Gott

  • Es hat lange gedauert bis ich mir das alles durchgelesen habe, aber: Wie krank ist das denn?!
    Ich hab ja davon gehört, dass im AT sehr viel Gewalt ist, aber so?


    Ich selbst glaube auch nicht an Gott und die katholische Kirche kann mich mal (verzeiht mir bitte den Ausdruck). Ich finde es in Ordnung, wenn jemand daran glaubt, weil er aus diesem Glauben Kraft schöpft (das ist meiner Meinung nach sowieso das einzig Gute am Glauben - dass er manchen Menschen Kraft gibt, naja, solange diese Kraft nicht zum missionieren, oder selbstüberschätzen missbracuht wird).
    Ansonsten kann ich mit Gott nichts anfangen. Beten konnte ich schon als Kind nicht wirklich, weil ich mich nie mit irgendetwas oder irgendwem verbunden gefühlt habe. DIe Firmung dieses Jahr, habe ich auch nach einer Stunde geschmissen.


    Meiner Meinung nach gibt es keinen Gott, und Darwin erscheint mir wirklich glaubhafter. Und die Sache mit dem Urknall: es heißt ja nicht, dass dort gar nichts war und es plötzlich geknallt hat. Es war ja immerhin eine große Ansammlung verschiedener Gase vorhanden. Dort hat sich ein Druck aufgebaut, es ist heiß geworden und irgendwann (im Laufe einer laaaaaaaangen Zeit) ist es dann explodiert. Ebenso bin ich der Meinung, dass diese Explosion noch nicht vorbei ist. Es ist dabei sich auszudehnen, aber wir kleinen Menschchen haben ein ganz anderes Zeitgefühl. Wie die Eintagsfliegen. Wir haben demnach Glück das wir uns in dieser Zeit auf so einem Planeten, der sich auf einer so günstigen Position befindet, dass Leben entstehen kann, befinden und leben. Ich glaube aber nicht, dass das die einzige "Explosion" ist.
    Aber das ist meine Ansicht und das muss niemand teilen.


    Ich denke auch, dass an der Bibel viele DInge nicht wahr sind. Gut, die Gemetzel im AT Testament klingen plausibel, denn der Mensch ist nunmal zerstörungswütig - sieht man ja heute noch. Und Jesus war eine Ausnahme. Ich denke Jesus war ein ganz normaler Mensch, wie wir alle. Nicht geschickt und gar nichts. Er war pazifist und vielleicht hat ihm seine Mutter ja eingeredet, er sei der/ein Sohn Gottes. Deswegen hat er so viel gutes getan. Vielleicht war er auch Arzt und guter Psychologe, dass er all die "Wunder" vollbracht hat, aber ich glaube nicht dass es tatsächlich Wunder waren. Darüberhinaus finde ich die Galileo Mystery-Erklärung für seinen Tod (sprich: die Drogen und das Überleben, fortgehen etc), glaubwürdiger als dass jemand "Auferstehen" könnte - tot ist tot!


    Gut, bevor ihr euch total langweilt höre ich lieber auf =) .


    :bye: (<- ich liebe diesen Smilie ^^)

  • Zumal das AT eben voller Grausamkeit ist, was will uns das sagen? Das ich das toll finde und ein sadistischer Teufel bin? So wie Mutter Theresa oder die Katholikin Sophie Scholl? Grade Meschen, die immer bemängeln dass wir katholischen Christen rückständig wären, versuchen uns mit Dingen zu kränken, die wir selbst nicht wortwörtlich nehmen und sprechen uns dann das Christsein ab, wenn wir uns davon distanzieren, fordern aber gleichzeitig eine Erneuerung. WIE kann man es euch denn Recht machen? Ganz ehrlich, ich gebe es auf. Und stell dir vor, das AT ist eine Sammlung von Metaphern. Die Essenz des Glaubens ist die Lehre Jesu Christi und der Glaube an die Erlösung durch das jüngste Gericht, die Gande der Mutter Gottes und den heiligen Geist. Wenn ich ein meinen würde zu wissen WAS Gott von uns will und ein Buch drüber schreiben würde, würde ich auch harte Worte wählen, damit sich die Leute es richtig einprägen. Und wer Gott vorwirft Kinder zu töten, der hat das Christentum nicht verstanden, denn für Christen ist das Leben nur ein Anfang zur höheren Existenz. Recht Leben zu nehmen haben wir nicht, aber Gott hat es. Und wenn er das Leben eines Kindes nimmt, dann ist das schrecklich für die Eltern (und bevor mir ein gewisser Jemand nun wieder irgendwas unglaubliches an den Kopf knallt; ich habe vor ein paar Jahren einen Bruder verloren, ich kann den Schmerz nachfühlen.) Aber damit muss ich mich jetzt gar nicht profilieren. Er ist jetzt bei Gott, das glaube ich als Christ, er fehlt mir, aber ich weiß es geht ihm gut. Ende.


    Und an meine Vorgängerin. Ist absolut in Ordnung wenn du ein anderes Weltbild hast. Aber dann stelle ich mir die Frage; Wo kamen die Gase her, von denen du sprichst. Zumal ich ein gewisses Gefühl habe, wenn ich bete das mich wissen lässt, das jemand zuhört. Meine Wahrnehmung, weißt du? Im Ernst; Friede mit dir.

  • Ich glaube, dass jeder etwas braucht, um mit seinem Leben besser klarzukommen. Schließlich macht das alles keinen Sinn, also sucht man sich einen =). Ob es sich nun um Religionen, Hobbies oder Haustiere handelt- alles hat den gleichen Hintergrund.
    Ich persönlich halte Gott für ein sadistisches Schwein (Achtung, ich zitiere weiter aus "Kammerflimmern" :-)). Er belauscht uns die ganze Zeit, weil er sich zu Tode langweilt, da oben. Sobald wir jemandem sagen, dass wir ihn lieben, nimmt er ihn uns weg.
    Das ist jetzt kein Aufruf zum Kollektivsuizid... =)

  • @ tu:
    ich hoffe du hast nicht aufgrund meines beitrags so harte worte gewählt, denn es war keine kritik an dich. ich wollte nur mein weltbild darstellen, genauso wie du deins. :-)


    und wegen der gase oder sonstigem: nun ich habe von der welt/erde/unserem sonnensystem geschrieben, aber unser universum besteht meiner meinung nach schon ewig! es entwickelt sich einfach weiter, stetig! die erde wird irgendwann verschwinden, genauso wie die menschen, tiere, berge, die sonne und all die anderen planeten. aber das universum im großen und ganzen, war, ist und bleibt schon siet immer und wird immer bleiben - nur nicht so wie es ist. es wird sich auch weiterhin immer wandeln, ändern. hier stirbt ein stern und da entsteht der nächste. und falls es tatsächlich eine ende geben sollte, kriegen wir das sowieso nicht wirklich mit ;-)


    @Edie:


    :daumenhoch:=)

  • Hallo, ich wollte mich auch mal zu diesem interessanten Thema melden. Ich habe sechs Jahre in hinduistischen Krishnatempeln gelebt, teilweise auch mitgeleitet. Dabei habe ich natürlich einen tiefen Einblick in die vedische Theologie bekommen, also das Wissen der Sanskrit-Schriften über Gott.
    Falls ihr mich zu dem Thema was fragen wollt bin gerne zur Auskunft bereit.


    Zum Anfang sei einfach nur eines gesagt: Nach Ansicht der Bhakti-Yogis liegt das Ziel allen Seins in der Liebesbeziehung zu einem blauen Jungen namens Krishna, der so anziehend ist, dass niemand sich ihm entziehen kann. Doch Vorsicht! Die göttliche Liebe darf man nicht mit dem materialistischen Abklatsch von Liebe hier in der materiellen Welt vergleichen.


    Grüße
    Nito

  • Das Glück in materiellen Dingen finden zu wollen ist ein Zeichen dafür, dass man in Maya ist, in der kosmischen Illusion, der eigentlich so gut wie alle Lebewesen in der materellen Welt erliegen.


    Die Drehbuchautoren von "The Matrix" haben sich übrigens davon inspiriert gefühlt.

  • Das hat doch direkt mit Gott zu tun, denn traditionell wird Gotteserkenntnis damit gleichgesetzt, die materielle Illusion zu überwinden. Die Erleuchtung, also die Erfüllung mit Göttlichkeit und die Verbindung mit Gott, lässt uns die ewige Wahrheit erfahren.

  • Für mich sind Gott Religionen und Leben nach dem Tod und anderes nur eine weitere Form des selbstbetrugs des Menschen der nicht akzeptieren kann dass der Tod die entgültige Grenze ist an der die Existenz endet. Und die tatsache dass Menschen nix anderes sind als etwas intelligentere Tiere. Und dass unsere Erde und die Menschen im großen und ganzen unserer Galaxie völlig bedeutungslos ist nur ein Planet unter Milliarden anderer in Milliarden Sonnensystemen in einer von Milliarden Galaxien....

  • Zitat

    Original von midnight
    Für mich sind Gott Religionen und Leben nach dem Tod und anderes nur eine weitere Form des selbstbetrugs des Menschen der nicht akzeptieren kann dass der Tod die entgültige Grenze ist an der die Existenz endet.


    Woher willst du das wissen? Es gibt genug Erfahrungsberichte aus der Welt des Jenseits. Sich nicht mit dem Bereich, der hinter dem Tod liegt zu beschäftigen, sich nicht damit zu beschäftigen, was hinter der Welt der sichtbaren Dinge liegt, ist die Flucht vor sich selbst und die Flucht vor der Tatsache, dass es sehr wichtig ist, wie ich mich in diesem Leben verhalten, was ich tue und was ich lasse.



    Zitat

    Und die tatsache dass Menschen nix anderes sind als etwas intelligentere Tiere.


    Das stimme ich Dir völlig zu und sie sollten dieses Wenige mehr an Intelligenz nutzen und sich nicht wie Tiere verhalten und sich den ganzen Tag darum bemühen besser zu fressen, besser zu schlafen, besseren Sex zu haben und bessere Waffen zu erfinden. Sie sollten ihre Intelligenz nutzen, um isch Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen.



    Zitat

    Und dass unsere Erde und die Menschen im großen und ganzen unserer Galaxie völlig bedeutungslos ist nur ein Planet unter Milliarden anderer in Milliarden Sonnensystemen in einer von Milliarden Galaxien....


    Das sehe ich genauso und deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass es viele Lebewesen im Universum, höhere und niedere, die auf anderen Planeten leben.

  • "Das stimme ich Dir völlig zu und sie sollten dieses Wenige mehr an Intelligenz nutzen und sich nicht wie Tiere verhalten und sich den ganzen Tag darum bemühen besser zu fressen, besser zu schlafen, besseren Sex zu haben und bessere Waffen zu erfinden. Sie sollten ihre Intelligenz nutzen, um isch Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen"


    =)Da kannst du aber lange suchen...Was hat man denn bitte davon, wenn man sich Tag für Tag Gedanken über den nicht existierenden Sinn des Lebens macht, um dann ohne Erkenntnis zu sterben? Die Leute wollen einfach Spaß haben. Was ist daran so verwerflich?

  • Nun ist es ja auch so, dass die Kirchen hier Deutschland allesamt rückläufige Zahlen haben, es kehren dieser Instutition immer mehr Leute den Rücken zu und damit auch dem gottgefälligen Glauben und den Werten, die bestimmte Glaubensrichtungen zu vermitteln versuchen. Ich nehme mich da mal als Beispiel: Ich benötige keine Kirche, keine "Glaubensbrüder" um mein Weltbild zu erstellen. Ich habe Augen und Ohren und einen gesunden Geist, der einhergeht mit einem gesunden Menschenverstand. Und dieser sieht es als unsinnig an, sich fortlaufend Gedanken um den Sinn der eigenen Existenz zu machen, denn diese Gedanken sind nichtig, so ausführlich sie auch gedacht werden können, bleiben sie doch Theorie. Und Theorien kann man noch so viele aufstellen - solange keine dieser Theorien unumstößlich belegbar ist, ist das mit dem Glauben so eine Sache, ist das eine Sache mit den existenziellen Gedankengängen. Ich berufe mich nicht darauf, Teil eines göttlichen gefüges zu sein, sondern berufe mich auf Fakten, die aus meiner Lebenserfahrung, aus meinen Träumen und Wünschen bestehen. Letzten Endes bin nur ich selbst für mein Schicksal verantwortlich - andere Faktoren mögen dies beeinflussen, doch bilde ich keinen Teil igrendeines überirdischen Geflechts.