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Die Fantasie der Internetabzocker ist grenzenlos, meldet die Verbraucherzentrale. Die neueste Masche: Geschäfte mit der Bundestagswahl 2009, die unentschlossenen Wählern das Geld aus der Tasche ziehen sollen.
Unter der Adresse www.wahlinfo2009.de betreibt eine Hamburger Firma einen »inoffiziellen und unabhängigen Test zur Bundestagswahl«, mit dessen Hilfe Nutzer vermeintlich erkennen können, wer ihre Interessen »wirklich vertritt«. Anhand von 36 Fragen können sich unentschlossene Wähler angeblich über ihre Parteipräferenz informieren. Wer sich tatsächlich die Mühe macht, die Fragen zu beantworten, wird nach der sechsten Frage aufgefordert, sich zu registrieren. Mit der Anmeldung für die einmalige Nutzung des Testes und seiner Auswertung werden 60 Euro fällig, was nur bei sorgfältigem Lesen des Kleingedruckten ersichtlich wird.
Die Verbraucherzentrale rät, die Finger vom Test zu lassen. Nutzer, die den Test durchgeführt und sich registriert haben, sollen weder Rechnung und noch Mahnungen des Anbieters bezahlen. Erfahrungsgemäß drohen Internetabzocker nur, gehen aber nicht vor Gericht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Firma inzwischen abgemahnt. Wer noch nicht weiß, welcher Partei er am Wahlsonntag seine Stimme geben soll, findet seriöse Entscheidungshilfen unter der Internetadresse www.wahl-o-mat.de. Anhand von Thesen kann man hier überprüfen, welcher Partei man mit den persönlichen Ansichten am nächsten steht. Das Ganze ist einfach zu handhaben und vor allem kostenlos und anonym. |