Hey!
Ich hab hier mal ein Video zum Thema Frontex und Co.
Mich würde ja mal interessieren was ihr dazu so sagt und wie eure Einstellung zu Frontex und Co. ist. Meine meinung wird durch dieses satierische Video ja denke ich ganz gut deutlich.
LG,
Mo
Hey!
Ich hab hier mal ein Video zum Thema Frontex und Co.
LG,
Mo
glaub das ist schon ziemlich bescheuert
Erstmal: Das ist ein tolles Video, die Anstalt schafft es immer wieder absurde und bescheuerte Zustände einfach und deutlich dazustellen. Und ich finde man kann gar nicht mehr viel ergänzen. Was die EU (insbesondere durch Deutschland und auch Groß Britannien angekurbelt) macht ist ekelhaft. Milliarden für unmenschliche Grenzschutzanlagen investieren, statt Menschen Schutz gewähren. Und sowas kriegt den Friedensnobelpreis.
Deutschland ist ein reiches Land, wir könnten alle zu uns kommenden Flüchtlinge ohne Probleme aufnehmen, wenn man es nur wollen würde. Das kleine Jordanien wird nicht gefragt, ob es die 1,2 Mrd. syrischen Flüchtlinge aufnehmen möchte. Im Vergleich wäre das so, als ob Deutschland 20 Mrd. Flüchtende aufnimmt. Aber es geht ja nie darum, dass das Menschen sind, die Schutz und Hilfe brauchen. Immer nur geht es darum, ob das finanziell machbar ist. Das darf aber überhaupt keine Frage sein! Menschlich muss es machbar sein! In diesem Sinne: No Nation, No Border!
glaub das paßt hier her:
Mein Freund Finn, du bist ein großherziger Mensch, für dich und für viele meiner Freunde, schenke ich dir etwas, meine Schwester, Liel Kolet, als Thilo starb war sie da, jetzt singt sie für euch alle, meine jüdische Schwester, Liel Kolet:
Mein Freund Finn, du bist ein großherziger Mensch, für dich und für viele meiner Freunde, schenke ich dir etwas, meine Schwester, Liel Kolet, als Thilo starb war sie da, jetzt singt sie für euch alle, meine jüdische Schwester, Liel Kolet:
mag liel, sie ist schon echt mega toll R:-)
glaub aber auch, krieg ist scheisse, unterdrückung auch, schlimm das menschen flüchten, weil sie angst haben, egal wo auf der welt, keiner sollte angst in seiner heimat haben, traurig sein und weinen
Danke Taran, dafür das mit uns zu teilen, meinen wirklich aufrichtigen und herzlichen Dank dafür, es ist wirklich wunderschön.
Ach Finn, das ist so süß, wie du das schreibst. Und vorallem so unglaublich wahr.
Es ist schrecklich, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen, weil sie verfolgt werden, Krieg herrscht oder sie Hunger müssen.
Leider werden eben diese Menschen die Asyl, also Schutz, suchen hier in Europa und leider besonders in Deutschland immer noch schlecht behandelt und wieder in ihre Heimatländer abgeschoben.
Bei uns in Dortmund gab es am Freitag Abend einen sehr bedenkenswerten und aus meiner traurigen Vorfall, der mich zutiefst geschockt hat.
Eine Gruppe von Vermummten Neo-Nazis zog mit Fackeln vor eine Flüchtlingsunterkunft, bewarf diese mit Böllern und skandierten Parolen. Ein Bild wie wir es aus den 90er Jahren aus Rostock und Co. kennen, schon wenn ich daran denke wird mir schlecht. Wie kann es sein, dass bekannte, Gewaltbereite Rechtsradikale mit Fackeln vor diese Unterkunft kommen können? Wenn das so weiter geht dauert es nicht mehr lange bis die erste Flüchtlingsheime brennen. Ich habe bei dem Gedanken daran Tränen in den Augen.
Was der verlinkte Artikel nicht beschreibt ist, wie sich die Geflüchteten in der Unterkunft jetzt fühlen. Einige meiner Genoss*innen waren in den darauf folgenden Tagen dort und haben mit den Menschen gesprochen. Die dort untergebrachten haben ANGST. Sie haben Angst, dass weitere härtere Angriffe folgen. Die Kinder welche eigentlich auf dem Spielplatz des Geländes spielen sollten trauen sich nicht aus den Häusern und verstecken sich traumatisiert im inneren. Die Bewohner dachten als die Böller geworfen wurden es würde auf sie geschossen. Es ist absolut grausam was dort passiert ist und was vermutlich leider noch passieren wird.
Ich selbst habe mit einigen geflüchteten Kontakt und treffe mich hin und wieder mit Ihnen um etwas zum Socialising der Menschen beizutragen und es ist oft grausam genug was sie und ihre Kinder erleben mussten.
Stellt euch vor, ihr müsst fliehen, weil ihr kurdische Wurzeln habt und der IS "vor der Haustür steht" ihr flieht nach Europa, mit nichts als euren Kleidern am leib und dem was ihr in fünf Minuten einpacken und einfach trasportieren könnt. Ihr schafft es irgendwie nach Deutschland und dort erwartet euch
a) Ein Asylheim ohne jegliche Privatsphäre (Aber hey, für euch in diesem Moment immer noch ein Fortschritt, denn ihr glaubt ihr seid sicher).
b) Eine "Willkommens"kultur, welche von Misstrauen und Vorurteilen gegen euch geprägt ist.
c) Behördengänge zu Ämtern, deren System ihr nicht versteht, welche für eure weitere Zukunft in Deutschland (?) entscheidend sind, wo niemand euch wirklich versteht aufgrund von Sprachbarrieren und fehlenden Willens.
und
d) stehen vor der Tür eurer Unterkunft auf einmal vermummte Nazis, welche euch beschimpfen, euch drohen und euch und eure Kinder in absolute Panik versetzen. Der Sicherheitsdienst ist zu dritt und nicht in der Lage angemessen zu reagieren.
Und gegen nichts davon wird wirklich etwas getan. Staat und ein Großteil der deutschen Gesellschaft interessieren sich einen Dreck für eure Situation.
So und ähnlich geht es leider vielen Menschen dort. Ich finde das absolut schlimm, grausam und traurig. Und "wir" beschweren uns, dass die Leute aus Kriesenregionen komen, die von der Westlichen Gesellschaft oft selbst geschaffen wurden, an denen auch Deutschland alles andere als unschuldig ist? ([Deutsche] Waffenlieferungen finden komischer Weise immer in die Regionen statt, wo kurz darauf Menschen in Massen fliehen müssen.)
Wenn das die hochgelobten Werte sind, die Pegida ihrem "Abendland" zuschreibt, welches sie Verteidigen wollen, was genau gibt es dann noch zu Verteidigen frage ich mich?
Die kosten die der Deutsche Staat durch Asylsuchende erfährt sind minimal im Vergleich zu anderen Ausgaben, wie Finanzverwaltung oder die RÜSTUNGSausgaben.
“Asylbewerber kosten zu viel!”
Im Jahr 2011
stellten 53.347 Menschen in Deutschland Asylanträge. Natürlich kosten
sie den deutschen Staat Geld: Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben
sie ein Recht auf Unterkunft, Verpflegung und Gesundheitsversorgung.
Das kostet den Staat etwas mehr als 500 Euro monatlich, je nach
Bundesland gibt es leichte Unterschiede. Hinzu kommen die Kosten für die
deutschen Behörden, die Asylverfahren bearbeiten. Laut Statistischem
Bundesamt zahlte Deutschland im Jahr 2011 insgesamt 908 Millionen Euro
für Asylbewerber. Das ist viel Geld.
62,2 Milliarden Euro aber
sind noch viel mehr Geld. So viel gab der Bund im gleichen Jahr für die
Finanzverwaltung aus. Für Sozialausgaben wie etwa Rente und
Arbeitslosengeld wendete er sogar 131,3 Milliarden Euro auf. Dem
gegenüber sind die Asylausgaben geradezu verschwindend gering. Vom
gesamten Bundeshaushalt machten sie drei Tausendstel aus. In der Grafik
unten ist es der Block im rechten unteren Eck. Er ist so klein, dass die
Beschriftung gar keinen Platz hat.
Ich glaube wir alle sollten uns noch einmal Gedanken darüber machen ob wir diese Politik so gutheißen können und es einfach so weiter laufen lassen dürfen.
ICH für meinen Teil kann das nicht und kämpfe deshalb für Veränderungen. Ob auf der Straße, im direkten Umgang mit den betroffenen oder auf langwierigem und steinigen Weg in der Parteienpolitik.
Abschließen möchte ich desen Beitrag mit einem Gedicht von Lothar Zenetti, interpretiert von Konstantin Wecker.
"Wo alles dunkel ist, macht Licht." Es ist momentan in Deutschland wieder ziemlich dunkel, aber ich sehe auch immer wieder kleine Licher, die sich entzünden. Und drei ganz helle Lichter haben sich hier zu diesem Thema beteiligt, das macht Mut weiter zu machen. Danke, @Finn-Luca, @Taran Noah und @Felicitas.Irgendwann, vielleicht können wir es ja tatsächlich schaffen die Welt zu einem etwas helleren Ort zu machen.