Hacker und Co

  • Aktuell kocht das Thema von Angriffen auf Internetseiten und Firmen hoch in den Medien. Was haltet ihr davon? Wann findet ihr einen Angriff als "gerecht" oder "gerectfertigt", wann stößt eine Aktion auf euer Mißverständnis. Ist schon wer von einem Angriff betroffen gewesen und hat Angst um seine Konten und Passworte, oder um seine persönlichen Daten?


    Gibt es unterschiede zwischen Angriffe auf Scientology, Sony, PayPal, Rewe oder Einrichtungen der Bundesrepublik (Behörden, BKA)?


    Artikel und Meldungen dazu bei heise

  • Ach man Leute... Noch nie was davon gehört, aber reden wollen.


    Die hier gemeinten Hacker sind anscheinend Anonymous. Dazu will ich zuerst sagen, dass ich mehr oder weniger einer von ihnen bin. Denn wir sind keine Gruppe, keine Organisation und keine Struktur, sondern eine Idee!


    Und keiner kann hier anscheinend unterscheiden.
    1. Projekt Chanology richtet sich gegen Scientology! Alle Demonstranten auf der Straße sind oft von diesem Projekt. Die Masken, die sie dabei tragen, dienen dem Schutz vor Scientology-Terror und sind auch "Markenzeichen" von Anonymous.
    2. Die "Operations Internet" richten sich gegen Zensur im Internet und kämpfen für die Freiheit der Menschen.
    2.1 Teilweise werden von denen auch Operationen gestartet, die den Arabischen Frühling unterstützen sollen.
    2.2 Und viele weitere.


    Zu Sony:
    ‪Anonymous: Message to Sony (Deutsch untertitelt)‬‏
    - YouTube


    Zu Scientology:
    (es finden keine Hacking-Angriffe mehr statt, weil sich Demonstrieren mehr lohnt)
    ‪Message to Scientology (deutsche Untertitel)‬‏
    - YouTube


    PayPal und die anderen werden gehackt, weil sie WikiLeaks ihre Unterstützung verweigert haben.


    Sucht einfach mal auf Youtube "Message to Sony", "Message to NATO" oder sonstwas.



    Ihr braucht keine Angst um Konten zu haben. Warum solltet Ihr??
    Ihr seid nur auf die Angstmache der Medien reingefallen!!
    Das Streben von Anonymous nach Freiheit gefällt der Regierung nicht. Und die Medien sind nur das Sprachrohr der Regierung, die so Anonymous als böse Hackergruppe darstellen will! Und die Regierung will Euch eben das reinwürgen: dass Ihr nichts anderes seid als die lieben Bürger, die von den bösen Hackern bedroht werden.



    Bei mehr Fragen einfach schreiben.





    We are Anonymous
    We are Legion
    We do not forgive
    We do not forget
    United as one
    Divided by zero
    We are watching!
    Expect us!

  • Ja und du hast natürlich alles im Blick.
    Und natürlich gibt es außerhalb von Anonymous KEINE Hacker Banden vor denen man Angst haben könnte.


    Zur Warnung in Ordnung, aber Eigenjustiz ist nun mal dennoch nicht gestattet.
    Solange nichts Privates angegriffen wird, okay.
    Sobald aber irgendwas lahm gelegt wird, staatlich oder privat, ist es einfach unter aller Sau.

  • Ich habe davon gesprochen, dass alle der oberen Beispiele eigentlich nur auf Anon angewendet werden können (Ausnahmen bestätigen die Regel), und nicht davon, dass es keine anderen Hacker gibt.


    Allerdings finde ich zB die Operationen schlecht, die es als Ziel haben, irgendwelche Sachen kostenlos runterzuladen… klar, für den Bürger geil, aber die Künstler haben genauso ein Recht auf ihr Geld!!


    LulzSec finde ich auch nicht soooo doll, wenn sie nur zum Spaß hacken und dabei irgendwelche Unschuldigen angreifen, nur weil sie grad Lust dazu haben.

  • Dazu will ich zuerst sagen, dass ich mehr oder weniger einer von ihnen bin.

    Ui, ohne jetzt eine großes Larifari loszutreten:
    Könntest Du mal diese Seite hier "hacken" und in die rechte obere Ecke einen weißen Stern einpflanzen? Herr Webmaster bekommt das wohl gerade noch so wieder weggemacht.
    Behaupten, ein Teil von "Anonymous" zu sein, kann immerhin jeder.


    ...wobei ich Deine Meinung nicht unbedingt in Frage stelle, allerdings glaube ich, dass es "Anonymous" nicht gibt, sondern sich einfach nur ein Trupp Geeks einen Scherz erlaubt haben.

  • Olli, man kann kein Teil von Anonymous sein, weil Anon keine Gruppe oder Organisation ist, sondern eine Idee.
    Anonymous kann jeder sein, nenn Dich einer und setze Dich für die Freiheit ein, und Du bist einer ;)


    Ja, ich bin Anonymous, und zwar, weil ich mit der Idee der Freiheit des Internets und der Freheit der Menschen sympathisiere. Das heißt nicht, dass ich gleich Hacker-Anon bin. Ich bin von Chanonogy, weil es erstens öffentlich ist (ist manchmal echt lustig :D ) und ich zweitens mit 14 wohl kaum in Hacker-Kreisen aufgenommen werde ;) )
    Außerdem schreit ein Hacker-Anon ja weder seine Heimatstadt, noch seinen Namen und sein Geburtsdatum raus, wie ich es hier mache - schließlich sucht das BKA nach denen ;)


    Selbst wenn ich Hacker wäre: was bringt es mir, hier einen Stern einzupflanzen??
    1. ich muss meine Größe nicht beweisen.
    2. es würde hässlich aussehen.
    3. es ist illegal und ich würde eine Anzeige kriegen!!
    4. warum sollte ich eine Website hacken, die darauf angelegt ist, anderen zu helfen?


    DDoS-Attacken wären rein theoretisch machbar, wenn ich mich mit der Software befassen würde. Hab mal einen Screenshot gesehen, das ist sowas von unübersichtlich :D aber auch das ist illegal, und selbst wenn ich es könnte, würde ich es doch nie hier anwenden - siehe Punkte 1, 3 und 4.



    Ja, es wird oft behauptet, dass es Anon nicht gibt. Aber wenn da insgesamt schon geschätzte 50 angebliche Mitglieder der Hacker-Aktionen (Angaben ohne Gewähr) festgenommen wurden, ist das sicher mehr als nur ein Streich.
    Und jetzt schau mal, wie viele Ergebnisse Du bekommst, wenn Du auf Twitter, Facebook oder Google nach "Anonymous" suchst, und wie viele Fans die auf Social Networks haben... Ich denke nicht, dass das alles Erfindung ist. Da müsste jemand ja gewaltig viel Zeit haben. Und spätestens nach der ersten Festnahme wäre Schluss gewesen.


    Ein Streich vielleicht am Anfang gewesen, aber ist es nicht eher eine Idee, die immer mehr Fans findet? ;)

  • Ich frage mich aber, wo setz man eine Grenze? - Ich meine zB Angriffe auf Zahlungsanbieter, nachdem diese Zahlungen für Wikileaks nicht mehr abwickelten. Wer gibt das (moralische) Recht, Wikileaks derart zu "verteidigen". Ich persönlich halte nichts von Wikileaks. Ist es also in Ordnung, mit so einer Aktion auch unbeteiligte zu treffen?


    Ich frage mich echt, auch wenn eine "gute Absicht" gemeint ist... was ist, wenn eine Gruppe an meine Daten kommt? Kann ich "vertrauen", dass diese Daten nicht veröffentlicht oder sosntwie kriminell benutzt werden? Ob nun ein Angriff schon kriminell geplant wird, oder Daten mit "guter Absicht" entwendet werden ... die Daten sind dort, wo ich sie nicht haben will. Gibt politische Motivation ein Recht dazu, Rechte von anderen personen zu verletzen?


    Naja, von denen mal abgesehen, die einfach nur zum Spaß hacken und cracken ... ist aber wohl auch ein Symptom der Gesellschaft. Schadenfreude, oder sich einfach nur besser fühlen, weil man etwas gemacht hat, was sonst nicht viele können - ohne Rücksicht auf Verluste und ob man eventuell auch anderen schadet.


    Ich vermute, wenn man einen großen Konzern oder Onlineshop angreift, hebt das sicher das Selbstwertgefühlm, oder man trifft das UNternehmen, verschafft seinem Anliegen gehör ... aber ich vermute auch, dass da kaum jemand sich Gedanken macht, dass auch die Menschen betroffen werden, denen man sogar eventuell noch was gutes tun wollte.