Ich sehe auch lieber tiere frei rumlaufen, als zuhause praktisch eingesperrt. wenn ich manchmal im tierheim aushelfe und so
genannte verwilderte hunde oder katzen antreffe, frag ich mich
nicht selten, wieso die nicht einfach wild leben dürfen. wenige
von solchen tieren überleben wirklich lange in der freien natur,
wobei "freie natur" natürlch nicht ganz stimmt, da die meisten
sich immer noch in der nähe von menschen aufhalten.
aber auf dem land sieht man sie teilweise in wäldern leben. und
dann dürfen sie auch abgeschossen werden. dabei könnten hunde,
die vllt in einem rudel leben und völlig wild sind, die funktion
der wölfe übernehmen und zb die population von darmwild, hasen
usw niedrig halten.
ich finde, wir menschen haben so den drang über alles bestimmen
zu wollen ... wir haben uns schon zu weit von der natur entfernt,
um uns noch als teil der natur sehen zu können.
das drückt sich dann in solchen ansichten aus, dass pets als eigen-
tum von menschen deklariert werden.
ich selbst habe zwei hunde zuhause. ich betrachte sie nicht als eigentum, sondern als teil des rudels. ich wuchs mit den beiden auf und bin nun vor allen anderen familienmitgliedern der rudelführer. somit auch verantwortlich für die beiden hunde.
ich finde, wenn haustiere vor allem verantwortung bedeuten würden, nämlich rein durch entsprechende gesetzte wegen, könnte sich mit der zeit unser blick auf haustiere entscheidend ändern. vor allem würde das züchten und verkaufen von tieren sich drastisch reduzieren. und viele menschen würden schon deshalb weniger haustiere halten, weil sie diese nicht einfach so abschieben können. und wenn dann das misshandeln und mutwilliges töten von haustieren praktisch ein kapitalverbrechen wird, ein mensch also 25 jahre hinter gittern verbringt, nur weil er eine lästig gewordene hauskatze tot in der mülltonne entsorgte, dann haben wir vllt einen punkt erreicht, dass man haustiere nicht als eigentum betrachtet, sondern als mitgeschöpf, für das man eine hohe verantwortung trägt .. etwa so, wie Eltern es mit Kindern halten sollten, aber auch da haben wir heute noch zum teil die unterschwellige sichtweise von eigentum.