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Beiträge von TraceLight
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TraceLight Das wäre mir wirklich völlig neu, da man für die Operationen Gutachten braucht, damit die Kasse freiwillig zahlt - und dafür gibt es nunmal Kriterien. Selbes Spiel bei der Personenstandsänderung, für die sich Amtsgerichte ebenfalls Gutachten ausstellen lassen und dazu auch die Medikation einfordern.
Ich weiß nun nicht, woher du deine Beispiele hast, aber ich kann nur wiedergeben, wie ich das Ganze erlebt habe und wie ich es eben bei Anderen mitbekommen habe. Das lief immer sehr gleich ab, was die Anforderungen anging, weil uns allen (über ganz Deutschland verteilt) die selben Antragsverfahren zugeschickt wurden.
Die einzige Möglichkeit, die ich mir vorstellen kann, wäre einmal, das Ganze selbst zu zahlen, damit die Kasse nicht mit drin hängt und die Personenstandsänderung auf einer anderen Begründung als Trans aufzubauen.
Wie gesagt: Das kommt auf die Umstände an. Heißt auch auf die Krankenkasse, Gutachten usw.
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Ob man Hormone nun braucht oder nicht, ist eine ziemliche Frage der Philosophie.
Natürlich muss Niemand Hormone einnehmen, der sich als trans versteht - und es würde auch weniger Probleme mit Detransition geben, wenn Hormone nicht im Spiel wären, aber es gibt einen Punkt, bei dem ich dennoch widersprechen muss: Nein, man fühlt sich ohne Testosteron nicht wie ein Mann. Faktisch nicht und auch nicht dann, wenn man es sich einredet, es wäre doch so.
Natürlich spürt ein Transsexueller, dass er trans ist und spürt auch intuitiv, in welches Geschlecht er gehört, aber ohne Testosteron fühlt man sich nicht so, wie sich ein Mann mit Testo fühlt und man benimmt sich auch nicht so - einfach weil es den Charakter, das Körpergefühl und sämtliche Bedürfnisse völlig verändert. Ich nehme einfach Mal an, dass das mit Östrogen nicht anders ist.
Wenn ein Transsexueller sagt, dass er keine Hormone haben möchte, ist das natürlich dennoch in Ordnung und seine ganz persönliche Entscheidung, aber im Grunde unterscheidet Derjenige sich dann ja nicht wirklich von seinem genetischen Geschlecht - physisch schonmal erstrecht nicht, denn 90% der körperlichen Veränderungen kommen durch die Hormone. Eine Mastek ohne Testosteron macht einen weiblichen Körper ohne Körbchen, aber keinen männlichen Körper und keine männliche Brust.
Zudem gibt es den Punkt von 'Ganz oder gar Nicht' in gewisser Weise schon, nämlich dann, wenn man aus der Theorie raus und rein in die Praxis geht. Eine Mastek aufgrund von Trans bekommt man nur, wenn man laut Personenstand männlich ist - und die Personenstandsänderung bekommt man nur, wenn man Hormone einnimmt (in der Regel mindestens ein Jahr lang). Sofern sich daran in letzter Zeit Nichts geändert hat, bedarf es auch hierbei Aufklärung, denn das mit der Mastek ohne Hormone höre ich seit Jahren dauernd und kenne Niemanden, der das umsetzen konnte, ohne ins Ausland zu gehen.
Um zu Detransition zurück zu kommen - ja, es braucht eine ganze Menge Aufklärung in jeder Hinsicht, denn dieses gefährliche Halbwissen sorgt dafür, dass Trans nicht mehr als das medizinische Konstrukt gesehen wird, das es ist. Und dass der ICD sich dem sogar anpasst, zeigt wie sehr sich das selbstständig macht.
Ich muss jetzt mal wiedersprechen. Natürlich bekommt man die Personalstandsänderung ohne Testo und es ist auch möglich, ohne Testo die OPs genehmigt zu bekommen. Es macht alles etwas komplizierter, aber es ist durchaus möglich und es gibt viele Transgender, die erst ihre Namensänderung bekommen und dann das Testo. Bzw. gibt es auch welche, die die OP vor dem Testo bekommen. Das ist immer von verschiedenen Faktoren abhängig, wie und wann man welchen Schritt geht / gehen kann.
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Also für mich persönlich kommt immer noch oft die Frage auf, ob ich wirklich das richtige tue und ob ich es nicht später bereun werde. Das kommt aber, meiner Meinung nach, von allen Leuten, die permanent nachhaken und alles in Frage stellen.
Durch Leute, die ihre Transition gestartet haben, vielleicht sogar schon durch waren und dann feststellten, dass es falsch war, werden von Ausenstehenden und auch innerhalb der Transcommunity immer wieder Fragen gestellt, die sehr verunsichern.
,,Bist du wirklich trans?"
,,Bildest du dir das vielleicht nicht nur ein?"
,,Vielleicht bist du einfach Non-Binary?"
,,Bist du dir sicher?"
Das kommt leider meist vor, nur weil man sagt, dass man nicht 100% des Weges gehen möchte. Ich zum Beispiel habe in einer Gruppe mal geäußert, dass ich nicht sicher bin, ob ich Testo nehmen möchte und deswegen erst die Mastek hinter mich bringen will. Einfach um zu sehen: ,,Ja. Ich brsuche Testo um 100% glücklich zu werden" oder ,,Nein, es ist auch ohne völlig in Ordnung."
Ich wurde daraufhin von vielen mit solchen Fragen bombadiert. Einfach weil viele der Meinung sind ,,100% oder gar nicht!"
Das verunsichert schon sehr.
Das Ding ist, dass selbst die, die den ganzen Weg gehen, falsch liegen können. Ich habe von einem Mann gehört, welcher dachte, er sei eine Frau. Er ging den kompletten Weg und nahm sich am Ende das Leben, weil er sich geirrt hatte.
Ich bin der Meinung, wir brauchen dringend mehr Aufklärung. Über jeden einzelnen Schritt, der gegangen wird. Die Folgen, die das haben wird. Seit ich weiß, dass ich Trans bin, habe ich mir Gedanken gemacht. Über jeden einzelnen Schritt. Was ich brauche, wann ich es brauche und wieso ich es brauche. Helfen konnten mir dabei nur andere Transleute. Von Ärzten habe ich kaum gesagt bekommen, was passieren kann. Wenn doch, wurde nur Oberflächlich darüber erzählt und das war es dann auch schon.
In diesem Sinne muss ich allen anderen hier zustimmen. Es muss mehr Aufklärung geben. Sei es bei den OPs oder dem Testo. Es reicht einfach nicht, was den Leuten an Wissen mitgegeben wird. Wer keinen Kontakt zu anderen Transleuten hat, sich deren Geschichten anhören kann, kann schnell auf dem falschen Weg landen. Gerade auf bei diesen ganzen Geschlechtsidentitäten, die von manch Jugendlichem erfunden werden, weil er toll und anders sein möchte.
Ich habe nichts gegen die Leute, die später erst herausfinden, dass es falsch war. Es macht mir allerdings Angst zu sehen, wie weit diese gekommen sind, ohne es herauszufinden. Da sind die Ärzte dann wirklich gescheitert. Manchen, die es dringend nötig haben, verweigern sie die OPs etc. aufgrund nicht ausreichender Probleme mit dem eigenen Geschlecht. Andere lassen sie den ganzen Weg gehen und zerstörren damit deren Leben. (Extrem ausgedrückt.)
Wenn man darüber so nachdenkt, ist das schon echt hart.
Also. Lange Rede, kurzer Sinn:
Wir brauchen mehr Aufklärung. Egal in welchem Sinne. Am besten ja gleich in beide Richtungen. Transition und Detransition.
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Duality - Set It Off
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