Beiträge von Jinxi

    Coole Idee.

    Hier mal etwas für alle, die gerne im Sozialen Bereich arbeiten wollen:


    Ich studiere selbst Soziale Arbeit und Pädagogik, daher stehe ich selbst noch vor der Frage was ich nach meinem Studium so machen soll 😂 vielleicht ein weiteres Studium oder halt den Master. Aber mal schauen.


    Erstmal ganz allgemein:

    Ich war in der Zeit vor dem Studium 3 Jahre als Integrationshelferin tätig.

    Die meisten Leute meinen, dass man als Integrationshelfer speziell für Menschen mit Migrationshintergrund zuständig ist. Dem ist aber nicht (unbedingt) so.

    In erster Linie habe ich Kinder mit psychischen und/oder physischen Beeinträchtigungen im Kindergartenalltag betreut.

    Mir wurden dann also in verschiedenen Kindergärten bestimmte Kinder zugeteilt, ich bekam von der zuständigen Fachkraft einen pädagogischen Auftrag und dann ging es darum, das Kind so gut es ging im Alltag der KiTa zu unterstützten.

    D.h ich habe mich um es gekümmert, war immer für es verfügbar, habe es aber auch dazu angeregt, selbstständiger zu werden und Kontakt zu anderen Kindern aufzubauen.

    Auch bei externen Ausflügen hatte ich immer ein besonderes Augenmerk auf meinen Schützling.

    Ich sollte dem Kind ermöglichen, an allen Aktivitäten des Kindergarten teilnehmen zu können und somit auch die Erzieher*innen zu entlasten.


    Der Vorteil:

    + Ich hatte zu 'meinen' Kindern eine unglaublich tolle Beziehung! Ich kannte diese Kinder wirklich. Es war kein oberflächlicher, loser Kontakt sondern eine richtig fest Bindung zwischen uns. Wir kannten uns in und auswendig. Das war wirklich toll.

    + Es wurde nie langweilig. In meiner 3 jährigen Arbeitszeit war ich in 7 verschiedenen Kitas und habe insgesamt 9 Kinder betreut. Das war interessant und abwechslungsreich. Ich konnte viele Einblicke gewinnen dadurch auch meine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

    + Außerdem ist es sehr angenehm, nicht auf 25 Kinder aufpassen zu müssen, sondern lediglich für ein Kind verantwortlich zu sein.

    + Meine Arbeitszeiten waren genial. Ich blieb entweder meine volle Stundenzahl in der Kita (20 St. pro Woche) oder eben so lange, wie das Kind in der Einrichtung war bzw so lange, wie das Kind vom Amt Betreuungsstunden genehmigt bekam. War ein Kind krank, hatte ich an diesem Tag frei. Wurde das Kind um 9 zur KiTa gebracht und wurde dann um 11 wieder abgeholt, hatte ich halt nur einen 2 Stunden Tag. Stellenweise wat das schon sehr angenehm.

    + Die Bezahlung war super! Man bedenke: ich war eine ungelernte Fachkraft und habe für 80 Stunden arbeiten im Monat über 800€ verdient. Das hängt aber auch stark vom Träger/Arbeitgeber ab. Für mich war es aber echt super genial.


    Der Nachteil:

    - Zwar konnte ich viel selbst entscheiden und selbstständig arbeiten, aber dennoch stand ich unter der Fachkraft. Ich musste also alles genau so machen, wie die Fachkraft es mir vorschrieb.

    - Zudem kam ich auch immer schnell ins Minus mit meinen Stunden, wenn das Kind zb mal 2 Wochen krank war. Das musste ich dann im folgenden Monat irgendwie wieder aufarbeiten.

    - Außerdem konnte ich die Kitas in die ich geschickt wurde nicht aussuchen. Und mache Einrichtungen sind schon seeeehr verklemmt und konservativ. Das war nicht immer einfach.

    - Ich war kein fest integriertes Mitglied im Kita Team. Ich war eine externe Hilfskraft.



    Alles in allem hatte ich als Integrationshelferin aber ne verdammt geile Zeit. Ich möchte diese Erfahrung auf keinen Fall missen und kann mir sehr gut vorstellen, irgendwann wieder in diesem Job zu arbeiten. :)