»Gib Nazis keine Chance«, heisst einer der bekannten Slogans. Doch im Netz ist man oft weit entfernt: rechtsradikale Videos bei youtube oder Nazi-Gruppen in Communities und Social Networks. Nun wird ein Zeichen gesetzt - aber von nichts kommt nichts.
Damit eine Aktion gegen Nazis und Rechts im Internet auch Folgen und Erfolg hat, schieben die Netzwerke jetzt die Arbeit auf die Nutzer. Statt einer grundlegenden Kontrolle auf rechtswidrige Inhalte oder eindeutiger Nazi-Propaganda sollen nun die User sensibilisiert werden, Videos, Beiträge und Gruppen zu melden.
Gerade bei youtube tummelt sich so manches. Aber oft hat man den Eindruck, dass Videos mit sexuellen Inhalten - ohne eindeutig pornografisch zu sein - oder mit geschützter Musik sehr schnell entfernt oder gesperrt werden. Nationalsozialistische Inhalte, die wenigstens gegen deutsches Recht verstoßen, bleiben unbehelligt für jeden Abrufbar.
Rechtsextreme sind in allen sozialen Netzwerken in Deutschland unterwegs und versuchen dort, ihre hasserfüllten, rassistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Botschaften zu platzieren. Um dagegen ein Zeichen zu setzen, initiiert www.netz-gegen-nazis.de, das Informationsportal der Amadeu Antonio Stiftung und der ZEIT, die Kampagne »Soziale Netzwerke gegen Nazis«.
Jedem User steht es frei, gerade im Rahmen dieser Aktion, ihm suspekte Inhalte dem jeweiligen Betreiber zu melden, damit dieser prüfen und reagieren kann. Bei youtube steht dafür zum Beispiel eine einfache »Melde-Funktion« zur Verfügung.
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Soziale Netzwerke gegen Nazis
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