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Der »freie zusammenschluss von studentInnen-schaften« setzt sich kritisch mit dem 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge zum Thema Identität auseinander, der in Marburg stattfand.
Organisiert von evangelikalen Gruppierungen waren unter dem Motto »Begegnung zwischen Psychotherapie und christlicher Seelsorge in Wissenschaft und Praxis« über hundert Workshops geplant, die sich unter anderem mit Themen aus dem Bereich Sexualität und Identität beschäftigten, meldet der fsz.
Unter dem Deckmantel der Wissenschaft seien vom 20. bis 24. Mai in Marburg durch einzelne ReferentInnen das konservative Bild von der heterosexuellen Ehe als einzigem Lebensmodell verbreitet und Homosexualität als krankhaft stigmatisiert worden. Die Kongressworkshops fanden in öffentlichen Räumen, wie dem Hörsaalgebäude der Universität, der Stadthalle und der Martin-Luther-Schule statt. Hierzu erklärte vor dem Kongress Anja Gadow, Mitglied des fzs-Vorstands: »Es ist in einer aufgeklärten Gesellschaft völlig inakzeptabel, dass nun mehrere ReferentInnen versuchen, Lesben und Schwule mit obskuren Theorien zu beleidigen und zu diskriminieren und ihnen ein rein heteronormatives Gesellschaftsbild aufgezwungen werden soll.« Weiter ergänzte Thomas Warnau, ebenfalls Vorstandsmitglied: »Gerade junge Menschen, die sich in der Findungsphase ihrer Sexualität befinden werden durch solche Umpolungsangebote behindert, ihre sexuelle Identität selbst zu finden.«´ Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. ist der Dachverband von Studierendenvertretungen in Deutschland. Mit rund 80 Mitgliedshochschulen vertritt der fzs eine Million Studierende in der Bundesrepublik. Der fzs ist Mitglied in der European Students Union (ESU) und auf internationaler Ebene in der International Union of Students (IUS). |