Diskriminerung durch Schwule und Lesben

  • Also ich persönlich "definiere" meine sexuelle Orientierung so (wenn man von diesem verkrampften hetero-bi-homo-schubladendenken ausgeht) :


    Ich hatte bisher nur eine Beziehung mit einem Mädchen, und ich habe schon vorher gemerkt dass ich mich (auch) für Mädels interessiere. Solange ich es noch nicht mit einem Kerl ausprobiert habe, bin ich offiziell bi. Sobald ich vom Gegenteil überzeugt werde, werde ich sagen, dass ich lesbisch bin. Aber ich weiß es eben bisher noch nicht.



    Ich hab aber mal nen blöden Spruch gelesen: Bi ist nur der Zug nach Gay-Town.

  • Zitat

    naja ich persönlich hab nichts gegen bi baer eine beziehung oder ähnliches würde ich net haben wollen, da ich mir wie ein sielzeug vorkommen würde


    sowas ist mir immer am liebsten: Leute, die die fürchterlichsten Anschuldigungen und Klischees runterbeten, sogardas Selbstverständnis anderer in Frage stellen und meinen in einen Menschen hinein sehen zu können
    und dann sagen "ich hab nichts gegen BIs". Ungefähr so sinnig, wie wenn sich jemand hinstellen würde "Ausländer raus! Aber ich bin doch nicht ausländerfeindlich".


    Was du beziehungstechnisch machst, ist natürlich deine Sache, was du hier aber ablässt, allerdings nicht.
    Punkt1: "BIs wollen nur Spaß und können keine feste Beziehung führen, sonst wären sie ja lesbisch/schwul bzw. hetero". Wenn jemand auf blond und schwarzhaarig steht, kann er dann mit einem blonden Menschen keine langfristige Beziehung führen, weil ihm die schwarzen Haare fehlen? Eine absolut absurde Behauptung. Es gibt darüber hinaus nichtmal die Bisexualität, es gibt unendlich viele Bisexualitäten. Für den einen bedeutet bi-sein, dass er beide Geschlechter sexuell anziehend findet, aber nur eines lieben kann, für den nächsten bedeutet bi sein, dass die Neigung zu beiden Geschlechtern durchweg vorhanden ist und er beides gleichzeitig braucht, um glücklich zu sein und für den dritten bedeutet bi-sein, dass das Interesse an beiden Geschlechtern latent vorhanden ist, aber sowohl Herz und sexuelles Verlangen einzig und allein dem Menschen gehören, mit dem er zusammen ist. Der vierte nennt sich vielleicht bi, weil er in seiner gesamten schwulen oder lesbischen Laufbahn ein einziges Mal eine heterosexuelle Beziehung geführt hat und dass nicht in seine Definition von lesbisch/schwul passt und der 5. kann nur ein Geschlecht lieben, das er sexuell nicht begehrt und umgekehrt. All diese Beispiele sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern die Wirklichkeit. ich könnte sogar die Namen dazu nennen.... und man stelle sich vor, nicht wenige davon leben in glücklichen Beziehungen ganz ohne Seitensprünge
    Außerdem sollte man nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Ich finde es immer wieder niedlich, wenn Schwule und Lesben schreien "ach mit BIs kann man keine richtige Beziehung führen, die sind unfähig dazu"... und zwei Beiträge weiter unten steht "meine Freundin hat mich mit meiner Ex betrogen, die wiederum heute mit der Ex der Ex meiner Freundin zusammen ist, mit der ich wiederum meine Ex betrogen habe". Von der sexualisierten Schwulenszene, in denen bunte Tücher erfunden wurden, um anderen die eigenen Präferenzen mitzuteilen und in der man mit 30 absolut out ist und ich schon einige Freunde jammern hörte "ich will einen festen Freund, aber überall geht es nur um Sex" will ich mal gar nicht anfangen zu reden. Doch da sinds auf einmal die einzelnen Menschen und nicht die Tatsache, dass sie lesbisch oder schwul sind. immer wieder herrlich - diese Doppelmoral!


    2. Punkt: "man sollte sich schon festlegen welche richtung man wählt" genauso sinnig! Gefühle sind keine Entscheidungsfrage, Gefühle sind pure Existenz. Man kann den Gefühlen nachgehen oder sie unterdrücken. Ersteres ist (insofern man die Gefühle seiner Mitmenschen damit nicht verletzt) der gesündere Weg, letzteres schlichte Dummheit. Allen Lesben, die eine derartige Gefühlsunterdrückung erwarten, weil es nicht in den eigenen Kram passt, sollte man mit der selben Rigorosität sagen "beende ab sofort jegliche Beziehungen oder sonstigen sexuellen Verbindungen zu Frauen und heirate gefälligst einen Mann" - das kommt ungefähr aufs gleiche hinaus. Leider sind wir ja ach so tolerant,so dass wir selbst die schlimmste Intoleranz dulden, die ironischerweise auch noch am lautesten nach Toleranz brüllt.


    3. Punkt: "man kann ja auch net nur ein bisschen schwanger sein" ja,kann man nicht. Schwanger ist auch ein körperlicher Zustand. Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? absolut nichts. man kann auch nicht ein bisschen lesbisch oder ein bisschen schwul sein - stimmt auch, da schwul und lesbisch per Definition die ausschließlichliche Anziehung vom eigenen Geschlcht bedeuten. Deswegen gibt es den Begriff bisexuell, der per Definition die Anziehung von beiden Geschlechtern bedeutet. Und genau das ist es, was bisexuelle Menschen, in welcher Aufteilung und Intensität auch immer, empfinden. Nur weil etwas für dich persönlich nicht nachvollziehbar ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht existiert. Viele Menschen sind auch nachwievor der Überzeugung, homosexualität ist eine Illusion und das Produkt von schlechten Erfahrungen. Demnach bist du als Lesbe oder Schwuler nur lesbisch bzw. schwul, weil du keinen Mann bzw. keine Frau abgekriegt hast. Haben sie denn recht, nur weil sie deine Gefühle nicht nachvollziehen können? Vanille allein istlecker, Schokolade alleine auch, aber es gibt auch Menschen, dieSchoko- undVanilleeis mögen.


    Punkt 4: "da ich mir wie ein sielzeug vorkommen würde" und warum würdest du dir so vorkommen? Weil das Gegenüber bi ist oder sind es schlichtwegdeine eigenen Ängste und Fantasien. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund darin, wieso man sich als Spielzeug vorkommen sollte, wenn man eine Partnerin oder einen Partner hat, der einen aufrichtig liebt und absolut treu ist, nur weil es vor einem selbst einen Menschen des jeweils anderen Geschlechts gab. Aber wenn man diese Beziehung dann selbst belastet mit Ängsten, die aus Hörensagen entstanden sind oder aus alten, negativen Erfahrungen, die man ungerechter Weise überträgt, wenn man den Ängsten mehr glaubt als der Wirklichkeit, dann kann man sich sicherwie ein Spielball fühlen. Die "Schuld" liegt aber nicht beim Partner -sondern bei einem selbst.


    Insgesamt finde ich es traurig zu sehen, wie viele, grade Lesben, sich aus purer Angst, aus der Diskrminierung und Vorurteile erwachsen, sich selbst viele Chancen verbauen. Man hat manchmal den Eindruck, sie fühlen sich zu schwach, um mit der Heterowelt konkurrieren zu können, wobei ich ähnliche Ängste aber auch schon bei Partnern in verschiedengeschlechtlichen Beziehungen erlebt habe. Und natürlich gibt es Fälle, in denen es nach dem befürchteten Muster abläuft. Aber nicht zwangsläufig. Weder ist eine Lesbe bzw. ein Schwuler eine Garantie dafür, dass sie Beziehung von solchem Mistverschont bleibt, noch geht es bei jemanden, der bi ist, zwangsläufig schief. Es hilft nur Augen aufmachen und hinsehen, indie Wirklichkeit. nicht auf die Ängste und Vorurteile.


    imo schaffen diese Kategorisierungen homo/hetero/bi mehr Probleme als dass sie helfen und ich halte sie schon längst, auch aus anderen Gründen für überholt.

  • Zitat

    In ein Mädchen verliebt-> lesbisch.
    Aber ein paar (sehr wenige) Jungs sehen dann doch recht nett aus. Wie denn jetzt? unglücklich


    Und dann hab ich irgendwo auch noch von Lesben gelesen, die ab und an Sex mit Männern haben. Eigentlich müssten die doch dann bi sein. Passt das einfach nicht zu deren altfeministischen antipatriarchaischen Überzeugungen? Oder darf man als Lesbe doch Sex mit Männern haben? geschockt


    Und woher weiß ich, dass ich wirklich bi bin und dass das nicht nur die viel zitierte Vorstufe zum Lesbischsein ist? Weil irgendwie irgendwo in mir drin der Wunsch nach "Normalität" ist? (Jaja, die Gedanken eines Spätzündrs, der immer viel zu lange über alles nachdenkt^^).


    eine herrliche Demonstration dessen, wie sinnlos diese homo-hetero-bi-Gedöns ist. =)


    falls jemand nun meint,meine Aussagen in diesem Thread sind widersprüchlich: ich nehme diese Schubladen als geschlossenes System ernst, ich nehme es ernst, dass bi diese Definition und schwul diese und hetero diese hat und bin gegen eine Entfremdung dieser Begriffe von ihrer ursprünglichen Bedeutung, ala "ich bin bi,weil ich beim Flaschendrehen mal ein Mädchen geküsst habe". Aber genauso, wie ich diese Schubladen ernst nehme, lehne ich sie auch ernsthaft ab.


    @Jesusliebe
    kennst du schon: coming out to truth? ist zwar lesbisch, aber imo eine der besten Seiten zum Thema Religion und Homosexualität -geht das?

  • also ich bin mir relativ sicher dass ich bi bin^^ weil ich halt jungs süß attraktiv und so finde und auchw as mit jungs habe (also so "spaß" haben,freund haben ect xD) aber halt auch mädchen super süß finde, denen hinterher schaue flirte (mich in mädchen verliebe.. leide rimmer die falschen, die dann vergeben sind >.< ) naja also bin ich mir da ziemlich sicher x] und dieses getue von manchen weibern ja ich bin jetzt ne lesbe wiel ich mal mit meioner besten freundin rumgeknutscht habe find ich echt ätzend^^

  • bei mir ist das so, alle wissen, dass ich bi bin, aber alle stempeln mich als lesbe ab und deshalb traut sich kein junge mit mir zu flirten...
    ich finde das echt schade, doch bald bin ich aus der schule raus und gehe dann auf eine berufschule und dort will ich alles besser machen, ich hoffe, ich schaffe es :-P


    ich finde dieses schubladendenken allgemein nicht so gut.


    lg betti

  • Hallo an alle^^
    Also ich bin auch bi, ich war schon in Mädchen und Jungen verliebt und hatte auch oft ziemlichen Liebeskummer, und noch keine richtige Beziehung *jammer*
    Najagut, diskriminiert wurde ich eigentlich nicht, aber ich kenn auch eigentlich keine aus der Szene und so persönlich, ich treib mich da eher im I-net rum, und da sind die meisten ziemlich tolerant zu mir bisher...aber meine Hetero-Freunde wissen das zwar, glauben mir aber nicht, dass ich "Lesben-Tendenzen" (weiß nicht, wie ich das sagen soll) habe, die glauben, ich erfind das nur. Aber das stimmt nicht, weil ich echt schon bei 2 Mädchen heftigen Liebeskummer hatte (Bei Jungs auch). Meine Eltern finden das aber super, weil ich mir so "alle Möglichkeiten offen halte". Ich find auch nicht, dass man sich unbedingt irgendwann festlegen muss, weil, wie meine Eltern gesagt haben, so hat man doch viel mehr Möglichkeiten! Und mir ist es ehrlich gesagt egal, was für ein Geschlecht der oder diejenige hat, in den oder die ich mich verliebe, es kommt eben auf's Innere an, auch wenn das kitschig klingt...
    Naja, das ist so meine Meinung zu dem Thema
    Heal ;-x

  • als ob man nciht schon mit genug problemen zu kämpfen hat wenn man sich in der doch erheblich geringeren welt der homosexuellen und bisexuellen befindet, wird hier auch noch angefangen übereinander herzuziehen .. das ist meiner meinung nach ein wenig dämlich ... was meine sexualität angeht .. ich weiß es nicht ... ich bin absolut planlos, was noch schwerer ist als es genau zu wissen .... leute die hier dann anfangen müssen zu sagen "bi-sexuelle wollen nur spielen, meinen es nicht ernst..." und so weiter und so fort ... naja was soll ich dazu noch sagen ...

  • :) also zu der Schwulen Szene kann ich nix sagen ;) da kenn ich mich erlichgesagt nicht aus, aber das mit den Anzeigen "no bi" ist mir auch sehr häufig aufgefallen vorallem in der l.mag.
    Ich finde sowas echt schade, denn schließlich wollen Lesben doch auch akzeptanz und verständnis für ihre sexuellen neigungen und gerade dann sollten sie doch eine solche nicht anderen gegenüber verweigern.
    Ich denke aufjedenfall das das was mit tiefen Ängsten zu tun hat, und ich kann nur von mir sagen das ich nie jemanden verlassen würde egal ob mann oder frau, nur weil er oder sie gerade dieses geschlecht hat.
    Das finde ich erlichgesagt auch völlig albern ;) und meiner meinung nach können frauen sehr wohl mit der heterowelt konkurrieren. Und auch das mit den Seitensprüngen is wie schon gesagt auch meiner meinung nach eine einzige Charakter sache.
    Naja^^ persönlich ahb ich solche negativen erfahrungen allerdings noch nicht gemacht, sondern bin auf sehr viel akzteptanz gestoßen ;)

  • Ach ja und dem mit den vielen verschiedenen Bisexualitäten kann ich nur zustimmen. Erstens bedeutet das für jeden was anderes, und zweitens ist das die Neigung auch sehr verschieden, so wie bei einem chemischemgleichgewicht :)

  • ich bin zwar nich bi, muss aber trotzdem mal wieder meinen senf dazu geben^^. ich finds nich nur schade, dass viele so reagieren, sondern auch ziemlich dämlich, denn dass es bi-leute gibt heißt ja erstmal nur, dass es mehr leute gibt, die auch auf das eigene geschlecht stehn, und das heißt ja wiederrum dass man "mehr chancen" hat (ich weiß ziemlich platt, aber es ist ja so). also was soll die aufrgegung???
    natürlich hat man machnmal das gefühl, dass heutzutage mehr jugendliche leichtisnnig behaupten sie seien bi (weils in manchen kreisen nunmal in ist), aber über die kann man ja auch leicht hinwegsehen. und was diese ganzen "discolebsen" angeht, gegen die hab ich auch nix. ich z.b. hab auch schon mädels geküsst, auf die ich jetzt nich unbedingt stand. und das macht ja nich wirklich nen unterschied wenn man nich auf die person steht, egal aus welchen gründen. bei mir wars einfach ne typ-frage bei denen ist es halt ne geschlechter-frage.
    aber um nochmal zum eigentlichen thema zu kommen, ich hab jetzt schon ein paar mal von schwulen/lesben sachen wie "es gibt keine bisexualität, bei homos isses die angst und bei heteros der trend" gehört, aber das find ich einfahc nur schwachsinnig. nur weil ich (bzw. sie) es mir nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass es das nicht gibt.
    so dass war mein wort zu mittwoch... viel spaß beim lesen ^^

  • Mir fällt gerade der letzte CSD in Berlin ein: Ein Haufen Reden mit (wie mir vorkam) verkrampft-politisch korrekten Anreden: "Liebe Schwule, Lesben und Transsexuelle."
    Und ich stand die ganze Zeit recht amüsiert da und dachte mir: "Ich werd hier diskriminihiert, ich werd auf dem CSD diskrimiert!"


    Irgenwo hat jemand in diesem Thread gesagt, man solle sich doch bitte entscheiden, ob man denn nun hetero- oder homosexuell sei ... Hat jemand einen Tipp für mich? Streichhölzchen ziehen? Gänseblümchen zerrupfen? =)

  • heyho...


    das wär doch mal ne idee =D...
    also ich als "heranwachsende-zurzeit-sicher-werdene-lesbe" sage einfach mal...NO BIS= NO HOMOS =NO HETEROS...
    also es gibt diese drei "hauptschubladen" und wenn es die schublade Bi gibt dann gibt es sie wirklich und es ist so...


    bis verlieben sich in MENSCHEN, ganz egal welches geschlecht und wenn lesben mal angsthaben wegen einem mann verlassen zu werden oder betrogen zu werden, sry mädels aber dass kanns echt nicht sein...wir können doch nichtt bestimmen dass nur bi frauen untereinander zusamm sein dürfen und nur reinrassige lesben und nich auch mal ne lesbe sich auf ne bi frau einlassen darf....-.-
    mich regt dass gerade n bissl scheiße auf, weil ich selbst denke 100% lesbisch zusein/werden aber dennoch nichts gegen bi's habe...
    hab mich selbst schon in bi Mädels verknallt und hätte kein Problem mit denen auch was anzufangen ;)


    naja wie dem auch sein...is meine meinung ;)


    lg ;-x

  • Alsö, ich muss jetzt mal den Account von ner Freundin benutzen, da meiner noch nciht fertig ist. Waere dann irgendwann unter pLykE zu finden.


    Ich persönlich bin bi und find das manchmal ziemlich aetzend. Ich feuhl mich naemlich immer so, als wuerd ich nicht dazu gehören, weder zu den einen, noch zu den anderen. Fuer mich wars bi-sein schon immer klar, ich verlieb mich halt in personen, nicht ins Geschlecht.


    Was mich richtig ankotzt is dieses "Bis muessen sich erst noch entscheiden" Gelaber. Vielleicht hab ich mich schon laengst entschieden ? Meine Entscheidung isses naemlich, mich einfach zu verlieben, egal in wen, und egal in welches Geschlecht.
    Aber ich muss schon gestehen, dass es mir manchmal lieber waere, wenn ich lesbisch waer, nach dem Motto: Wenn schon, dann richitg. Ich wills meinen Eltern naemlich gerne sagen, wenn ich wieder nach Hause komme (bin momentan im Ausland), werd mir dabei aber bestimmt bescheuert vorkommen, is ja noch nciht mal n richtiges Outing. Und als mir klar geworden ist, dass meine Neigung zu Frauen sich von den Neigungen und Vorlieben der anderen Unterscheidet, haett ich mich am liebsten hingestellt unds der ganzen Welt gezeigt. Aber wie zeigt man Bisexualitaet ? Ich hatte ne Freundin und hab mich auch richtig gefreut, der Welt meine Neigung zu Frauen zeigen zu können, aber Bisexualitaet kann man nciht wirklich zeigen (ausser man hat nen Mann und ne Frau gleichzeitig XD). Ich kanns ncoh nciht mal mit dem Lesben-Klischee "kurze Haare" zeigen (damit will ihc jetzt niemanden angreifen, bitte versteht das nicht falsch). Meine Haare sind momantan also vorne 10 und hinten 60 cm lang. Is das Bisexualitaet ? XD
    Wir haben auch mal in der Klasse Homosexualitaet diskutiert und natuerlich kam gleich "Lesben erkennt man daran, dass sie kurze Haare haben". Da waer ich am besten aufgestanden und haette gesagt: Nennt ihr DAS kurz ?! Aber da ich nunmal keine Lesbe bin, haette das ganze keine so lustige wirkung gehabt...


    Hier (in Island) isses mir passiert, dass ich mich im Englischunterricht vor 2 Maedels geouted habe, die hatten ncihits dagegen, meinten aber, sie haetten nicht gerne nen bisexuellen Freund. Ich hab dann gefragt, wieso, und sie meinten, weil ihnen die Vorstellung nicht gefaellt, dass der seinen Schwanz vorher schonmal in nen Maennerhintern gesteckt hat. Da meinte ich nur: Und was is mit Frauenhintern ? Da hatten sie plötzlich ninchts dagegen. Also ich persönlich will erst mal gar nciht wissen, wo mein Freund (wenn cih einen haette) seinen Schwanz schon hatte, egal zu welchen Geschlecht das jeweilige Körperteil gehört.
    danach meinte eine von ihnen auch noch, sie könne sich dann ja nciht sicher sein, ob sie ihren Freund mit seinem "besten Freund" allein lassen könnte, wer weiss, was da passiert. ... Das find cih persönlich richitg komisch. Es liegt am Kerl, an der Person und seinem Charakter, ob er einen Hintergeht, nicht an seinen sexuellen Neigungen und auch cniht, mit wem ! Haette ich meine Freundin etwa auch nie mit anderen Maedchen allein lassen duerfen ?!


    Ansonsten bin ich eigentlich so ziemlich gar nicht in der Szene drin, aber auch einfach aus dem Grund, weil ich mich nicht ganz dazugehörig gefuehle. Aber das ist her mein Fehler, denn wirklich diskriminiert wurde ich noch nicht.


    Nunja, ich hoffe mal, ich hab meine Meinung damit etwas klarer gemacht und hoffe ich hab keinen zu sehr angegriffen,
    lG,
    pLykE

  • erst mal hi pLykE,
    willkommen in unserer mitte ;)
    mir gehts auch manchmal so wie dir, man kann sich auch i-wie nicht ganz dazugehörig fühlen, was jetzt nicht heißen soll das es wirklich unmöglich ist und es soll auch niemanden anggreifen, aber wenn man ständig zu hören bekommt, "mh ja ne ich glaub ja das man sich irgendwann entscheiden muss, das wird halt so sein, wie glaubst du würdest du dich entscheiden?" Hey hallo ICH MUSS MICH NICHT ENTSCHEIDEN, das geht verdammt nochmal nicht, das ist nicht wie die frage welche Schuhe man den heute trägt oder so. So funktioniert das einfach nicht.
    MAn sagt ja auch nich ah mh ja der Kerl sieht doch ganz gut aus, mh ja schnieke, gefällt mir, okay dann bin ich wohl mal ab jetzt in den verliebt! ??? sowas tut man nicht, naja ich schweißf auch schon wieder ab, und komm zum alten thema zurück, was ich eigentlich sagen wollte ist, das es manchmal echt leichter wer wenn man eins von den beiden anderen wär, aber um es mit den worten meiner freundin zu sagen, ich zitiere sie mal an der stelle "Cool, du hast es gut, ich will auch bi sein, du hast nen viel größeres Jagdgebiet" ;) hey mädels sind wir doch mal ne runde froh drüber :P ;)

  • Bei mir ist es aehnlich.
    Ich sage ich bin lesbisch, weil ich mich bis jetzt nur in Maedchen verliebt habe, aber ich kann nicht ausschliessen, das ich mich irgendwann mal in einen Jungen verliebe.
    Ich hasse diese hetero - homo Gerede sowieso.

  • ja, ja... ich habe noch ein beispiel zur diskriminierung, nämlich durch die seite unserer aller lieblingsjugendzeitschrift bravo!, die doch immer genau weiß, wo es lang geht =) da war die umfrage: "was bist du genau?" (allein das "genau" ist eine aussage für sich...) mit den drei antwortmöglichkeiten "heterosexuell", "homosexuell" und "weiß nicht genau".
    ich weiß aber zufällig, dass ich bi bin?
    im rahmen der sexualaufklärung an schulen kann man ja froh sein, wenn homosexualität überhaupt vorkommt, da ist man als durchschnittspubertierende/r auf bücher, jugendzeitschriften etc. angewiesen. da finden sich dann von ach-so-toleranten sexualpädagogen aussagen wie:
    - wenn du lesbisch bist, sind dir jungs total egal (ehm... kumpel?)
    - auch wenn du dich eine zeitlang vom gleichen geschlecht angezogen fühlst, bist du deswegen noch lange nicht schwul oder lesbisch, jugendliche probieren vieles aus und die endgültige entscheidung zwischen homo und hetero fällt häufig erst zwischen dem 20. und 30. lebensjahr
    - wenn du auf jungen stehst, ist das prima, wenn du auf mädchen stehst, ist das prima und wenn du auf beide stehst, ist das auch in ordnung (wörtlich so!)
    in vielen köpfen spukt da wohl noch die vorstellung freuds herum, dass jeder mensch erst mal sowohl hetero- als auch homosexuell ist und sich die homosexuellen neigungen später "auswachsen", bei den homosexuellen entsprechend andersherum. ich weiß ja nicht, wie lang eine zeitlang ist, aber ich wage zu behaupten, dass es bei mir inzwischen eindeutig ist... wenn ich mich von jetzt an nur noch in frauen verlieben sollte, habe ich dann weniger gefühlt, als ich in einen mann verliebt war? ihn weniger gewollt? weniger vermisst? weniger riskiert? weniger geweint? weniger gehofft? und wenn das mit den mädchen nur eine phase und nicht ernst zu nehmen ist, warum habe ich bitte einem mädchen meine gefühle gestanden? das ist doch unsinn.
    allerdings muss ich auch der hier so breit getretenen these "bis verlieben sich in menschen und das geschlecht ist ihnen egal" widersprechen. bei mir ist es so, dass ich mich in frauen verliebe, weil sie tolle frauen sind, und in männer, weil ich in gewisser weise das gegenstück zu mir selbst suche. ich würde keine mehrfachbeziehungen eingehen (glaube ich), aber ein und dasselbe ist es nicht. und auch wenn ich auf männer und frauen stehe, gibt es bei mir auch leute, die zu alt, zu jung, zu dumm, zu blond, zu gefährlich, zu harmlos, zu unsympathisch oder zu gut mit mir befreundet sind, als dass sie ernsthaft in frage kommen, auch wenn sie den tollsten charakter der welt haben. ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht...

  • Ich bin ja schwul, aber mein ex freund war bi und eig hatte ich immer angst das wenn wir uns mal tennen(was ja auch passiert ist^^) das er mich für ein mädchen verlässt , haben uns zwar aus anderen grüden getrennt aber jetzt hat er wieder ne feste freundin.
    hab immer gelaubt das mich des mehr stören würde wie wenn er wieder nen festen freund hätte, aba is überhaupt nicht so ich denke jetzt das es so sogar leichter ist^^

  • Was mir tierisch auf die Nerven geht, ist dieses "die haben sich ja nur noch nicht entschieden". Ich bin bi und da gibt's schlicht und ergreifend keine Entscheidung zu fällen. Renn ich vielleicht rum und sage "Ah ja, du hast dich also zwischen homo- und heterosexualität entschieden."?


    Mir reichts schon, dass meine Mutter auf das Thema Homosexualität mit totaler Intoleranz reagiert - ich soll doch bitte mal meinen Neurologie-Prof fragen, ob der nicht eine Idee hat, warum die Leute so unnormal werden.... Wieso muss ich mich dann noch von Leuten anfeinden lassen, von denen ich eigentlich noch das meiste Verständnis erwartet hätte? Nämlich Leuten, denen es ähnlich geht, die auch erstmal zu sich selbst finden mussten, und die genauso gegen Anfeindungen von 'Außen' zu kämpfen haben! Es steht mir echt bis hier...


    Mir ist mal vorgeworfen worden, dass Bis ja die seien, die die Krankheiten zwischen den Szenen verbreiten würden. Bitte?? Ich glaub es hakt! Ob man safe praktiziert (oder leider eben nicht) ist doch wohl eher personsabhänging, würde ich meinen.


    Eine Freundin hat auf mein Outing hin mal kommentiert, dass sie dann wohl doppelt eifersüchtig wäre, wenn sie selbst bi wäre, weil dann noch mehr 'Zielpersonen' in Frage kämen. Ziemlich absurd irgendwo. Da draußen laufen sooo viele Frauen rum, da macht es auch keinen Unterschied mehr, ob der Freund nun auf Frauen oder auf Männer und Frauen steht, finde ich.


    Abschließend: ich finde es ziemlich traurig, dass ausgerechnet Leute, die sich selbst oft so diskriminiert fühlen, selbst so intolerant sein können.