Beiträge von JohnDoe

    Habt ihr euch von Februar bis jetzt nur hin und wieder gedatet oder habt ihr eigentlich schon mehr oder weniger eine Beziehung geführt, ohne es Beziehung zu nennen?


    Falls es bloß Daten war, finde ich eigentlich nicht, dass du irgenwie zu viel verlangt hast, offene Karten sehen zu wollen, auch wenn man das natürlich sensibler und während einem persönlichen Gespräch hätte erklären können.


    Wenn es aber schon deutlich mehr als nur Daten war, dann wäre die Frage, warum du unbedingt das Wort Beziehung hören willst, statt die Beziehung einfach zu haben und zu warten, bis er dem einen Namen geben möchte. Es hätte sich ja im Prinzip Nichts geändert.


    Egal welcher Fall von Beidem es jetzt wirklich war, gehört ihr da letztendlich aber Beide dazu und wenn ihm das zu schnell ging, dann kann er aus der ganzen Sache natürlich aussteigen. Vielleicht kannst du es nachholen, ihm doch nochmal persönlich zu erklären, dass du nicht Schluss machen wolltest, aber auch dann könnte er selbst das zwischen euch als beendet ansehen.


    So lange er im Urlaub ist, würde ich nicht unbedingt versuchen, ihn zu erreichen - das würde vermutlich nicht viel bringen und ihm den Urlaub vielleicht nur vermiesen, wenn es wieder über die Distanz in Meinungsverschiedenheiten endet. Aber wenn er wieder zu Hause ist, würde ich es versuchen und notfalls auch einfach zu ihm fahren, wenn es dir wichtig genug ist, es zu retten.

    Hat er dir denn irgendwelche Gründe dazu erklärt, weshalb er meint, dass du von einem Psychologen abgelehnt werden würdest, es eh nicht durchziehst etc.?


    Ich meine, ja man kann von Psychologen abgelehnt werden und die, die wirklich Ahnung haben, tun das auch, wenn es sich ziemlich klar so darstellt, dass man nicht transsexuell im medizinischen Sinne ist - das mag bei deinem Freund ja so gewesen sein, wenn er das Ganze dann auch von sich aus abgebrochen hat, heißt aber nicht, dass du selbst nicht sehr wohl transsexuell sein kannst und deshalb auch angenommen wirst. Ohne sehr gut begründeten Verdacht lehnen Therapeuten nicht pauschal ab.


    Wenn du also das Gefühl hast, du bist ganz definitiv eine Frau, dann bist du das vielleicht auch wirklich und wenn dein Freund keine gute Erklärung hatte, um dich daran zweifeln zu lassen, dann brauchst du dich eigentlich nicht verunsichern zu lassen. Du solltest durchaus im Hinterkopf behalten, dass dieser Freund scheinbar keine ganz einfachen Erfahrungen mit dem Thema gemacht hat und dir das evtl. madig macht, ohne dass das vllt. so direkt seine Absicht ist.

    Ich denke, als ersten Schritt solltest du dem Lehrer klar machen, dass du seine Annäherung nicht möchtest - und dass du vor Allem auch weißt, dass er das nicht darf. Dafür könntest du ihn zum Beispiel nach einer Unterrichtsstunde, wenn deine Mitschüler noch in unmittelbarer Nähe sind, zu einem kurzen Gespräch bitten und ihm die Grenze dann ganz klar setzen. Oft ist das schon eine deutliche Abschreckung für Denjenigen in einer Machtposition, wenn ihm klar gemacht wird, dass man nicht mitmacht und darüber weiß, dass er Etwas tut, was er nicht darf.


    Sollte er darauf nicht weiter eingehen und es weiterhin versuchen, dann bleibt dir eigentlich nur, es öffentlicher zu machen und dann wären deine Eltern und/oder ein Vertrauenslehrer eine gute Anlaufstelle. Sollte auch das Alles nicht ausreichen, dann kannst du auch direkt an die Schulleitung damit gehen.


    Das Einzige, was du auf keinen Fall tun solltest, wäre auf ihn ein zu gehen, nur weil du Angst vor Konsequenzen hast.

    Grundsätzlich wäre es wohl rundum das einfachste und vermutlich auch beste, einfach mit ihm darüber zu reden - sowohl darüber, dass du ganz konkrete Fantasien mit Frauen hast, die du eigentlich gerne ausleben möchtest, als auch darüber, dass du mehr beim Sex ausprobieren möchtest.


    So wie du ihn und eure Beziehung schilderst, wirkt das nicht, als würde er direkt aus allen Wolken fallen, sondern eher so, als wäre er locker genug, das erstmal nicht als so große Sache auf zu fassen. Wenn er das Alles dann nicht möchte, kann man sich immernoch Gedanken machen, aber vorher sollte er ja schon die Möglichkeit haben, das erstmal zu wissen und dir vielleicht auch einfach entgegen zu kommen.


    Evtl. findet ihr dann gemeinsam eine Lösung dafür und ihr seid damit dann zufrieden.

    Liebe ist... zufrieden mit dem zu sein, was man gemeinsam hat - sich mehr miteinander zu wünschen, als man jemals haben wird - und Nichts zu bereuen, was man jemals gemeinsam hatte.

    Zu dem Jobcenter viele Menschen haben ja doch ein Problem von ihrem System abzuweichen und dich als die Person anzusprechen die du bist und nicht als das was dort steht.

    Die Typen von der Rentenversicherung waren wahrscheinlich einfach zu faul dafür, da sowas zu verändern einen gewissen aufwand braucht denn manche sich einfach sparen wollen. Es gibt ja mittlerweile in vielen anderen Branchen leider richtig dumme und teilweiße teure Fehler, die entstanden sind weil jemand sich einbisschen Arbeit sparen wollte. :/

    In der Regel tendiere ich auch dazu, eher Bequemlichkeit/Unwissenheit zu unterstellen, als böse Absicht, aber die beiden Fälle waren eher noch die, in denen ich mir sicher bin, es war schlicht Diskriminierung, die hinter Bürokratie getarnt sein sollte - die Fälle, die an Bequemlichkeit/Unwissenheit lagen, gab es definitiv auch, aber die habe ich nicht erwähnt, weil die nicht zu langfristigeren Problemen geführt haben.


    Beim Jobcenter wars so, dass der gute Mann mich zunächst mit sehr großer Verspätung in sein Büro ließ, weil er zunächst nicht verstand, dass es sich bei mir um 'Frau xy' handeln könnte und er hat sich auch anfangs geweigert, telefonische Dinge mit mir zu besprechen, weil er meinte, ich könnte über das Telefon nicht beweisen, seine 'Kundin' zu sein. Erst nach diesem ersten Eindruck ging er dazu über, mich indirekt dazu zu zwingen, mich verbal mit meiner Datenlage angleichen zu lassen, weil ich ja nunmal nicht einfach aufstehen und gehen konnte. Er hat also intuitiv sehr genau begriffen, eine männliche Person vor sich zu haben und hat einfach rundum kein Interesse daran gehabt, mit mir zu kooperieren, bis sein Abteilungsleiter meinen Brief bekam und zeitgleich dann auch die Datenänderung durch war, wegen der er sich nicht mehr auf sein Motiv mit der Anrede in den Akten stützen konnte.


    Bei der Rentenversicherung unterstelle ich nicht unbedingt Feindseligkeit, sondern schon Unwissen, die aber auch recht offensiv bis diskriminierend ablief. Dort war es ja nicht so, wie du vermutest, dass die Mitarbeit dort ein Risiko eingegangen wären, meine Nummer zu ändern und evtl. einen Fehler damit zu machen, sondern sie haben meine rechtskräftigen Daten zunächst nicht anerkennen wollen, obwohl sie sowohl einen Gerichtsbeschluss als auch meine Geburtsurkunde vorliegen hatten. Und als sie begriffen haben, das anerkennen zu müssen, haben sie gedacht, ich kenne die Bedeutung der Kundennummer und den Geschlechtseintrag darin nicht. Sie haben also schlicht lieber den Fehler riskiert, falsche Daten über mich zu führen und mich ab zu wimmeln, bis ich auch dort ja dann Jemanden erwischt habe, dem wegen diesem Fehler dann so die Hutschnur geplatzt ist, dass die Abteilung über Telefon direkt bei meiner Anwesenheit zusammengestaucht wurde und ich meine Unterlagen wenige Minuten später abholen konnte.


    Ich bin mir recht sicher, dass Situationen dieser Art zustande kommen, wenn man Menschen einen Job gibt, in dem sie eine Art Macht-Position haben und Diejenigen das im Sinne ihrer eigenen Philosophie nutzen. Kommt aber trotzdem selten vor, wenn ich bedenke, in wie vielen Büros ich saß, in denen Nichts dieser Art passiert ist. Klar ist das wichtigste, dass danach alle Daten noch korrigiert wurden, aber ich denke, dafür braucht man eigentlich nicht allzu dankbar zu sein, weil es die Mindestanforderung des Jobs war/ist, das nach zu holen.

    Die Frage ist halt irgendwie auch, was man als Reife oder Wissen/Erfahrung wie einordnet. Mir kommt es zum Beispiel oft so vor, dass man sich gerne selbst als das Maß sieht, an dem man die Reife oder die Erfahrung Anderer wisst - da kann ich mich durchaus selbst als Beispiel anführen, einen guten Freund zu haben (1 Jahr jünger als ich), von dem ich aus meiner Sicht definitiv sagen würde, er verhält sich privat unfassbar unreif, hat wenig Eigenwahrnehmung und wäre in Sachen Impulskontrolle irgendwo bei 12 Jährigen aufgehoben - aber gleichzeitig hat er bei der Bundeswehr einen absolut disziplinierten und leistungsorientierten Job, verdient mehr, als das in unserem Alter die Norm sein mag und hat in Allem, was er dort macht, sehr viel mehr Lebenserfahrung als ich. Dementsprechend wäre mein Bild von seiner Alterswahrnehmung in Privat- und Berufsleben sowas wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, obwohl ich mir sicher bin, für seinen ganz individuellen Lebenslauf verhält er sich seinem Alter vermutlich einfach entsprechend, genauso wie er das in 20 Jahren immernoch tun wird und sich bis dahin verändert haben wird.


    Das Alter ist eben erstmal nur eine Zeitangabe, die Nichts darüber aussagt, wer zu welchem Zeitpunkt wie ist.


    Was solche Dinge wie FSK/USK angeht, mag das nochmal anders sein, weil das ja mit der Entwicklung von Kindern zusammenhängt - da kann man eben schon grob sagen, wie die im Normalfall in bestimmten Zeitabschnitten abläuft bzw. ablaufen sollte.

    Ich glaube jeder wird irgendwas oder irgendjemanden nicht normal finden. Das muss man nicht unbedingt tolerieren, aber dennoch akzeptieren.

    Im Kern gebe ich da vollkommen Recht - Niemand muss Alles toll finden, so lange das eine reine Meinung ist, die Niemandem aktiv schadet. Auch nicht dann, wenn es als moralisch fragwürdig gewertet werden kann, Etwas nicht gut zu finden.


    Du sagst in dem Zitat aber eigentlich genau das gegenteil von dem, was du meinst Nicolas, denn Toleranz ist im Prinzip das Mindestmaß, die Existenz von Etwas zu dulden, während Akzeptanz eine Art der Befürwortung, Anerkennung oder Unterstützung ist. Das was z.B. Homosexuelle eigentlich fordern, ist meist nicht Toleranz sondern Akzeptanz und als intolerant bezeichnete Menschen tolerieren oft durchaus, aber akzeptieren nicht.

    Im Prinzip musst du bloß zu der zuständigen Dienststelle in deiner Nähe - das kann entweder die Agentur für Arbeit sein oder das Jobcenter. Dort kannst du dann Alles beantragen, was du brauchst und worauf du Anspruch hast und würdest dann praktisch am letzten Tag des aktuellen Monats ALGII für den Folgemonat bekommen. Das ist (so weit ich weiß) die schnellste Option, wenn du das noch jetzt im Juli machst.


    Edit: Wenn du das Ganze beschleunigen willst, kannst du im Vorfeld schonmal deine Konto-Auszüge der letzten 3 oder 4 Monate bereit halten und natürlich deinen Personalausweis mitnehmen. Solltest du noch irgendeine Art von Einkommen haben, dann auch einen Einkommensnachweis und deinen Mietvertrag, wenn du selbst Mieter bist.

    Der größte Beziehungs-Killer wäre es für mich wohl, nicht auf einer Wellenlänge zu sein. Unterschiedliche Meinungen, Interessen und Einstellungen meine ich damit gar nicht, sondern mehr fehlendes Verständnis für das, was man sich sagt - oder eben auch nicht sagt.


    Klar kann es auch sein, dass man nicht zusammen passt, obwohl man sich eigentlich gut unterhalten kann, aber vorausgesetzt Jemand passt ganz generell zu mir, dann ist es mir ziemlich wichtig, gedanklich und verbal auf so einer pseudo-symbiotischen Ebene zu sein, auf der man das Gefühl hat, zu wissen, was im Anderen gerade vor sich geht oder schon weiß, was er sagen will, wenn er es noch gar nicht ganz ausgesprochen hat.


    Alles dauernd zerreden und mit vielen Worten um den heißen Brei reden meine ich damit aber absolut nicht. Mein letzter Freund war stumm und trotzdem hat mir sehr oft ein Stichwort gereicht, um ihn zu verstehen oder Anderen zu erklären, was er sagen will, einfach weil man intuitiv darauf gepolt war, wie der Andere denkt.


    Vermutlich kitschig, aber das ist meine Mindestanforderung für eine langfristig enge Beziehung.

    Queer as folk ist gar nicht mal so unbekannt, weil es ja durchaus vor Ewigkeiten Mal eine Weile im TV anlief und zudem auch als so ein 'Insider-Tipp' unter Boy-Love-Fanfiction-Fans gehandelt wird. Ich hab die Empfehlung zu der Serie jedenfalls schon sehr oft gehört, ohne dass Diejenigen mit realer Homosexualität besonders viel am Hut gehabt hätten.


    So wahnsinnig schlimm finde ich die Klischees eigentlich nicht, aus denen die Serie aufgebaut ist - einfach weil es ein Stilmittel ist, das sich wirklich sehr überzogen durch die komplette Handlung zieht und es wohl auch nicht der Anspruch der Serie ist, sich selbst besonders ernst zu nehmen. Der Humor springt einem förmlich ins Gesicht, wenn man ihn nicht bewusst ignoriert.


    Trotzdem muss ich Raaku teilweise Recht geben - ja, es gibt Menschen, die genau auf diese Klischees anspringen, weil sie die Realität nicht genug kennen, um den Humor als solchen erkennen zu können. Allerdings sind das oft nicht unbedingt Menschen, die das Stereotyp negativ aufnehmen, sondern schlicht Fangirls. Das Stichwort schwule Mädchen hatten wir auf YG ja schon ein paar Mal und beschreibt die Glorifizierung des Stereotyps ganz gut.

    Sehr gerne ^^


    Ich denke, man könnte es noch am ehesten damit vergleichen, dass es ja z.B. auch Leute gibt, die in ihrer Freizeit in einer Sportmannschaft sind oder Etwas dieser Art. Beim Gaming ist man zwar physisch nicht so aktiv, aber je nachdem, was man spielt und mit wem alles zusammen, kann das ansonsten sehr ähnlich ablaufen.

    • Was zockst du? (Genre + Grund)

    Ich bin da erstmal offen, alle möglichen Spiele zu testen, aber langfristig bleibe ich eher bei MMORPG hängen, einfach weil es oft komplexere Spiele sind.

    • Lieber alleine oder Multi?

    Generell spiele ich lieber Games, die online stattfinden. Einfach weil Menschen drumherum sind und man die auch dann mitbekommt, wenn man trotzdem gerade alleine für sich spielen möchte - man gleichzeitig aber auch problemlos mit Freunden zusammen spielen kann oder dort neue Kontakte knüpft.

    • Warum zockst du? (Spaß oder anderer Grund?)

    In erster Linie ist es Spaß. Ich finde reines Fernsehen z.B. furchtbar langweilig, weil es Berieselung ist, aber ich brauche auch nicht den ganzen Tag absolute Action - da sind Games für mich einfach das Mittelding, physisch zu entspannen, aber mental weiter gefordert zu sein. Ich spiele halt nicht oft Games, in denen man nicht auch nachdenken oder in irgendeiner Art geschickt sein muss.


    Am Ende des Tages geht es für mich beim Gaming nicht so sehr darum, ein Spiel zu spielen, wie man das als Kind den ganzen Tag gemacht hat, sondern es hat für mich viel mit Organisation, Kommunikation und einem gewissen Anspruch/Schwierigkeitsgrad zu tun. Das ist vermutlich nicht so leicht nachvollziehbar, wenn man dazu keine persönliche Verbindung hat, aber es ist sicherlich ein Stück Entspannung für Leute, die dann abschalten können, wenn sie weiter unter Strom stehen.

    Ich glaube, nun habe ich es über Umwege doch auch verstanden, worum es eigentlich geht und ich kann mich da nur anschließen, das Ganze seit ein paar Tagen (oder sinds schon Wochen?) zu beäugen. Mich persönlich nerven sinnleere Postings jetzt eher weniger, weil ich das entsprechende Thema dann einfach genauso überlese, wie alle Spam Threads, die eben einfach nicht mein Ding sind, aber wäre ich der Thread-Ersteller eines Themas, in dem mein Anliegen mit (meist flapsigem) Offtopic-Spam überschwemmt wird, dann würde ich das vermutlich auch weniger entspannt sehen.


    In der Regel liest sich das Ganze aber wirklich nicht so, als wären da böse Absichten dabei - trotzdem schleichen sich da ja hin und wieder Beleidigungen ein, es wird sich über Threadersteller lustig gemacht und ganz generell erweckt es oft den Eindruck, dass sich auf Kosten Anderer verbal profiliert wird. In den Fällen braucht es dann auch keine bösen Absichten, denn so oder so gehört sich das einfach nicht, Andere herablassend bis ignorant zu behandeln, wo es hier einfach genug Platz für jede Form der Unterhaltungen gibt, ohne Anderen dabei zwingend ihre Gesprächsthemen sprengen zu müssen.


    Zumal wir hier ja in den meisten Fällen mehr oder weniger fremde Menschen sind - nicht private Freunde, mit denen man so umspringen kann und trotzdem gemocht wird, weil man irgendeine Art Beziehung zueinander hat.

    Was meinst du mit 'Psychenzerstörer' und dich 'anonym in ein solches Gebiet begeben'? Für mich liest sich dein Post wirklich sehr schwammig, daher einfach Mal die direkte Nachfrage, worum es tatsächlich geht. Da du von Namen sprachst, die du nicht nennen möchtest, will ich auf die natürlich gar nicht hinaus - die braucht es sicher nicht, um dein Thema zu verstehen.


    Zu 'Psychenzerstörer' fällt mir ganz generell der Begriff toxischer Menschen ein, aber soweit ich diesen Ausdruck kenne, ist der recht genau definiert in seiner Bedeutung und scheint mir hier auf den ersten Blick nicht das zu sein, wovon du redest.

    Die einzigen wirklich herausragend negativen Erfahrungen habe ich eigentlich zum Thema Trans in bürokratischen Belangen gemacht.


    Das war einmal vor ein paar Jahren das Jobcenter, als meine Personenstands- und Vornamens-Änderung noch nicht gerichtlich umgesetzt war. Dort trat ich zwar als männliche Person auf und bat auch darum, mich zumindest verbal entsprechend zu behandeln, aber der 'nette' Schreibtisch-Mensch erklärte mir dann sehr flapsig, dass ich doch mit dem Unfug aufhören solle und sprach mich sehr demonstrativ mit Frau xy an. Das änderte sich erst, nachdem ich Beschwerde beim Abteilungsleiter einreichte.


    Die zweite Situation gab es dann bei der Rentenversicherung (ich beziehe Halbwaisen-Rente), von denen ich in Briefen zwar nach meiner Datenänderung mit passender Anrede und neuem Vornamen angeschrieben wurde, allerdings setzt sich eine Rentenversicherungs-Nummer aus Vor-, Nachname, Gebursdatum und Geschlecht zusammen. Die letzten beiden Ziffern meiner Nummer wurden dann einfach weiterhin klar als weiblich beziffert. Ich musste drei Mal durch Termine in verschiedenen Abteilungen, bis ich irgendwann an Jemanden geraten bin, der meinen Gerichtsbeschluss als rechtskräftig anerkennen wollte und die Nummer dann auch umgehend änderte.


    Ansonsten muss ich aber sagen, dass es vielleicht hier und da Mal um Kleinigkeiten ging, aber im Großen und Ganzen hatte ich sonst nie echte Probleme wegen Trans - und erstrecht nicht wegen meiner Orientierung. Wobei ich wohl auch eine gewisse Toleranz für Fehltritte Anderer habe und manche Dinge einfach nicht so negativ bewerte, wie das ein Anderer vllt. täte.

    'Abstoßend' wäre für mich persönlich da jetzt zu weit gegriffen - Frauen haben meinem Empfinden nach Nichts an sich, was ich für so abstoßend halten würde, dass ich mir zwei lesbische Frauen beim Sex nicht ansehen könnte und das selbe gilt für die Konstellation Mann-Frau.


    Die Frage ist nur, ob es für mich den Sinn eines Pornos erfüllen würde, denn da gehts ja nicht nur darum, Nichts zu sehen, was man abturnend findet, sondern mehr darum, Etwas zu sehen, was man erregend findet.


    Fazit - mich störts nicht, Frauen in Pornos zu sehen, aber prickelnder als so manche GoT Folge wäre das für mich tendenziell nicht.


    Edit: Zu deiner Problemstellung fiel mir noch ein - du könntest doch Filme mit bisexueller Konstellation als eigene Kategorie ausweisen. Gibt sicher genug Nutzer, die gefiltert danach suchen würden.

    Mich wundert eigentlich ein bisschen, dass du dich ziemlich auf die Frage fixierst, ob er in dich verliebt ist - also klar, die Frage ist schon nahliegend bei seinem Verhalten, das schon sehr danach klingt, aber irgendwie verhaltet ihr euch doch scheinbar beide sehr ähnlich. Er deutet an, dass du scheinbar Etwas nicht bemerkst, was seiner Meinung nach offensichtlich sein sollte - du kannst ihn nicht deuten und willst wissen, ob er Gefühle für dich hat. Gleichzeitig erwähnst du aber ja auch, dass du selbst Gefühle für ihn hast - was du ihm aber weder sagst noch wirklich offen zeigst.


    Ob es euch da wirklich Beiden gleich geht, weiß ich natürlich nicht sicher, aber im Prinzip sieht es so aus, als tanzt ihr Beide um den heißen Brei, seid Beide der Meinung, der Andere soll mit der Sprache raus rücken und das ganze Spielchen durchbrechen.


    Wieso stellst du dir da weiterhin die Frage, ob er in dich verliebt ist, wenn du ihm auch einfach sagen könntest, dass du selbst Etwas für ihn empfindest? Irgendeiner von euch muss es wohl tun und da du ihn nicht dazu bringen kannst, kannst du das Spielchen weiter spielen oder selbst den Schritt machen.

    Vermutlich lässt sich das ganz einfach damit relativieren, wenn man den Spieß einfach Mal umdreht - nämlich zu Männern, die generell Interesse an Frauen haben und lesbische Frauen besonders anziehend finden. Das ist eine absolut gängige Porno-Fantasie, die eigentlich Niemand komisch findet, denn man kommt da eigentlich nicht auf die Idee, dass besagte Männer irgendwie selbst weiblich oder lesbisch sein könnten - wieso auch?


    Ich halte das bei Frauen für exakt die selbe Fantasie, die alleine daraus resultiert, dass Diejenige Interesse an Männern hat und es scheinbar anziehend findet, wenn diese Männer auch Interesse für sich gegenseitig haben. Ob diese Männer faktisch wirklich schwul sind - oder ob betreffende Frau männlich oder schwul ist, interessiert für die Fantasie in dem Moment nicht, weil sexueller Reiz Nichts mit Logik zu tun hat und die Gleichung nicht aufgehen muss.

    Ich glaube, wir gehen einfach von völlig unterschiedlichen Ebenen aus, um die es geht - ich beziehe mich auf die Situation des TE, der einfach nur von Homophobie in seiner Familie sprach. Da es nicht weiter ausgeführt wurde, gehe ich in 99% der Fälle einfach Mal davon aus, dass es um eine gutbürgerlich konservative Familie geht, in der man sich nicht beschimpft, sich nicht an den Kragen geht, sondern einfach nur eine abgeneigte Haltung gegenüber Homosexualität hat. Das ist reine Meinung und keine Verfolgung oder etwas der Art.


    Was nun die restliche Welt angeht - ja sicher gibt es Verfolgung und Gewalt, ja sicher hat das damit zu tun, dass zu viele Intolerante Menschen geballt zusammenkommen. Vor Allem hat das aber mit Kriminalität zu tun und die ist ganz klar anzulehnen, egal welchen Grund die Kriminalität hat - und wenn es um Länder geht, in denen diese Form der Gewalt nichtmal als kriminell gilt, dann umso schlimmer. Dennoch ist Intoleranz als Solche erstmal kein Verbrechen in keinem Land, das Meinungsfreiheit kennt. Ich kann ja zum Beispiel auch absolut Etwas gegen Fußball haben und mich trotzdem mit einem begeisterten Fan gut verstehen, solange ich nicht mit gucken muss, um Mal ein abstraktes und aktuelles Beispiel zu geben.