Seit ihr stolz auf eure sexuelle Orientierung?

  • Also die Frage ist mir eingefallen als ich im SVZ eine gruppe gesehn hab "Hetero? DAgegen gibts doch was von Ratiopharm!"....daher nun die Frage an euch: Seit ihr stolz, dass ihr bi, schwul, lesbisch oder was auch immer seit? und warum!? ?(




    Also ich mach ma nen Anfang...ich bin nciht stolz darauf. Warum soll ich stolz auf einen Zufall sein? Man kann stolz auf die Position, die man sich erarbeitet hat sein, man kann stolz sein, dass die kinder meine mörder und diebe geworden sind....damit hat man ja eigene verdiehnste. aber stolz darauf sein, das ich Deutsche bin?! Das ich lesbisch bin!? NEIN!

  • Ich sehs genauso wie du. ich bin nicht "stolz" darauf. Ich freue mich darüber, dass weder ich, noch der größte Teil meines Umfelds damit ein problem hat, und bin daher gewissermaßen stolz auf meine Freunde, aber stolz darauf,dass ich lesbisch bin? nein.

  • Ist ein Hetero solz darauf hetero zu sein? Ich denke nicht. Für ihn wird es selbstverständlich sein!


    Nichts besonderes, oder ungewöhnliches. Und genau so sollte es auch sein!


    Homo oder Bi zu sein ist nichts besonderes. Nicht die Regel, das geb ich zu, denn prozentual sind wir in der minderheit, aber es ist nichts außergewönliches.


    WEder im positiven noch im negativen sinne.


    Es ist natürlich. Und ich hoffe das es irgendwann auch so akzeptiert wird.



    Ich krieg regelmäßig ne Krise, wenn Leute sagen sie seien homo, oder Bi nur weil es cool ist, oder sonst was und sie sich dann für was besonderes halten, oder noch besser: leute die andere damit provozieren wollen..


    Ätzend -.-


    Genau awie "Partylesben".



    Wenn wir für uns anfangen unsere sexuelleOrientierung als normal und natürlich und nicht als außergewöhnlich anzusehen wird sie auch irgendwann so akzeptiert.



    So ^^ hoffe das war jetzt nicht zu sehr off-topic



    in dem sinne... tüddelü ^^

  • Ich denke, wenn man stolz darauf ist, lesbisch, bi oder schwul zu sein, und das total nach außen zeigt (also den Stolz), dann macht man es doch auch zu etwas unnormalem, weil man es ja von allem anderen abhebt....

  • stolz nich unbedingt. aber es ist doch schön wenn man unbegrenzt lieben kann. frauen und männer sind doch beide toll :D jedes geschlecht hat doch seine guten seiten. Und erfahrung kann man doch nie genug haben ;)

  • Also dieses ganze Stolz-Pride-Regenbogengedudel bezieht sich doch darauf, dass man für seine Rechte (die man ja definitiv hat) kämpft und sich nicht vom Rest der Gesellschaft sagen lässt, was man zu tun und zu lassen hat, oder?
    Und ich finde, da kann man auch stolz drauf sein, also sowohl, was historisch erreicht wurde (früher gabs ja noch Paragraph 175 und so), als auch, was man selbst persönlich erreicht hat: Dass man sich genau so akzeptiert, wie man ist, dass man nicht sich selbst und andere belügt, um es dem Rest der Gesellschaft rechtzumachen. Das ist keine Selbstverständlichkeit (wenns in eurer Umgebung doch so ist, habt ihr echt Glück!), finde ich, also auch was zum Stolz drauf sein. Also nicht die Orientierung an sich, sondern dass Dazu-Stehen, und der Kampf für Gleichberechtigung, der ja auch noch lang nicht ausgefochten ist (gibt ja noch genug homophobe Menschen in der Gesellschaft, außerdem Gleichstellung der Ehe und Adoptionsrecht...)


    Ich bewundere auch Menschen, die einfach zu ihrer Sexualität stehen, also nicht damit angeben, oder es jedem auf die Nase binden, aber einfach genauso selbstverständlich damit umgehen, wie Heten es tun. Die dann auch in Kauf nehmen, auf Ablehnung zu stoßen. Und auf dieses Verhalten kann man stolz sein. :)


    Hoffentlich versteht man was ich meine... Ich bin übrigens aus genau den Gründen nicht stolz auf meine Orientierung, bin aufgrund von diversen Exmenschen (geschlechtsneutrale Form von Exfreund? ExfreundInnen? egal), und eigener Unsicherheit nur bei ganz wenigen geoutet... :thumbdown: Wird sich in Zukunft hoffentlich ändern.

  • Also dieses ganze Stolz-Pride-Regenbogengedudel bezieht sich doch darauf, dass man für seine Rechte (die man ja definitiv hat) kämpft und sich nicht vom Rest der Gesellschaft sagen lässt, was man zu tun und zu lassen hat, oder?
    Und ich finde, da kann man auch stolz drauf sein, also sowohl, was historisch erreicht wurde (früher gabs ja noch Paragraph 175 und so), als auch, was man selbst persönlich erreicht hat: Dass man sich genau so akzeptiert, wie man ist, dass man nicht sich selbst und andere belügt, um es dem Rest der Gesellschaft rechtzumachen. Das ist keine Selbstverständlichkeit (wenns in eurer Umgebung doch so ist, habt ihr echt Glück!), finde ich, also auch was zum Stolz drauf sein.


    Seh ich genauso....Ich find halt , das man auf die Orientierung direkt nicht stolz sein kann...Eigentlich macht man sich damit ja auch zu was besserem...Was ja auch falsch ist.

  • hi ;-x , wie setao.kaiba sagt, auf was soll mann da stolz sein, es hat sich halt eben so ergeben von mutter natur, ein hetero sagt ja auch nicht daß es stolz darauf ist n hetero zu sein, und nur weil wir schwule eine minderheit sind muss mann darauf nicht stolz sein, das ist meine meinung. :bye: lg.m.

  • also es gibt durchaus heteros die stolz daraauf sind...so isses jetzt auch net...dazu zählen wohl auch irgendwo die ganzen homophoben die meinen hetero is das einzig richtige! :thumbdown:

  • hi ;-x , finde prahlerei ganz generell, ob schwul oder hetero, total unmöglich. mann muss ja mit seiner sexuellen indentität nicht prahlen oder darauf stolz sein. stolz kann mann auf etwas sein das mann sich pers. erarbeitet hat, für schwul oder hetero darauf kann sich keiner etwas einbilden denn dies wurde von mutter natur vorgegeben. :bye: lg.m.

  • also es gibt durchaus heteros die stolz daraauf sind...so isses jetzt auch net...dazu zählen wohl auch irgendwo die ganzen homophoben die meinen hetero is das einzig richtige! :thumbdown:

    Genau da is ja das problem daran...Wenn man stolz auf die eigene Orientierung ist, macht man die, egal ob hetero,lesbisch,schwul oder bi, doch zu was besserem, sagt also, das die eigene Orientierung die richtige sei.

  • younggay.de hat Flyer / Aufkleber mit dem Spruch: Hetero, da gibt es was von younggay.de :-). Diese wurden mal auf einem CSD in Köln (u.a.) unters Volk gebracht. Ein paar habe ich auch noch Zuhause rumfliegen.


    Früher gab es auch oft den Spruch "Pride/Proude to be Gay", daher auch oft die Bezeichnung "Gay Pride" für CSDs, Straßenfeste und ähnliches. Das Pride-Gefühl, stolz auf sich zu sein, hat - denke ich - viel mit den großen Diskriminierungen in der (damaligen) Gesellschaft zu tun. Ich bin jedenfalls Ende der 1990er mit diesem "Stolz" in der Szene und Community "aufgewachsen".


    Für mich war es eine Art, das ComingOut zu "überstehen". Statt negativer Gedanken udn Diskriminierungsangst war ich Stolz auf mich und darauf, schwul zu sein. Das hat mir Rückhalt gegeben. Heute würde ich es nicht mehr so extrem beschreiben. Aber ine iner gewissen Art udn Weise, kann ich "stolz" auf meine Entdeckung der (Homo-) Sexualität, mein ComingOut und mit allem sein, was damit zu tun hat. Ja, auch heute gilt immer noch "I am proude to be gay".

  • also, ich finde auch, dass man seine sexuelle orientierung als NORMAL ansehen sollte, daher gibt es eigentlich nix worauf man stolz sein müsste. man kann sich selbst so akzeptieren wie man ist und das sollte man auch, aber nicht mit irgendeiner orientierung protzen. Das würde das ganze nur in die falsche richtung drücken und nicht in normalität

  • ich seh das hier eigentlich wie die meisten :)


    ich bin weder stolz aus deutschland zu kommen, noch dass ich blonde haare habe, 1,69 groß bin oder sonst was. :P
    ich finde das ist auch ein begriff der in dem sinne irgendwie total fehl am platz ist..


    es ist eben so. was soll man da groß dran ändern, wenn man versuchen würde sich zu wehren, wird man des lebens nicht mehr froh. also ich habs hingenommen es ist ok, wenn ich glücklich verliebt bin, bin ichs und joa :)

  • leider ist es immer noch so das man von dem umfeld aufgrund der sexuellen orientierung nicht akzeptiert wird und man sogar noch auf diskrimenierende antrifft,
    was ich persönlich sehr bedaure denn es sollte heutztage kein thema mehr sein,denn das ist das normalste der welt und selbstverständlich das man zu sich steht,
    denn das macht ja eine person aus.
    wenn man sich das umfeld genauer betrachtet finde ich schon das man stolz darauf sein sollte,wie alles gemeistert wird,offen zu leben und zu sagen
    "ja ich bin homosexuell" obwohl man dann bei einigen auf nicht akzeptanz stößt.
    aber wie gesagt jede sexuelle orientierung sollte als selbstverständlich angesehen werden!!!

  • Ich denke, dass es "Normal" ist, man muss nichts verstecken. Und wie man's presentiert ist jedem selbst überlassen.
    Ich bin nicht "stolz".


    Aber auch nur, weil es für mich was normales ist. :)

  • Also ich für meinen Teil bin sehr stolz darauf lesbisch zu sein! Naja, ganz stimmt das nicht: Ich bin stolz darauf, mich selber aktzeptieren zu können, denn ich sehe es heute auch als etwas ganz normales an und auf etwas selbstverständliches muss man ja nicht ''stolz'' in dem Sinne sein :) Bei mir war es nämlich so, dass ich in meiner Jugend (ich bin schon 21 muss ich dazu sagen) auf sehr viel intolleranz gestoßen bin. Es gab Zeiten, da hab ich mich sogar dafür geschämt eine hübsche Frau nur länger als 5 sek. anzugucken und wollte am liebsten hetero sein. Heute sehe ich es anders-und darauf bin ich wirklich stolz. Es hat lange gedauert diese Ansicht zu bekommen! Ich glaube aber, dass man das einem Jugendlichen nicht übel nehmen kann, solche Gedanken zu haben, denn gerade in dem Alter ist es EXTREM schwer, mit dieser ''Ausgrenzung'' umzugehen.


    Ich glaube, dass die Gesellschaft so intollerant ist, weil sie denkt, dass alle Lesben Männer im Frauenkörper, und alle Schwulen Frauen im Männerkörper sind - und das ist natürlich ''nicht normal'', denn die Leute fragen sich dann: ''Warum wollen die sich denn dann nicht umoperieren lassen?''. Es folgen Sprüche wie: ''Du hast ja nur keinen Mann abgekriegt und deshalb willst du jetzt selber einer werden, oder was?'', oder auch: ''Du kannst doch noch nicht mal einen Nagel in die Wand hauen, Sport schon gar nicht, ist ja Männersache! das einzigste was du kannst ist dir die Haare machen!''. Dass man das gar nicht verallgemeinern kann ist vielen egal. Gut, auf einige trifft das zu, aber das ist doch auch nicht schlimm! Ich hab das zwar schon in 'nem anderen Thread gesagt, aber tue es gerne nochmal: Ich bin das beste Beispiel dafür das das NICHT stimmt! Ich entspreche in puncto Aussehen und Charakter total dem typischen ''Frauenbild''. Ich bin handwerklich ungeschickt, mag nicht so gerne Fußball, schmink mich gerne, lange Haare.....der ganze scheiß eben :P Die typische Frau.......mit dem kleinen unbedeutenden Unterschied, dass ich Männern einfach nichts abgewinnen kann und Frauen total toll finde!

  • Ich fasse meine Meinung nochmal kurz zusammen, weil das jetzt ein sehr langer Text war ;)


    Ich bin nicht ''stolz'' auf die Tatsache lesbisch zu sein, sondern auf die Tatsache, dass ich mir von denjenigen, die ihre Sexualität für die einzig richtige halten (homophobe Menschen) nicht einreden lasse, dass meine Sexualität falsch ist!


    Denn JEDE Sexualität, egal ob homo, hetero oder bi, ist normal und sollte als selbstverständlich angesehen werden!