefon direkt bei meiner Anwesenheit zusammengestaucht wurde und ich meine Unterlagen wenige Minuten später abholen konnte.
Ich bin mir recht sicher, dass Situationen dieser Art zustande kommen, wenn man Menschen einen Job gibt, in dem sie eine Art Macht-Position haben und Diejenigen das im Sinne ihrer eigenen Philosophie nutzen. Kommt aber trotzdem selten vor, wenn ich bedenke, in wie vielen Büros ich saß, in denen Nichts dieser Art passiert ist. Klar ist das wichtigste, dass danach alle Daten noch korrigiert wurden, aber ich denke, dafür braucht man eigentlich nicht allzu dankbar zu sein, weil es die Mindestanforderung des Jobs war/ist, das nach zu holen.