Ich meine, wir sind noch irgendwelche Tiere oder Objekte, die ihr da vorstellt. Wir sind Menschen. Dieses sachliche Herangehen an uns, Menschen, finde ich ehrlich gesagt etwas erschreckend. Es tut nichts zur Sache, in welchem Alter man sich wie geoutet hat. Das Einzug wichtige ist, wen wir lieben, und dass wir das dürfen. Anderen einen Rat zu geben befürworte ich natürlich. Dennoch gebe ICH euch den Rat, nicht so kalt und sachlich an uns heranzugehen, uns wie unerforschte Wesen oder Objekte zu behandeln. Denn wir sind Menschen wie ihr auch. Vergesst das bitte nicht.
Wahrscheinlich bin ich durch mein Studium zu sehr geprägt, aber ich versuche dennoch mal nicht alles in Grund und Boden zu debattieren.
Prinzipiell verstehe ich dein Anliegen. Menschen sollte man nicht in Schubladen packen und mit simplen Worten beschreiben und somit abfertigen. Das stimmt.
Allerdings gäbe es nach deiner Ansichtsweise keinerlei empirische Forschung und wir Menschen hätten keine Psycholgie, Soziologie, Biologie, Medizin, Jura [...] erschaffen können. Dann gäbe es keine Sozialforschung, keine Soziale Arbeit, keine Pädagogik....Ach ich könnte ewig so weitermachen
Gerade die geisteswissenschaftlichen Disziplinen macht es aus, dass man zwar mit Blick auf das Individuum agiert, aber um das tun zu können, muss man erst einmal allgemeinen Zusammenhänge kennen und verstehen lernen. Und dazu muss man halt auch mal die gleichen Fragen an unterschiedliche Leute stellen. (Nennt man quantitative Sozialforschung) Eben damit ein Unterschied erkennt werden kann. Nur dadurch können Verschiedenheiten ja sichtbar gemacht werden.
Und da du es so schön umschrieben hattest: es ist sogar so, dass in vielen Disziplinen vom Objekt = zu behandelndes Individuum gesprochen wird. Trotzdem würdest du doch nicht sagen, dass Sozial Arbeiter oder Ärzte alle kalt sind und Menschen als Objekte behandeln, oder?
Sachlichkeit und Neutralität ist enorm wichtig, da ohne sie auch keinerlei allgemeingültige Kriterien und Zustände festgestellt werden könnten.
Das ist so, alsob eine Erzieherin ihr "Lieblingskind" beim Maccaronibildbasteln in den Himmel loben würde, und ein anderes Kind, dass exakt das selbe Nudelbild gebastelt hatte, kriegt kein Lob zu hören. Das wäre nicht sachlich und angemessen und wohl keinesfalls gut oder förderlich für das zweite Kind.
Ich finde sogar, dass diese Umfrage etwas sehr Lebensbejahendes und individuelles an sich hat, da hier auf Gefühle und persönliche Meinungen eingegangen wird. Festgelegt und ohne weiteren Handlungsspielraum war lediglich die Frage nach dem Alter der Personen, zu allen anderen Fragen konnte man wunderbar ausführliche und freie Antworten verfassen. ![]()
Lelilein zeigt im Rahmen ihres Forschumgsprojektes, welche Themen sie selbst interessieren. Dadurch zeigt sie an uns und unserem Leben ein eindeutiges Interesse, das ist doch etwas sehr Gutes, oder? ![]()