Das Forum des Schweigen?

  • Aber die Gelder aus deinem Rechenbeispiel verschwinden natürlich nicht so – sicher. für meine spätere Rentenbemessung schon, eben dieser „Überschuss“ kommt derzeit der „maroden BfA“ zugute

    Nein das verschwindet nicht einfach so sondern finanziert Leuten die nicht in die Rentenkasse einzahlen deren Rente mit. Zum Beispiel Migranten, Beamte unsw.

    Zitat

    Okay, und letztendlich verrate mir, wie gedenkt ihr – und hier spreche ich jetzt einfach mal von eurer Generation, dass umzusetzen,

    Wie stellt man ein Systemwechsel in solch einer DImension an? Gute und berechtigte Frage... damals als Erhard das System in dieser Form eingesetzt hat, hat man es einfach gemacht. Man braucht hierfür eine kompetente und willensstarke Regierung, die insich sehr geschlossen ist. Und es bedarf eines Mutigen Menschen an der Spitze dieser Regierung der sich traut einen solchen durchaus radikalen Schritt zu vollziehen.


    Im Detail muss man sich vor allem um folgende Punkte kümmern:
    1. Man muss eine Grenze ziehen, die das neue private System vom alten trennt. Also ab wievielen Jahren einzahlen in die Staatliche Rente ist es noch zumutbar in eine private Rente umzusteigen.
    2. Man muss überlegen wie man die jetzigen und künftigen Staatsrentner finanziert ohne die Beitragszahler die ja dann wegfallen.... das wird wohl die größte Herausvorderung sein.
    3. Man muss den Versicherungen Zeit und Mittel geben um sich ihrer neuen AUfgabe zu stellen.
    4. Man muss die neuen Gesetze verfassen....


    und und und
    viel Arbeit... aber es ist auf kurz oder lang notwendig.

  • Die Frechheit der privaten Rentenvorsorge ist doch eher, dass wenn man sie nicht betreibt der Staat gezwungen ist die Rente so zu subventionieren dass das damit im mindestens die grenze des sozial vertretbaren erreicht wird. Sprich, wenn jemand riestert freut sich der Staat da er es nicht ausgleichen muss aber man ist keineswegs gezwungen privat vor zu sorgen.


    Aber kommen wir doch lieber zu dem Ammenmärchen das eine liberalisierung der Märkte für dem Kunden einen Vorteil bringt. Wer garantiert z.B. das es zu keinen Preisabsprachen kommt - Nein nicht der Staat, der soll sich ja raushalten.
    Und natürlich hält sich unser Staat auch schön bryv aus der Wirtschaft herraus, so sehr sogar das er die Aufgabe der Wertschöpfung an private Unternehmen abgegeben hat.


    Ein liberales Wirtschaftssystem kann nicht funktionieren und wer meint das es doch geht beantworte mir bitte die Frage ob stetiges Wachstum möglich ist, sollte die Antwort nein lauten, frage ich wie die Wirtschaft dann funktionieren soll ohne das es
    in Regelmäßigen Abständen zu einem Kollabs kommt?

  • Zitat

    Die Frechheit der privaten Rentenvorsorge ist doch eher, dass wenn man
    sie nicht betreibt der Staat gezwungen ist die Rente so zu
    subventionieren dass das damit im mindestens die grenze des sozial
    vertretbaren erreicht wird. Sprich, wenn jemand riestert freut sich der
    Staat da er es nicht ausgleichen muss aber man ist keineswegs gezwungen
    privat vor zu sorgen.


    Schwachsinn... die Frechheit ist die, dass man gezwungen wird Unsummen in ein System einzuzahlen bei dem von vorneherein klar ist dass man am Ende damit in der Armut landet.


    Um Preisabsprachen zu verhindern gibt es eigentlich das Bundeskartellamt. Dieses sollte aber mehr Kompetenzen bekommen, nach Vorbild der FTC und SEC (Federal Trade Commission und Securities and Exchange Commission) in den USA. Das sind Bundesbehörden die Unabhängig von der Staatsanwaltschaft agieren. Bei uns würde das heisen das das Bundeskartellamt nichtmehr dem BKA untersteht sondern direkt dem Bundesgerichtshof. Und die sind gefürchtet, während das bUndeskartellamt eher belächellt wird.

    Zitat

    Ein liberales Wirtschaftssystem kann nicht funktionieren und wer meint
    das es doch geht beantworte mir bitte die Frage ob stetiges Wachstum
    möglich ist, sollte die Antwort nein lauten, frage ich wie die
    Wirtschaft dann funktionieren soll ohne das es


    in Regelmäßigen Abständen zu einem Kollabs kommt?

    Eine Rezession gibt es tatsächlich in unregelmäßigen Abständen. Aber das ist völlig normal und ist darüberhinaus genauso nützlich wie schädlich. Eine Rezession bewirkt eine selbstbereinigung des Marktes, und wie du schon sagtest, schafft neuen Raum für Wachstum.

  • Also zu allererst wäre ich Dir, lieber Seto, sehr verbunden wenn wir auf eine Diskussionsebene kämen in dem man sich nicht Gegenseitig den Vorwurf der Schwachsinnigkeit macht, dass zeugt davon das man mit seiner Argumentation quasi an der Wand steht und die andere Person nun durch persönliche Angriffe in ihrer Glaubwürdigkeit herabsetzen will. Und nachdem dieses ja nun geklärt ist können wir ja gesittet Diskutieren das liegt ja auch in Deinem Interesse oder etwas nicht?


    So, zurück zum Thema.


    Ich stimme in so weit mit Dir Oberein, dass das jetzige Rentensystem dringend der Überarbeitung bedarf, ich Stimme weiterhin mit Dir überein, dass unsummen verschwendet werden und auch dahingehend, dass für die Rentner zu wenig übrig bleibt.
    Wo ich Dir wiedersprechen muss ist das die Liberalisierung das Mittel der Wahl ist! Wieso, nun sammeln wir ein paar Gründe dann verstehst Du es bestimmt von allein. Und zu diesem Zweck Frage ich als aller erstes und dieser Frage bist Du wirklich geschickt ausgewichen, wieso wir ein Kartelamt brauchen, wo doch der Markt sich nach Neo-Liberaler Auffassung selbst regulierent ist? Könnte es sein das der Markt evtl. doch nicht so selbstregulierend ist wie es immer angepriesen wird?
    Aber gut sei es drum, nehmen wir mal Spaßeshalber an, wir hätten eine Institution wie die FTC. Und nehmen wir der Einfachheit halber einmal an wieder hätten in einem Bereich zwei konkurriende Firmen.


    So wir haben also zwei Firmen und beide wollen nur das eine, Gewinne erwirtschaften, im liberalen Modell werden die beide Firmen doch jetzt solange den ihres Produktes senken, bis es nicht mehr möglich ist oder?
    So, jetzt haben wir aber ein kleines Problem, beide Firmen haben in dem Modell jetzt eine Wertzuwachsrate die gleich null ist, denn das ist die niedrigste Stufe die in einem Preiskampf möglich ist. Die Bürger freuen sich darüber jetzt so sehr das sie Anfangen ihr erspartes in Konsum umzuwandeln right?
    Daraus resultiert eine erhöhte Nachfrage an Produkten und die Firmen freuen sich jetzt nun Ihrerseits weil sie mehr Umsatz machen, gut sie machen immer noch keinen Gewinn aber Umsatz ist doch auch schon mal was...


    Woraus folgt wir haben eine schöne und heile Welt in der das Volkseinkommen stetig in Konsum umgewandelt wird egal ob Bedarf besteht oder nicht...


    So und da wir das so fein raus gearbeitet haben, gebe ich an Seto weiter der gerne erklären kann was in diesem Modell, gemessen am Sollzustand noch fehlt.

  • Die Wirtschaft ist ein Raubtier das dringend hinter Gitter muss. Mit Neo-Liberalismus habe ich übrigens wenig bis garnichts am Hut... ich spreche wenn ich Liberal sage vom klassischen Liberalismus dessen Essenz die persönlichen Rechte sind die über allem anderen stehen. Maximale Freiheit und das geht nur wenn genau so viel Eigenverantwortung vorherrscht. Dass dies einigen Angst macht ist klar, schiebt man in Deutschland doch zu gerne alles an den Staat ab, auch wenn der Preis die Freiheit ist.
    So zurück zur Wirtschaft... wie oben angedeutet bin ich keineswegs der Meinung dass sich der Markt völlig selbstständig regelt. Man braucht gesetze an die sich die Firmen halten müssen und eben jene Behörden die darüber wachen. Was wir hingegen nicht brauchen ist eine Regierung die alle paar Jahre wechselt und meint ihre Ideen in der Wirtschaftspolitik umsetzen zu müssen, mit Personalien vom Metzger bis zum Physiker... Was dabei heraus kommt wenn sich Bundesländer im Bankgeschäft versuchen haben wir ja hinreichend gesehen.


    Zu deinem Beispiel mit den zwei Firmen... keine Firma wird jemals eine Gewinnspanne von gleich 0 anstreben. Bei großen Firmen sowieso nicht weil dann die Aktien ins bodenlose fallen. Also ohne jetzt dich beleidigen zu wollen das ist einfach Quatsch. Was richtig ist und auch gewollt ist, ist dass die Leute möglichst viel von ihrem Geld in den Konsum investieren, denn je mehr die das tun umso mehr Jobs gibts und umso stärker wächst zu mindest die Binenwirtschaft. Und ob und wieviel der Bürger in was investiert oder nicht ist seine Angelegenheit.
    Ich sehe hier nichts negatives.... klär mich bitte auf. Und wenn du schon dabei bist, dann kannst du auch gleich mal DEINE Lösung zum Thema Sozialsystem und dessen Kosten zum besten geben.

  • Japp und ohne es böse meinen zu wollen, was dabei Raus kommt wenn man nicht Staatliche Unternehmen an die Bankgeschäfte lässt haben wir bei den Lehman Brothers gesehen.


    Ja aber würden die Firmen denn das nicht tun? In einem Preiskampf muss doch jeder solange seinen Preis senken bis er ein Mittelmaß gefunden hat und das endet nun mal mit dem Gewinn = 0
    Obwohl, danke das Du mich darauf bringst, was wäre denn wenn beide Firmen unterschiedlich viel Geld haben, muss die eine dann bei einem bestimmten Preis stoppen weil die Behörde das so will? Dann haben wir ja wieder Preisabsprachen, gut zugegeben auf einem niedrigeren Niveau und Behördlich verordnet aber eine Preisabsprasche ist es dennoch.


    Hhm, und wenn beides AG's sind, dann werden die sicher was anderes machen müssen um den Preis noch drücken zu können, ich würde verschlechterung der Produkte vorschlagen oder evtl. Produktionsauslagerung ins Ausland

  • So und da wir das so fein raus gearbeitet haben, gebe ich an Seto weiter der gerne erklären kann was in diesem Modell, gemessen am Sollzustand noch fehlt.

    Hallo Moriarty,


    also jetzt muss ich seto.kaiba aber etwas zur Seite stehen – und ich meine auch, dass hier keiner an die Wand gespielt wird, nur weil die ein oder andere Seite, eine andere Argumentationslage, zu vertreten oder als die „bessere“ zu verkaufen sucht.


    Und da dass hier ein sehr junges Forum ist, meine ich auch, man sollte etwaige Beiträge auch dementsprechend schreiben, dass sie auch von jenen verstanden und nachvollzogen werden können, die es letztendlich und zukünftig, auch betrifft.


    Fakt ist, dass Renteneintrittsalter und die Sozialabgaben werden steigen, können aber nicht beliebig angehoben werden. Privates Vermögen und private Vorsorge werden eine größere Rolle spielen müssen.


    Wie will man dass derzeit finanzieren, die derzeitige Regierung sucht ihr heil in der Zuwanderung aber Migration allein wird die Sozialsysteme in ihrer heutigen Form nicht erhalten können, den dann bräuchte Deutschland bis 2050 etwa 190 Millionen Zuwanderer.


    Der Staat müsste Kinderreichtum fördern, denn die Geburtenrate ist Dreh- und Angelpunkt der sozialen Struktur einer Gesellschaft und damit ihrer Stabilität. Eine um 0,1 Prozent höhere Geburtenrate pro Jahr hätte bspw. den gleichen Effekt auf die Bevölkerungsentwicklung wie die Zuwanderung von etwa 20.000 Personen. Ganz einfacher Dreisatz...


    Denkbar wäre noch eine andere Variante: dass die Gesellschaft ein ganz neues Finanzierungssystem der Sozialversicherung erzwingt, hauptsächlich über Steuern und nicht mehr über einkommensabhängige Beiträge, ergänzt durch ein kapitalgedecktes Sicherungssystem, dass die Bürger in Eigenverantwortung zur ihrer Lebenssicherung beitragen lässt, und damit meine ich ganz sicher nicht die tolle „Riester-Rente“.


    Das zum einen, zum anderen, da wäre dann noch der Generationenvertrag zu nennen, der mag mal seinen Zweck erfüllt und funktioniert haben, aber ebenso sicher ist, durch dieses Umlageverfahren - bei dem die alte, nicht mehr arbeitende Generation von dem lebt, was die Berufstätigen in die Rentenkasse einzahlen - das in ähnlicher Form auch bei der Kranken- und Pflegeversicherung angewendet wird, stehen die ältere und die jüngere Generation in einer Art Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Denn die Versicherungsbeiträge eines Monats werden für die Rentenzahlungen des jeweils nächsten Monats verwendet, eben „umgelegt“, und nicht etwa auf dem Kapitalmarkt angelegt und später verzinst ausbezahlt. Die Rentenversicherung lebt von der Hand in den Mund. Die Liquiditätsreserve der Rentenversicherungsträger würden nicht einmal reichen, um einen Monat lang die Renten zu zahlen.


    Noch etwas, ein Ruheständler, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient hat, bekommt im Westen eine monatliche Standardrente von gerade einmal 1175 Euro, im Osten 1033. Und auf eine Erhöhung ihrer Bezüge können sie derzeit nicht hoffen.


    Was also spricht gegen sato.kaiba und dessen vernünftige Nachdenklichkeit über ein privatisiertes Sozialsystem?


    Bisher habe ich darüber von dir noch nichts vernommen, zumindest nicht in der Form, wie es vielleicht zu erwarten gewesen wäre!

  • Ah ja, einfacher Dreisatz also und was ist das im endeffekt? Na? AHHHH stetiges Wachstum mal wieder, wie viele Menschen bekommen wir in Deutschland untergebracht? Gegenfrage, wachsen im Gleichen Maße die Arbeitsplätze? Wenn nein, wieso ist dann private Vorsorge soviel besser wenn es keiner zahlen kann???

  • wieso ist dann private Vorsorge soviel besser wenn es keiner zahlen kann???

    ... darum geht es doch "zunächst" gar nicht - was ja anfangs von mir auch kritisiert wurde, ich empfinde die Lösungsansätze von seto.kaiba, (völlig) neue Wege gegenüber zum herkömmlichen Sozialsystem zu beschreiten, darüber nachzudenken, als völlig legitim und ebenso bin ich der Ansicht – und dabei fühle ich mich auch um einiges sicherer, dass die Zeit reif ist, dass Zepter als solches weiter zu reichen.

  • Mir fällt gerade nur so Begriff ein "Generationenvertrag" ein. Wie soll man da bei einem umstellen des Rentensystems die aktuellen Renten finanzieren, wenn die Einnahmen der Rentenkassen wegfallen?
    Und das ganze ohne die Staatsverschuldung noch weiter in die höhe zu treiben?
    Fallen die aktuellen Rentner auch einfach weg?



    Stichwort Beamte, soweit ich das im Kopf habe wird für die Beamten nicht in die Rentenkassen eingezahlt. Beamte werden aber über eine "Pensionskasse" bezahlt, die meiner Erinnerung nach nicht mit der BfA bzw LVA der "Arbeitnehmer" verbunden oder quersubventioniert werden.
    Betrachtet man das mal unter Berücksichtigung der im Beispiel der privaten Rentenversicherung aufgestellten Beispielrechnung, sind Beamte im günstiger als Angestellte im öffenlichen Dienst.

  • Zitat

    Moriarty: wieso ist dann private Vorsorge soviel besser wenn es keiner zahlen kann???

    Wenn man nach dem von mir angedachten System vorgeht, kann sich jeder der Einkommen hat diese Versicherungen leisten. Villeicht nicht das Premiumpaket aber das Standard Programm. DENN wenn die Sozialabgaben wegfallen, ist genug Geld da um sich entsprechend abzusichern. Oder aber man sichert sich nicht ab oder nur minimal... das ist ein weiterer Vorteil eines privaten Systems, der Bürger kann frei wählen was er in welchem Umfang versichern will.


    Und JA Wachstum heist mehr Arbeitsplätze. Meinetwegen steigen die Jobs nicht in gleichem Maße wie das Wachstum aber alles ist besser als den Bürgern immer mehr ihrer Kaufkraft zu nehmen und so den Erhalt eines Systems zu finanzieren dass nichts weiter tut als Armut zu produzieren.


    Zitat

    Tobi: Wie soll man da bei einem umstellen des Rentensystems die aktuellen Renten finanzieren, wenn die Einnahmen der Rentenkassen wegfallen?
    Und das ganze ohne die Staatsverschuldung noch weiter in die höhe zu treiben?

    Das ist eine sehr gute Frage.... wie ich in einem früheren Beitrag schon erwähnt habe ist das eine der schwierigsten AUfgaben wenn man das System umstellen will. Ohne Neuverschuldung wird das kaum möglich sein. Eventuell muss man hier auch extreme Mittel anwenden, und einfach die Ausgaben in sämtlichen nicht unbedingt erforderlichen Bereichen zusammenstreichen. Das wäre ENtwicklungshilfe, Militär, den Zahlungsfluss zur EU sollte man generell mal kritisch durchleuchten...
    Zudem kann man überlegen ob sich Deutschland von seinen Strategischen ÖL und Gold Reserven trennt... der Goldpreis momentan ist hoch, ÖL teuer wie immmer, das würd auch einiges einbringen.


    Wie auch immer wenn man ur plötzlich den Gescheiterten Landesbanken Milliarden um Milliarden in die Hände drücken kann, kann man auch das finanzieren. Behaupte ich jetzt einfach mal :-P

  • So jetzt reicht es mir, machen wir es mal Mathematisch vielleicht kommt dann die Denke das stetiges Wachstum nicht möglich ist.


    KN = K0 * ((p / 100) + 1) ^ N


    Für alle die es nicht kennen, dass ist die Zinseszinsformel, bedeutung:
    KN: Geld nach Laufzeit N
    K0: Anfangsgeld
    p: Prozentsatz für die Verzinsung
    N: Laufzeit in Jahren.


    So, nehmen wir mal an der gute Jupp hätte zur Geburt des Lattenaugust 0,01€ angelegt (Nicht meckern die Währung gab es da einfach schon) zu 5% Zinsen und es bis Anfang dieses Jahres angelegt.
    Dann haben wir für K0, p und N die Werte:
    K0 = 0,01 ; p = 5 ; N = 2010


    Also: KN = 0,01 * ((5/100)+1)^2010
    KN ist dann aber noch Euro Cent, wer wissen will wieviel das in Euro ist muss nochmal KN/100 machen.


    P.S.
    Nicht wundern wenn die Zahl ein klein wenig größer wird...

  • =) Was soll diese Rechnung jetzt aussagen? Dass du Formeln schreiben kannst die jeder 5 Klässler als Dreisatz kennt?


    Ich sagte schonmal und sag es jetzt nochmal... kontinuierliches Wachstum ist weder vorgesehen noch sage ich dass es ihn gibt. Ist das jetzt angekommen? :duden:


    Und jetzt reichts mir nämlich auch.... mit dämlichen Sprüchen alles zerreden ohne auf die Materie einzugehen kann jeder Depp. Ausserdem habe ich langsam den Eindruck dass du entweder die Beiträge nicht liest oder sie nicht verstehst. Wenn du also so intelektuell bist, wie du dich hier aufspielst, kannst du ja selber mal einen Lösungsansatz nennen.

  • mit dämlichen Sprüchen alles zerreden ohne auf die Materie einzugehen kann jeder Depp. Ausserdem habe ich langsam den Eindruck dass du entweder die Beiträge nicht liest oder sie nicht verstehst. Wenn du also so intelektuell bist, wie du dich hier aufspielst, kannst du ja selber mal einen Lösungsansatz nennen.

    ... also dass sehe ich zwischenzeitlich auch so, was ich hingegen noch nicht so recht verstehe ist, "dass warum", man einen echt tollen Thread derartig - ohne etwaige Lösungsansätze auch aufzeigen zu wollen, dermaßen, kaputt zu schreiben sucht.


    Und um auf dass Thema zurück zu kommen, ich habe mal ein bischen im Internet recherchiert und einige interessante Fakten zusamm gestellt. bspw. der Schöpfer des „Solidarvertrags zwischen jeweils zwei Generationen“, der Sozialpolitiker Wilfried Schreiber, von dem auch die Rentenformel stammt, war sich im klaren darüber, dass das umlagefinanzierte Rentensystem nur funktionieren kann, wenn es genügend Erwerbstätige gibt, die Beiträge erwirtschaften, welche der Staat an die Ruheständler weiterreicht. Eine „Kindheits- und Jugendrente“ sollte daher die Kindererziehung honorieren, finanziert durch Abgaben von kinderlosen Erwerbstätigen über 35 Jahren, die ihr „gesellschaftliches Nachwuchssoll“ nicht erfüllten und ihr Einkommen für sich allein verbrauchten. Schreibers Plan wurde von Kanzler Konrad Adenauer verworfen. „Kinder kriegen die Leute sowieso“, soll der Kanzler geantwortet haben.


    Im Jahr 1972 sank in Deutschland die jährliche Zahl der Geburten erstmals unter die jährliche Zahl der Todesfälle, seitdem hat sich das Verhältnis nie wieder umgekehrt. Die geburtenstarken Jahrgänge des Landes, die jetzt zwischen 30- und 55-Jährigen, tragen das marode Sozialsystem gerade noch. Wenn aus diesen Beitragszahlern ab 2010/11 massenhaft Leistungsempfänger werden, kippt das Gebilde. So stiegen die Beitragssätze zur Sozialversicherung von rund 24 Prozent im Jahr 1965 auf heute rund 43 Prozent. Allein der Haushalt der Rentenversicherung für dieses Jahr umfasst die Summe von rund 149 Milliarden Euro. Nach Berechnungen von Finanzwissenschaftlern, bspw. Bernd Raffelhüschen, wird das Rentenniveau im Jahr 2035 bei etwa 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttogehalts und damit nur noch knapp oberhalb des Sozialhilfesatzes liegen.


    Desweiteren, ein Vertrag ist juristisch ungültig, wenn er nicht die Unterschriften aller Beteiligten trägt. Tatsächlich ist der so genannte Generationenvertrag nie unterschrieben worden. Der Begriff beschreibt lediglich die Funktionsweise des deutschen Rentensystems, bei dem die alte, nicht mehr arbeitende Generation von dem lebt, was die Berufstätigen in die Rentenkasse einzahlen.



  • Danke malte das war überaus interessant zu erfahren, ich dachte bisher das ganze ist mehr oder weniger auf Ludwig Erhards Mist gewachsen...


    Zum eigentlichen Thema: Also ist das System so gut wie Tod. Deshalb sollte man reagieren eben bevor es "kippt".


    [infobox]ps: für nen grünen wirst du mir langsam echt sympathisch[/infobox]

  • Na ich will mal niemanden überfordern sowas zu rechnen was man ja in der 8. Klasse können sollte...
    Nochmal zur Erinnerung, 0,01 Euro werden zu 5% Zinseszins p.a. vom Jahre null bis 2010 angelegt, Laufzeit ist also 2010


    KN = 0,01 * (( 5 / 100 ) + 1 ) ^ 2010


    Hab da mal ein paar Sachen vorgerechnet ;)


    1 Jahre: 0 , 0105
    5 Jahre: 0 , 012762815625
    10 Jahre: 0 , 0162889462677744140625
    50 Jahre: 0 , 11467399785753676034851413551211
    100 Jahre: 1 , 3150125784630345502559753209372
    200 Jahre: 172 , 92580815159985994847623281107
    300 Jahre: 22.739 , 961286023937046041179025184
    500 Jahre: 393.232.618 , 27217833672228044258448
    1000 Jahre: 15.463.189.207.319.272.389 , 84568017163
    2010 Jahre: 38.948.535.331.707.095.695.009.322.633.459.000.000.000


    Ja ich weiß, solange existiert keine Währung aber nehmen wir mal an es wäre möglich, verrate mir dann mal jemand wo denn das ganze Geld auf einmal herkommen soll?


    Und da hier immer nach Lösungen im Schnellschußverfahren gefragt wird.
    Wie wäre es denn, wenn:
    1. Der Staat wieder die Kontrolle über die Wertschöpfung bekommt und nur er sie betreiben darf!
    2. Das Zinssystem abgeschafft wird!
    3. Eine Regelung erlassen wird, womit das Geld im gesamtwirtschaftlichem Kreislauf mit einem Umlaufschutz versehen wird so dass ein Horten, Hamstern oder auch immer wieder gern genannt, die Flucht in Sachwerte verhindert wird!

  • ...es gibt in den USA Familienvermögen die schon hunderte Jahre wachsen und wachsen. Aber darauf existieren Steuern, das heist je mehr Geld durch Zins generiert wird umso mehr schöpft der Staat davon ab. Ich bin kein Ökonom der dir genau sagen kann wie das funktioniert, aber offensichtlich tut es das denn die USA haben immernoch ihren Dollar trotz Zinsen.

    Au ja super Idee... Arbeiten ohne Eigentum zu erwirtschaften. Ein Staat der anordnet was wieviel Produziert wird. Welcome Back DDR...

  • Oh Junge, Wertschöpfung, weisst Du überhaupt was das ist?
    Und wie Du darauf kommst das eine Flucht in Sachwerte mit dem Erwirtschaften von Eigentum gleichzusetzen ist, da bitte ich nun wirklich um eine Herleitung!


    Und bitte, wenn Du hier schon die DDR-Keule schwingst, dann mach es bitte richtig denn was Du da ansprichst ist Planwirtschaft.
    Aber bitte lassen wir uns auf die Diskussion ein, wo habe ich Geschrieben das alle Unternehmen verstaatlich werden sollen? Wo habe ich geschrieben, dass der Staat die Produktion bestimmen soll und wo verdammt nochmal habe ich geschrieben das es kein Eigentum mehr an Produktionsmitteln geben soll?


    Aber gut, ich wette Du hast Dir nur das Standardwerk von Adam Smith durchgelesen, der geht aber leider auf die Rolle des Zinses nicht ein. Auch David Ricardo, John Stuart Mill und John Maynard Keynes gehen darauf nicht richtig ein.


    Ach ja nur so nebenbei. Die USA hatten seit Abrahm Lincoln das Recht auf die Wertschöpfung in staatlicher Hand, sie haben es in der Amtszeit von Woodrow Wilson wieder in private Hände gegeben.

  • Oh Junge, Wertschöpfung, weisst Du überhaupt was das ist?

    Sorry, aber was willst du uns hier eigentlich beweisen, dazu könnte ich dir jetzt mehr schreiben, will ich aber gar nicht, weil ich dadurch wahrscheinlich deine Überheblichkeit, umso mehr, herausfordern würde.


    Und nun zu der Wertschöpfung, die ohne lange Zahlenketten aufzeigen zu müssen – recht simpel, auch dank dem World Wide Web, einfach wie ebenso unkompliziert, darzustellen und zu erklären ist, ohne dass ich etwaige „Verwirrspiele“ betreiben muss.


    Beispielsweise, wäre Jesus ein Banker gewesen...

    Man kann sich vorstellen, wieviel ein Geldbetrag im Wert von einem Euro, zur Zeit von Jesu Geburt zu 3,5% Zinsen angelegt heute mit Zinseszinsen wert wäre,


    ob man es glauben will oder nicht: mehr als das Volumen des Erdballs in Gold!
    (unter der Annahme eines Preises von 500 Euro/Feinunze)


    Ja, dass Problem mit den Zinsen...
    Fast jeder hat in der Schule das Rechnen mit Zinsen gelernt. Aber nicht jeder versteht die Brisanz, die das Thema bekommen kann.
    Besonders wenn man endlos lange Zahlenreihen aufstellt.


    Und letztendlich warten wir dann ja auch noch imme auf deinen dementsprechenden Lösungsansatz, zur Sanierung der Sozialsysteme.