Beiträge von Jinxi

    Erstmal 'n kleiner Ausflug in die Geschichte: Diese Rollenbilder gibt es schon seit sehr langer Zeit, unter anderem wurden diese aber in unserer modernen Gesellschaft, durch industrielle Entwicklungen, geprägt.

    Der Mann galt damals als der Versorger, und meiner Meinung nach war er das auch zurecht. Männer arbeiteten in der Industrie und waren für das Geldverdienen zuständig. Aufgrund des harten Jobs wurden und werden mit Männern auch eher harte Eigenschaften/Stoffe zugeschrieben z.B: Stärke - Stahl.

    Frauen hingegen waren für die Versorgung der Familie/des Haushaltes und eher dienstliche (Re)Produktionen zuständig. Daher wurden ihnen weiche Eigenschaften/Stoffe zugeschrieben. z.b Fürsorge, Zärtlichkeit - Textilien.

    Ich sehe bis hierhin mal kein Problem. Auch diese Zeit gehört eben zu unserer Gesellschaft dazu. Genau daraus resultiert doch das hier uns jetzt. Und im hier und jetzt gibt es verdammt viele starke Frauen, die sich für Innovation einsetzen!

    Es hat sich was geändert und es ist auch nach wie vor so, dass sich etwas ändert.

    Das wird nicht von einem auf den anderen Tag geschehen, aber unserer Gesellschaft wird tatsächlich offener. Das gilt nicht für jeden Einzelnen, aber für eine breite Masse.

    Nehmen wir z.b mal das offizielle dritte Geschlecht. Hättet ihr euch das vor 10 Jahren noch vorstellen können, dass es auf dem Pass ein ganz offizielles drittes Geschlecht geben wird? Oder dass Ehe für Alle durchgesetzt wird?

    Ja, für uns sind diese Ereignisse schon lange überfällig. Aber man darf hier doch nicht vernachlässigen, dass das mittlerweile auch andere Leute so sehen. Genau so sehe ich es bei den Genderrollen. Ja, die gibt es noch. ABER es vollzieht sich ein Wandel.


    Und wieso ist es denn verwerflich, wenn es klare Rollenverteilungen auch im Haushalt gibt?

    Ich sehe das ganze eher pragmatisch: Mein Ex-Freund war den ganzen Tag arbeiten, ich hatte einen Halbtagsjob. Er verdiente das doppelte und nahm demnach auch finanziell mehr auf sich, damit wir ein schönes Leben hatten. Er kam teilweise erst nach 10-12 Stunden am späten Abend wieder nach Hause.

    Wieso sollte ich denn nicht Mittags Haushalt machen, mich um die Tiere kümmern und abends auch mal was kochen?

    Ich fand das absolut in Ordnung.

    Ich fühle mich in meiner Rolle als "klassische" Frau wirklich wohl. Ich mag es, Kleider anzuziehen, nach Beauty-Produkten zu shoppen und für einen Haushalt verantwortlich zu sein. Ich fühle mich darin weder unterdrückt noch sonstwie benachteiligt. Ich entscheide ganz frei für mich selbst, dass ich das so will.

    Ich möchte als Frau und mit meinen Entscheidungen auch von anderen Frauen akzeptiert werden. Ich möchte nicht, dass mir jemand vorwirft, nur weil ich dem "alten Klicheebild einer Frau" entspreche, sei ich hinderlich für die Emanzipation anderer Frauen.

    Und ja, ich interessiere mich nicht für Technik. Daher brauche ich Hilfe, wenn ich mal nicht weiter weiß. Und wenn die Toilette verstopft ist, rufe ich halt den Klempner. Oder die Klempnerin, wer da letztendlich den Job macht, ist mir sowas von Rille.

    Genau so wie ich frei entscheiden möchte, wer ich bin, was ich tue und wie ich mein Leben verbringe, so sollen das auch andere tun können.

    Hierzu noch ne kleine Mythenmetzsche Abschweifung: An meiner Hochschule studieren [gefühlt] mehr Frauen im Bereich Maschinenbau, Technik, Ingenieurwesen als Männer. Just saying.

    Wer das eben nicht so locker sieht wie ich und anderen vorschreiben will, dass es falsch sei, dass jeder selbstbestimmt Leben darf und dass hierzu auch geschlechtsunabhängiger Lebensstil gehört, der hat den Schuss nicht gehört. Das gilt sowohl für die Antis wie aber auch für die Elite-Feministinnen. Die machen nämlich teilweise nichts anderes. Traurige Realität, aber wahr. Aber genau da sollte man ansetzen. Nicht aufregen und wütend werden. Erklären oder - wenn es gar nichts mehr bringt- sein lassen und es selbst besser machen. Irgendwo da draußen gibt es immer Menschen, die die eigene Meinung teilen. Und mit denen will ich sprechen. Nicht mit den Engstirnigen. Den Weltoffenen gehört die Welt!

    Ich verstehe, weshalb du dich aufregst. Die Aussagen, die dir da an den Kopf gepfeffert wurden, sind einfach dämlich. Sowas ist nervig. Aber letztendlich weißt du es doch besser und ganz viele andere Menschen auch.

    Und was deine Freundin angeht...lass' sie. Das ist nun mal ihr Weltbild und das sollte man auch akzeptieren.


    Versteht mich bitte nicht falsch. Frauen sind bei weitem nicht vollkommen gleichberechtigt. Es gibt noch genügend Ar...mleuchter (sowohl weiblich wie auch männlich), die Frauen absolut unfair und unmenschlich behandeln und sie herabsetzen. Diese viel zu starren und festgefahrenen Rollenbilder bestehen nach wie vor und das suckt. Das MUSS sich ändern, für ein solches Verhalten gibt es auch keine Entschuldigung und kein Pardon. Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass wir bereits auf dem Weg der Besserung dorthin sind.

    Wichtig ist hier aber auch für alle elitären Feministinnen, dass Männer ebenso gleichberechtigt sind.

    Es bringt nichts, alle Männer pauschal über einen Kamm zu scheren, denn es gibt auch Männer, die sich für Frauen einsetzen. Und Gleichberechtigung heißt auch nicht, dass Frauen in irgendeiner Art und Weise besser seien als Männer.